Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Talanx AG, DE000TLX1005

(durchgehend aktualisiert)

16.07.2021 - 21:31:26

Tausende Niederländer verlassen Häuser wegen Hochwassers

MAASTRICHT/VENLO - Zum Schutz vor der Hochwasserwelle haben im Süden der Niederlande am Freitag Tausende Menschen ihre Häuser und Wohnungen in Orten entlang der Maas verlassen müssen. In Venlo an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen wurde ein Krankenhaus mit 200 Patienten vorsorglich evakuiert, teilten die Behörden mit.

In der Stadt und den angrenzenden Gemeinden wurden gegen Abend rund 10 000 Menschen zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgerufen. Hubschrauber kreisten über Venlo, um die Evakuierungen zu koordinieren. Die Luftwaffe setzte nach Angaben der Stadt Flugzeuge mit Infrarotkameras zur Überwachung der Stabilität der Deiche ein.

Nachdem die Fluten ein Loch in den Deich eines Kanals bei Maastricht gerissen hatten, mussten dort am Freitagnachmittag ebenfalls etliche Menschen ihre Häuser verlassen, wie die Behörden mitteilten. Später gelang es, das Loch einigermaßen zu flicken.

Soldaten und Einsatzkräfte verstärkten Deiche an der Maas und kleineren Flüssen in der Region mit Sandsäcken. Die zahlreichen Schaulustigen wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Ministerpräsident Mark Rutte nannte die Hochwasserlage bei einem Besuch in Venlo "schrecklich" und "heftig", wie der Sender NOS berichtete. "Zum Glück hat es hier noch keine Toten gegeben wie in Belgien und Deutschland. Lasst uns hoffen, dass das auch nicht geschieht."

Die Regierung erklärte das Hochwasser am Donnerstagabend zu einem Katastrophenfall, womit der Staat für Schäden einspringen kann, die von Versicherungen nicht gedeckt werden. Auf die Frage, ob die Hochwasserkatastrophe mit dem Klimawandel zusammenhänge, sagte Rutte dem NOS: "Das wird zweifelsohne so sein. Hier ist wirklich etwas im Gange."

Tausende Einwohner von Maastricht und angrenzenden Orten, die sich am Vorabend bereits in Sicherheit gebracht hatten, konnten unterdessen am Freitag in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Wassermassen richteten teils enorme Schäden an. Berichte über Verletzte gab es nicht.

In der Nacht zum Freitag hatte die Maas unweit der belgischen Grenze ihren höchsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1911 erreicht. Am Vormittag sank der Pegelstand dort wieder. In Roermond weiter nördlich wurde der Höchststand für Freitagnachmittag erwartet, in Venlo für die Nacht zum Samstag.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH/Gluthitze und Brände am Mittelmeer, schwere Unwetter im Alpenraum (Wiederholung vom Wochenende) (Boerse, 02.08.2021 - 05:18) weiterlesen...

Aufräumarbeiten auf Hochtouren - Mängel bei Warnungen?. In einem betroffenen Kreis in Rheinland-Pfalz wurde einem Medienbericht zufolge in der Hochwassernacht trotz präziser Warnungen erst spät der Katastrophenfall ausgerufen. Und die Fluten und das anschließende Krisenmanagement haben einer Umfrage zufolge auch Auswirkungen auf die Kanzlerkandidaten im Vorfeld der Bundestagswahl. BAD NEUENAHR-AHRWEILER/EUSKIRCHEN - Zweieinhalb Wochen nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands mit mehr als 180 Todesopfern laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. (Boerse, 01.08.2021 - 19:12) weiterlesen...

Gluthitze und Brände am Mittelmeer, schwere Unwetter im Alpenraum. Auch Touristenanlagen waren betroffen. In Norditalien und Österreich verursachten heftige Unwetter dagegen Schäden und Überschwemmungen - zwei Belgier mussten in Kärnten aus einer Klamm gerettet werden. ROM/ATHEN/ISTANBUL/WIEN - Gluthitze und Dutzende Brände in den Urlaubsländern am östlichen Mittelmeer, schwere Unwetter weiter nördlich im Alpenraum: In Griechenland, der Türkei und Süditalien haben am Wochenende Tausende Einsatzkräfte bei Temperaturen um 40 Grad Celsius Wald- und Buschbrände bekämpft. (Boerse, 01.08.2021 - 17:30) weiterlesen...

Scholz offen für obligatorische Elementarschadenversicherung. "Die Frage ist, ob man diese Verpflichtung allen Bürgern auferlegen möchte. Das würde die Preise fürs Wohnen wieder teurer machen", sagte der Finanzminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag) "Diese Debatte müssen zunächst einmal die Länder führen. BERLIN - Nach der Flutkatastrophe hat sich Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) grundsätzlich offen für eine verpflichtende Elementarschadenversicherung gezeigt. (Boerse, 01.08.2021 - 17:02) weiterlesen...

Schäden nach Unwettern im südlichen Oberbayern. Die Integrierte Leitstelle Rosenheim habe 119 Einsätze am Mittwochnachmittag im Landkreis gemeldet, sagte eine Sprecherin des Landratsamts. Besonders die Gemeinde Halfing sei betroffen, dort wurden mehrere abgedeckte Häuserdächer und vollgelaufene Keller gemeldet. ROSENHEIM/TRAUNSTEIN - Unwetter mit Starkregen und Orkanböen haben im südlichen Oberbayern Dächer abgedeckt, Gebäude beschädigt und Straßen überflutet. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 16:03) weiterlesen...

Nach Flut: Mehr Eigentümer wollen Elementarschadenversicherung. Das Tiefdruckgebiet "Bernd" habe die Nachfrage nach solchen Policen, die bei Naturereignissen wie Hochwasser und Überschwemmungen einspringen, bei Vertriebspartnern spürbar steigen lassen, berichtete etwa die Ergo-Versicherung in Düsseldorf. Die Debeka aus Koblenz erklärte, die Zahl der Anfragen und Anträge zur Absicherung der weiteren Naturgefahren sei seit der Hochwasserkatastrophe deutlich gewachsen. "Bestehende Verträge werden entsprechend erweitert". FRANKFURT/MÜNCHEN - Nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen verzeichnen Versicherungen ein deutlich höheres Interesse an Elementarschadenversicherungen. (Boerse, 28.07.2021 - 06:06) weiterlesen...