Gesellschaft, Statistiker

Eine Corona-Infektion ist im letzten Jahr für vier Prozent aller Todesfälle hauptverantwortlich gewesen.

04.11.2021 - 08:27:49

Statistiker: Corona für vier Prozent der Todesfälle verantwortlich

Das geht aus der Todesursachenstatistik 2020 hervor, die das Statistische Bundesamt am Donnerstag veröffentlichte. In dieser Zahl seien diejenigen Fälle nicht enthalten, in denen Covid-19 auf dem Totenschein nur als Begleiterkrankung dokumentiert wurden, so die Statistiker.

Insgesamt ist die Zahl der Todesfälle gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent auf 985.572 gestiegen . Die häufigste Todesursache im Jahr 2020 war wie schon in den Vorjahren eine Herz-/Kreislauferkrankung - gut ein Drittel (34 Prozent) aller Sterbefälle war darauf zurückzuführen und damit 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem bei älteren Menschen führten diese Erkrankungen zum Tod: 93 Prozent der an einer Krankheit des Herz-Kreislaufsystems Verstorbenen waren 65 Jahre und älter. Zweithäufigste Todesursache waren die Krebserkrankungen: Beinahe ein Viertel (23,5 Prozent) aller Verstorbenen erlag im Jahr 2020 einem Krebsleiden, das waren ungefähr so viele wie im Vorjahr. 54 Prozent der Krebstoten waren Männer, 46 Prozent Frauen. Bei Männern waren die bösartigen Neubildungen der Verdauungsorgane beziehungsweise der Atmungsorgane (Lungen- und Bronchialkrebs) die am häufigsten diagnostizierten Krebsarten. Frauen waren ebenfalls am häufigsten von einer bösartigen Neubildung der Verdauungsorgane betroffen. Häufigste Einzeldiagnose bei den Krebserkrankungen von Frauen war jedoch der Brustkrebs. 4,2 Prozent oder 41.794 aller Todesfälle im Jahr 2020 waren auf eine nicht natürliche Todesursache wie zum Beispiel eine Verletzung oder Vergiftung zurückzuführen. In 17.211 Fällen (49 Prozent Männer und 51 Prozent Frauen) war ein Sturz die Ursache für den Tod. Durch einen Suizid beendeten 9.206 Menschen ihr Leben, drei Viertel (75 Prozent) davon waren Männer und ein Viertel (25 Prozent) Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr war die Zahl der Suizide mit +1,8 Prozent leicht höher (2019: 9.041 Fälle). Hinweis: Suizid gefährdete Personen bekommen anonyme und kostenlose Beratung zu jeder Tages- und Nachtzeit unter der bundesweiten Telefonnummer 0800 - 1110111.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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