Deutschland, Volkswirtschaft

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 09.06.2017

09.06.2017 - 17:08:24

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 09.06.2017. GB-WAHL/GESAMT-ROUNDUP: Trotz herber Wahlschlappe: May will neue Regierung

LONDON - Großbritanniens Premierministerin Theresa May will auch nach der Schlappe bei der Parlamentswahl an ihrem Machtanspruch festhalten und das Land aus der EU herauslösen. Am Freitag bat sie Königin Elizabeth II. um die Erlaubnis für eine Regierungsbildung - obwohl die von May geführten Konservativen bei der Wahl weit unter den eigenen Erwartungen geblieben waren. Angepeilt wird nun eine Minderheitsregierung der Tories mit Unterstützung der nordirischen Democratic Unionist Party (DUP).

GB-WAHL: Tusk gratuliert May - und macht Druck: 'Keine Zeit verlieren'

BRÜSSEL - EU-Ratspräsident Donald Tusk hat der britischen Regierungschefin Theresa May zu ihrer "Wiederernennung zur Premierministerin" gratuliert. In seinem Glückwunschschreiben drang Tusk am Freitag zugleich auf zügige Verhandlungen über den Austritt der Briten aus der EU. Wegen des Zeitrahmens, den der Artikel 50 des EU-Vertrags dafür vorsehe, gebe es "keine Zeit zu verlieren".

Steinmeier für weitere europäische Solidarität mit Athen

BERLIN - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat für weiteren europäischen Beistand für das hoch verschuldete Griechenland geworben. Die EU-Partner und der Internationale Währungsfonds (IWF) hätten in der Vergangenheit solidarische Unterstützung geleistet, sagte Steinmeier am Freitag bei einem Treffen mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos in Berlin. "Ich wünsche mir, dass dieser Geist der Gemeinsamkeit auch den weiteren Fortgang des derzeit laufenden Hilfsprogrammes für Griechenland prägen wird."

GESAMT-ROUNDUP: Bundesbank traut deutscher Konjunktur mehr zu: Prognose erhöht

FRANKFURT - Nach einem starken Jahresauftakt sieht die Bundesbank die deutsche Wirtschaft vor einem anhaltend kräftigen Aufschwung. Es zeichne sich eine "breit angelegte, recht kräftige konjunkturelle Aufwärtsbewegung" ab, prognostizierte Notenbank-Präsident Jens Weidmann am Freitag in Frankfurt. Die sehr gute Lage auf dem Arbeitsmarkt beflügelt den privaten Konsum, die niedrigen Zinsen kurbeln unter anderem den Wohnungsbau an.

ROUNDUP: Katar bereit zu Verhandlungen - Gabriel sieht 'Stunde der Diplomatie'

WOLFENBÜTTEL/DOHA - Im Konflikt um Katar ist das Golf-Emirat bereit zu Verhandlungen mit seinen Widersachern. Sein Land halte die Diplomatie für den besten Weg zur Lösung der Krise und nicht eine Eskalation, sagte Katars Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani am Freitag nach einem Gespräch mit seinem deutschen Kollegen Sigmar Gabriel in Wolfenbüttel. Gabriel warnte vor einer Verschärfung des Konflikts und rief zu Gesprächen auf. "Wir sind der festen Überzeugung, dass jetzt die Stunde der Diplomatie ist", erklärte er.

Merkel nach Mexiko abgeflogen - Trumps Handelspolitik Thema

MEXIKO-STADT - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Freitag während ihrer dreitägigen Lateinamerikareise von Argentinien nach Mexiko weitergeflogen. Dort dürfte auch die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump ein Thema sein. Am Abend (Ortszeit) wird Merkel von Präsident Enrique Peña Nieto empfangen. Bereits am Vortag hatte die mexikanische Regierung erklärt, sie wolle den Besuch Merkels nicht als Botschaft an US-Präsident Donald Trump verstanden wissen. Vielmehr wolle man der Welt deutlich machen, dass man gemeinsame Werte teile.

ROUNDUP: Export verliert etwas an Tempo - Ungewissheit nach Brexit-Wahl

WIESBADEN - Deutschlands Exportunternehmen bleiben trotz eines Dämpfers auf Rekordkurs. Zwar schwächten sich das Tempo im April binnen Jahresfrist ab, gegenüber dem Vormonat legten die Ausfuhren jedoch zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im März hatten die Exporte den höchsten Monatswert seit 1950 erreicht. Die Schwankungen im Außenhandel setzten sich damit auf einem insgesamt erfreulichen Wachstumspfad fort, erklärte Anton Börner, Präsident des Außenhandelsverbandes BGA.

GB-WAHL: Deutsche Arbeitgeber hoffen nun auf Realismus bei Brexit-Gesprächen

BERLIN - Die deutschen Arbeitgeber hoffen, dass nach dem Ausgang der Parlamentswahlen in Großbritannien nun die Brexit-Verhandlungen mit mehr Realismus geführt werden. Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer erklärte am Freitag in Berlin: "Weder mit Nationalismus und Anti-EU-Rhetorik noch mit linker Sozialromantik lassen sich Mehrheiten erreichen. Diese Botschaft aus Frankreich hat nun auch die Britischen Inseln erreicht." Es bleibe zu hoffen, "dass nun auch in die Brexit-Verhandlungen mehr Realismus und Pragmatismus Einzug hält".

Frankreich: Industrieproduktion fällt zurück

PARIS - Die französische Industrie hat ihre Produktion im April nach einem starken Vormonat eingeschränkt. Nach Zahlen des Statistikamts Insee vom Freitag lag die Gesamtherstellung 0,5 Prozent tiefer als im März. Analysten hatten dagegen einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich stieg die Produktion um 0,6 Prozent, wohingegen ein Plus von 1,2 Prozent erwartet wurde.

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