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DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalen legt im Unterschied zu Bayern aus jeder Impfstoff-Lieferung von Biontech weiterhin die Hälfte für die zweite Impfdosis an die Erstgeimpften zurück.

15.01.2021 - 16:08:05

NRW legt Hälfte der Biontech-Dosen für zweite Spritze weiter zurück. "Um eine hohe Wahrscheinlichkeit der Immunisierung von geimpften Personen gewährleisten zu können, ist eine Sicherstellung der Verabreichung einer zweiten Impfdosis essenziell", sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Aus diesem Grund verfolge NRW die Strategie, 50 Prozent für die zweite Dosis einzubehalten. Dieses Vorgehen stütze sich auch auf Aussagen des Bundesgesundheitsministeriums und von Biontech.

In Bayern soll künftig beim Biontech-Impfstoff - bis auf eine gewisse Reserve - nicht mehr für jeden Erstgeimpften die Dosis für die nötige zweite Impfung zurückgelegt werden. "Das Ziel ist, möglichst schnell möglichst viel zu impfen, und da wollen wir alle Chancen nutzen", hatte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Vortag erklärt. Holetschek begründete die Kursänderung damit, dass sowohl nach Auskunft des Herstellers als auch nach Auskunft des Bundes die Biontech-Lieferungen planbar und zuverlässig kämen. Das neue Vorgehen betreffe allerdings nur den Biontech-, nicht den Moderna -Impfstoff.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sind seit dem Start am 27. Dezember mehr als 229 000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums mit dem Meldestand von Donnerstag hervor. Die Impfungen der zweiten Dosis sollen nach den bisherigen Ministeriumsangaben ab der kommenden Woche starten. Es dauere dann etwa zehn bis vierzehn Tage, bis sich der Impfschutz nach der zweiten Spritze vollständig aufgebaut habe.

@ dpa.de

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