Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, USA

DUNMORE - Joe Biden klingt so, wie US-Präsidenten vor Donald Trump klangen: Er spricht ruhig, aber mit Nachdruck, er kritisiert seinen politischen Gegner, wirbt dabei jedoch mit konkreten Lösungen um Wähler.

10.07.2020 - 16:19:59

'Es reicht': Biden kritisiert Trump und verspricht Millionen Jobs. Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten verspricht einen entschlossenen Kampf gegen die Corona-Pandemie und den Rassismus, zudem will er mit Hilfe eines riesigen Investitionsprogramms fünf Millionen Jobs schaffen. Weniger als vier Monate vor der Präsidentenwahl spart er aber auch nicht an Kritik am Amtsinhaber: Trump stellt er als verzogenen Spross der Elite dar, der sich nicht um die einfachen Amerikaner sorgt.

DUNMORE - Joe Biden klingt so, wie US-Präsidenten vor Donald Trump klangen: Er spricht ruhig, aber mit Nachdruck, er kritisiert seinen politischen Gegner, wirbt dabei jedoch mit konkreten Lösungen um Wähler. Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten verspricht einen entschlossenen Kampf gegen die Corona-Pandemie und den Rassismus, zudem will er mit Hilfe eines riesigen Investitionsprogramms fünf Millionen Jobs schaffen. Weniger als vier Monate vor der Präsidentenwahl spart er aber auch nicht an Kritik am Amtsinhaber: Trump stellt er als verzogenen Spross der Elite dar, der sich nicht um die einfachen Amerikaner sorgt.

"Es reicht. Es reicht", sagte Biden. "Wir haben eine Gesundheitskrise, eine Wirtschaftskrise, eine Krise rassistischer Ungerechtigkeit, eine Klimakrise", sagte der 77-Jährige am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Rede bei Scranton im Bundesstaat Pennsylvania.

Biden stellte dort in einer Stahlfirma in Dunmore einen Wirtschaftsplan vor, der helfen soll, die Mittelklasse zu stärken und das Land aus der Corona-Krise zu führen. "Das ist unser Moment, um uns eine neue amerikanische Wirtschaft für unsere Familien und die nächste Generation vorzustellen und zu bauen", versprach er.

Biden forderte einen höheren Mindestlohn und eine Stärkung von Arbeitnehmern gegenüber den Reichen, die dank Trumps Steuersenkungen zuletzt gut von Kapitalerträgen gelebt hätten. "Wir müssen Arbeit genauso belohnen, wie wir Wohlstand belohnt haben", forderte er. "Das wird mein Leitmotiv sein: Wir werden harte Arbeit belohnen, nicht exzessiven Reichtum", sagte Biden. In der Pandemie hätten vor allem Geringverdiener etwa in Krankenhäusern oder Supermärkten gezeigt, wie wichtig sie seien, sagte Biden. "Es reicht nicht, diese Leute zu loben. Es ist an der Zeit, sie zu bezahlen."

Seit der Zuspitzung der Corona-Pandemie im März blieb Biden trotz Trumps fast täglicher Auftritte zumeist zuhause in seinem Haus im Bundesstaat Delaware. Doch zuletzt ging er öfter in die Offensive. Am Donnerstag stellte er einen Investitionsplan mit einem Volumen von 700 Milliarden US-Dollar (etwa 620 Milliarden Euro) vor, mit dem staatlichen Ausgaben für in den USA hergestellte Produkte um 400 Milliarden Dollar erhöht werden sollen. 300 Milliarden Dollar sollen zudem zusätzlich für Forschung und die Entwicklung von Technologien wie Elektrofahrzeuge oder 5G-Mobilfunknetzwerke ausgegeben werden, um die heimische Hightech-Branche zu stärken. Bidens Plan konnte auch als Antwort auf Trumps "America-First"-Politik gewertet werden.

Biden griff den Republikaner Trump (74) auch direkt an. Der Präsident sorge sich nur um den Aktienmarkt, nicht um das Schicksal normaler Amerikaner, sagte Biden. "Große Unternehmen, die Reichen, Trumps Kumpane und Freunde, sie sind wieder die großen Gewinner", so Biden. "Aber wenn ich zum Präsidenten gewählt werde, werde ich mich komplett auf Familien von Arbeitnehmern und die Mittelklasse konzentrieren - nicht die Klasse wohlhabender Investoren", versprach er. "Es ist Zeit, die Prioritäten in diesem Land umzukehren."

Trump wiederum stellt Biden häufig als altersschwach und senil dar. Er nennt ihn stets "Schläfriger Joe" und behauptet, dass Biden nicht fit genug sei, unvorbereitet eine Pressekonferenz oder Rede zu halten. Den Demokraten wirft Trump vor, die Polizei abschaffen zu wollen, das Land ins Chaos abrutschen zu lassen, höhere Steuern zu wollen und sich in der Weltpolitik über den Tisch ziehen zu lassen. Bidens Wirtschaftsplan kanzelte Trump am Freitag als "sehr radikal links" ab. Zudem habe Biden bei ihm abgeschrieben, behauptete er. "Der Unterschied ist, dass er es nicht kann", sagte Trump. "Er will für alle die Steuern erhöhen", sagte er im Garten des Weißen Hauses.

