Deutschland, Volkswirtschaft

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 13.09.2018

13.09.2018 - 17:07:25

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 13.09.2018. GESAMT-ROUNDUP 2/EZB reduziert Anleihekäufe - 'Handelsstreit größte Gefahr'

FRANKFURT - Der Anti-Krisen-Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) neigt sich trotz Risiken für die Weltwirtschaft dem Ende zu. Wie im Juni in Aussicht gestellt, halbiert die Notenbank das Volumen ihrer monatlichen Anleihekäufe ab diesem Oktober auf 15 Milliarden Euro. Ein Ende des Programms zum Kauf von Staats- und Unternehmenspapieren peilen die Währungshüter unverändert zum Jahresende 2018 an. Er sehe eine starke Konjunktur im Euroraum, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Es gebe aber auch Risiken, vor allem aufgrund der internationalen Handelsstreitigkeiten.

ROUNDUP 2: Türkische Notenbank hört nicht auf Erdogan - Leitzins deutlich erhöht

ANKARA - Die türkische Notenbank hat im Kampf gegen die Lira-Krise und die hohe Inflation in der Türkei ihren Leitzins überraschend stark angehoben - und sich damit einem abermaligen Plädoyer von Staatschef Recep Tayyip Erdogan für niedrigere Zinsen widersetzt. "Die jüngste Entwicklung beim Inflationsausblick verweist auf erhebliche Risiken für die Preisstabilität", teilte die Zentralbank am Donnerstag in Ankara mit. Der Zins für einwöchiges Notenbankgeld werde von 17,75 auf 24,00 Prozent erhöht. Experten hatten zwar mit einer deutlichen Anhebung gerechnet. Die Erwartungen der meisten Analysten wurden aber nun noch übertroffen.

Draghi: Europas Banken stabiler als zur Zeit der Lehman-Pleite

FRANKFURT - Strengere Regeln und engere Überwachung haben Europas Banken seit der Lehman-Pleite vor zehn Jahren nach Ansicht von EZB-Chef Mario Draghi widerstandsfähiger gemacht. "Alles in allem sind Banken heute stabiler", stellte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt fest. "Können wir deswegen selbstzufrieden sein? Nein."

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weiter niedrig

WASHINGTON - Der amerikanische Arbeitsmarkt ist weiter in hervorragender Verfassung. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 1000 auf 204 000 gefallen. In der Vorwoche war mit 203 000 der tiefste Stand seit fast fünf Jahrzehnten gemeldet worden. Dieser Wert wurde nun allerdings leicht auf 205 000 nach oben revidiert.

USA: Inflation gibt etwas stärker als erwartet nach

WASHINGTON - Die Inflation in den USA ist etwas stärker gesunken als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, betrug die Inflationsrate im August 2,7 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 2,8 Prozent gerechnet, nachdem die Teuerungsrate im Juli bei 2,9 Prozent gelegen hatte. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise im August um 0,2 Prozent. Auch dies lag leicht unter den Erwartungen.

ROUNDUP: Bank of England lässt Leitzins unverändert

LONDON - Die britische Notenbank hat ihre Zinsen nicht angetastet. Der Leitzins bleibe unverändert bei 0,75 Prozent, teilte die Bank of England am Donnerstag in London mit. Die Entscheidung war so von Volkswirten erwartet worden. Alle neun Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss stimmten für die Entscheidung.

ROUNDUP: Deutsche Inflation auch im August bei 2,0 Prozent - Energie teurer

WIESBADEN - Steigende Preise für Energie haben die Inflation in Deutschland auch im August angeheizt. Die Verbraucherpreise kletterten wie schon im Juli um 2,0 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit.

EU-Gericht: In Ukraine-Krise verhängte EU-Sanktionen sind rechtens

LUXEMBURG - Die im Zuge der Ukraine-Krise gegen mehrere russische Firmen verhängten EU-Sanktionen sind nach einem Urteil des EU-Gerichts rechtens. Der Eingriff in die unternehmerische Freiheit und das Eigentumsrecht der betroffenen Banken und Unternehmen seien nicht unverhältnismäßig und gut begründet, befanden die Luxemburger Richter am Donnerstag. Die Betroffenen können gegen das Urteil innerhalb von zwei Monaten beim übergeordneten Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgehen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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