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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 07.12.2018

07.12.2018 - 17:09:24

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 07.12.2018. 'Opec+' einigt sich auf Öl-Förderkürzung um 1,2 Million Barrel am Tag

WIEN - Das Ölkartell Opec hat sich mit den verbündeten Ölstaaten einschließlich Russland ("Opec+") auf eine Drosselung der Ölproduktion geeinigt. Wie der iranische Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh am Freitag in Wien dem iranischen Staatsfernsehen sagte, wollen die 25 kooperierenden Staaten künftig 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag weniger fördern. Dabei entfallen 800 000 Barrel auf die 15 Opec-Staaten, die restlichen 400 000 auf die Verbündeten.

USA: Beschäftigung steigt schwächer als erwartet

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft hat im November deutlich weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft seien 155 000 Stellen neu entstanden, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel mit 198 000 neuen Jobs gerechnet. Der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde um 12 000 nach unten revidiert.

USA: Arbeitslosenquote verharrt auf niedrigstem Stand seit fast 50 Jahren

WASHINGTON - In den USA bleibt die Arbeitslosigkeit weiterhin auf dem niedrigsten Niveau seit fast 50 Jahren. Im November habe die Arbeitslosenquote unverändert 3,7 Prozent betragen, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Damit bleibt die Arbeitslosenquote den dritten Monat in Folge auf dem niedrigsten Stand seit 1969. Analysten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet.

USA: Löhne steigen etwas schwächer als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Löhne und Gehälter im November etwas schwächer gestiegen als erwartet. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sie sich um 0,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Der Anstieg im Oktober wurde nachträglich von 0,2 auf 0,1 Prozent korrigiert.

ROUNDUP: Wachstum im Euroraum schwächt sich wie erwartet ab

LUXEMBURG - Im Euroraum hat sich das Wirtschaftswachstum belastet durch eine schwache Entwicklung im Außenhandel wie erwartet abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im dritten Quartal noch um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer dritten Schätzung mit. Die bisherige Berechnung wurde damit bestätigt. Im Vorquartal war die Wirtschaft um 0,4 Prozent gewachsen. In der gesamten Europäischen Union (EU) lag das Wachstum mit 0,3 Prozent etwas höher als im Euroraum.

ROUNDUP: Deutsche Industrie schwächelt - aber Besserung in Sicht

WIESBADEN - Die deutsche Industrie ächzt unter anhaltenden Problemen im Auto-Sektor sowie einer schwachen Konsumgüter- und Energieproduktion. Laut Experten ist aber Besserung in Sicht. Die Gesamtherstellung lag im Oktober 0,5 Prozent unter dem Niveau des Vormonats, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten dagegen im Mittel einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Zudem wurde der bereits magere Zuwachs im Vormonat nachträglich von 0,2 auf 0,1 Prozent gesenkt.

Deutsche Arbeitskosten im dritten Quartal etwas schneller gestiegen

WIESBADEN - Die Arbeitskosten in Deutschland sind im dritten Quartal des laufenden Jahres etwas schneller gestiegen als zuletzt. Im saison- und kalenderbereinigten Vergleich legten sie zum Vorquartal um 1,0 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lagen die Kosten rund 2,7 Prozent höher. Das ist der höchste Wert seit einem Jahr.

Frankreich: Industrieproduktion stärker als erwartet gestiegen

PARIS - Die französische Industrie hat im Oktober deutlicher als von Analysten prognostiziert zugelegt. Die Gesamtproduktion stieg gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent, wie aus Zahlen des Statistikamts Insee vom Freitag hervorgeht. Analysten hatten im Schnitt einen schwächeren Anstieg um 0,7 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich fiel die Herstellung um 0,7 Prozent. Das verarbeitende Gewerbe, das in der Abgrenzung in etwa vergleichbar ist mit der deutschen Industrie, stützte die positive Entwicklung. Die Warenproduktion stieg im Monatsvergleich um 1,4 Prozent. Auch dies lag über den Erwartungen.

Italien: Spekulationen über Rücktritt von Finanzminister Tria

ROM - In Italien nehmen die Spekulationen über einen Rücktritt von Finanzminister Giovanni Tria zu. Hauptgrund ist ein Artikel der Tageszeitung "Il Giornale" vom Freitag, die eine Kurzmitteilung Trias an seinen Freund Renato Brunetta von der Mitte-Rechts-Partei Forza Italia zitiert. Auch andere Zeitungen berichten über die Möglichkeit eines Rücktritts des an der Börse angesehenen Finanzministers.

Kramp-Karrenbauer löst Merkel an CDU-Spitze ab

HAMBURG - CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer löst Kanzlerin Angela Merkel als Parteichefin ab. Die frühere saarländische Ministerpräsidentin setzte sich am Freitag auf dem CDU-Parteitag in Hamburg in einer Stichwahl gegen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz durch.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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