Der ursprünglich aus Pennsylvania stammende Biden wiederum stellte Trump - ohne ihn beim Namen zu nennen - als verzogenen Sprössling der Elite dar. "Reich aufzuwachsen und auf die Leute herunterzuschauen ist sehr anders, als ich hier in Scranton aufgewachsen bin", sagte Biden. "Hier dachte niemand, dass unser Land von Bankleuten der Wall Street oder CEOs gebaut wurde", sagte er. Amerika brauche nun einen Präsidenten wie ihn, der das Land einen könne, erklärte Biden. Trump sei "genau die falsche Person, um uns in diesem Moment zu führen. Er wird das Land nicht zusammenbringen", so Biden.

Trumps habe beim Kampf gegen die Corona-Pandemie versagt, sagte Biden. "Nachdem er monatelang nichts getan hat, außer vorherzusagen, dass das Virus einfach verschwinden werde, hat Trump einfach aufgegeben", sagte Biden. Die Corona-Krise hat sich in den USA zuletzt wieder dramatisch zugespitzt. Seit Tagen melden die Behörden rund 60 000 Neuinfektionen pro Tag, vor allem im Süden und im Westen des Landes. Bislang sind in den USA bereits 133 000 Menschen infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben. Gesundheitsexperten werfen Trump vor, den Kampf gegen die Pandemie zugunsten einer raschen Wiedereröffnung der Wirtschaft zu vernachlässigen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Legendäre US-Richterin Ginsburg ist tot - Richtungskampf um Nachfolge. Die linksliberale Juristin starb am Freitag im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, wie das Oberste Gericht mitteilte. Sollten die Republikaner von US-Präsident Donald Trump den freigewordenen Posten neu besetzen, könnte das die konservative Mehrheit im Supreme Court zementieren - und das Land auf Jahrzehnte prägen. Das Oberste Gericht hat in den USA oft das letzte Wort bei umstrittenen Grundsatzfragen zu Streitthemen wie Abtreibung, Einwanderung, Waffenrecht und Diskriminierung. WASHINGTON - Nach dem Tod der legendären Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg zeichnet sich ein erbitterter politischer Kampf um die Nachbesetzung eines Schlüsselpostens im US-Justizsystem ab. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 18:05) weiterlesen...

Hennig-Wellsow und Kipping werben für Regierungsbeteiligung der Linken. Nachdem die Linke im Bundestag 30 Jahre in der Opposition verbracht habe, müsse die Partei nun in der Lage sein, "an einer Regierung beteiligt sein zu können, wenn wir das wollen", sagte Hennig-Wellsow am Samstag auf einem Landesparteitag in Sömmerda. Für eine mögliche Regierungsbeteiligung warb auch die scheidende Parteivorsitzende Katja Kipping. SÖMMERDA - Die Thüringer Linke-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow will ihre Partei im Bund regierungsfähig machen, sollte sie zur Bundesvorsitzenden gewählt werden. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 18:03) weiterlesen...

Mehr als 200 Festnahmen bei Frauen-Protest gegen Lukaschenko. Das Bürgerrechtsportal spring96.org veröffentlichte am Samstag die Namen von mehr als 200 Frauen, die bei der Aktion in der Hauptstadt Minsk in Gewahrsam kamen. Die Zahl war etwa doppelt so hoch wie bei den Protesten am Samstag vor einer Woche, als maskierte Uniformierte das erste Mal überhaupt mit brutaler Gewalt gegen die friedlichen Demonstrantinnen vorgegangen waren. Dabei gab es vor einer Woche auch Verletzte. MINSK - Bei einer Protestaktion von Frauen in Belarus (Weißrussland) gegen Staatschef Alexander Lukaschenko hat es nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 200 Festnahmen gegeben. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 18:03) weiterlesen...

Ramelow: Der Staat muss nach der Corona-Krise stärker werden. Die Pandemie zeige, dass nur ein starker Staat in der Lage sei, den Schwächsten der Gesellschaft zu helfen, sagte Ramelow am Samstag bei einem Landesparteitag der Linken in Sömmerda. Nur die sozial Starken könnten sich einen schwachen Staat leisten. Der 64-Jährige erklärte, er wolle als Regierungschef am Umbau dieses Staates weiterhin arbeiten. SÖMMERDA - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für einen starken Staat als Konsequenz aus der Corona-Krise ausgesprochen. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 17:52) weiterlesen...

Unions-Wirtschaftsflügel lehnt Gesetz zu Konzernstrafrecht ab BERLIN - Der Wirtschaftsflügel von CDU und CSU will das geplante Gesetz für eine härtere Bestrafung von Unternehmen zu Fall bringen. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 17:50) weiterlesen...

Düsseldorf: Demo gegen Corona-Maßnahmen von großem Polizeieinsatz begleitet. Die Anmelder - eine regionale Gruppen der Initiative Querdenken - hoffen auf bis zu 50 000 Teilnehmer. Die Polizei stellt sich auf bis zu 10 000 Menschen ein. Auch mehrere Gegendemos wird es geben: Unter anderem hat die Initiative "Düsseldorf stellt sich quer" zu einer Veranstaltung aufgerufen. DÜSSELDORF - Mit einem großen Einsatz stellt sich die Polizei in Düsseldorf am Sonntag auf eine Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen ein. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 17:48) weiterlesen...