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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 14.08.2019 - 17.00 Uhr

14.08.2019 - 17:01:24

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 14.08.2019 - 17.00 Uhr. 'Weckruf' für Deutschland - Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft

WIESBADEN - Die exportorientierte deutsche Wirtschaft hat im Frühling eine Vollbremsung hingelegt. Belastet von internationalen Handelskonflikten und der Abkühlung der Weltwirtschaft schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in einer ersten Schätzung mit. Zum Jahresanfang war Europas größte Volkswirtschaft noch um 0,4 Prozent gewachsen. Zuletzt hatten sich auch die Aussichten für die kommenden Monate eingetrübt. Ein Konjunkturabsturz im Gesamtjahr wird jedoch nicht erwartet.

ROUNDUP 2/Brexit-Streit: Parlamentspräsident Bercow stemmt sich gegen Johnson

LONDON/BRÜSSEL - Beim Brexit will Parlamentspräsident John Bercow das britische Unterhaus nicht durch Premierminister Boris Johnson kaltstellen lassen. Dafür werde er "bis zum letzten Atemzug kämpfen", sagte Bercow dem "Guardian" (Mittwoch) zufolge im schottischen Edinburgh. Regierungschef Johnson beklagte seinerseits eine "schreckliche Kollaboration" jener, die den Brexit im Parlament blockieren wollten, mit "unseren europäischen Freunden". Die EU werde dadurch nur noch weniger kompromissbereit.

USA: Einfuhrpreise fallen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Preise von importierten Gütern im Juli weniger gefallen als erwartet. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien die Einfuhrpreise um 1,8 Prozent gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten im Mittel einen deutlicheren Rückgang um 2,0 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Einfuhrpreise noch um 2,0 Prozent gefallen. Dies war der stärkste Rückgang seit August 2016 gewesen.

Deutsche Wirtschaft warnt vor Eskalation in Hongkong

BERLIN - Die deutsche Wirtschaft hat vor einer Eskalation der Lage in Hongkong gewarnt. Es sei wichtig, dass der Status quo mit hohen Standards für Rechtssicherheit und Transparenz erhalten bleibe, sagte Friedolin Strack, Sprecher der Geschäftsführung des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

ROUNDUP 2: Salvini will weiterhin Misstrauensvotum gegen Regierungschef

ROM - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hält in der Regierungskrise an einem Misstrauensvotum gegen Regierungschef Giuseppe Conte fest. Am 20. August werde seine rechte Lega dem Ministerpräsidenten im Senat das Vertrauen entziehen, sagte Salvini am Mittwoch dem Radiosender RTL 102.5 nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa. "Je früher gewählt wird, desto besser", fügte Salvini demnach hinzu. Der Vizepremierminister hatte vergangene Woche das Regierungsbündnis mit der Fünf-Sterne-Bewegung in die Krise gestürzt und sich für eine rasche Neuwahl ausgesprochen.

Argentiniens Regierung kürzt nach Wahlschlappe Steuern und Abgaben

BUENOS AIRES - Nach der Schlappe bei den landesweiten Vorwahlen hat der argentinische Präsident Mauricio Macri eine Reihe von Erleichterungen für Arbeiter und Unternehmen angekündigt. "Ich habe euch gehört", sagte der Staatschef in einer Ansprache am Mittwoch. Er versprach Steuerkürzungen für Arbeiter und Angestellte, eine Streckung der Abgaben für kleine und mittelständische Unternehmen, Boni für Beschäftigte im öffentlichen Dienst und eine Anhebung des Mindestlohns. Zudem soll der Benzinpreis für 90 Tage eingefroren werden.

ROUNDUP 2: China verschärft Ton in Hongkong-Krise - Eskalation befürchtet

HONGKONG - China verschärft seine Gangart in der Hongkong-Krise. Nach massiven regierungskritischen Protesten und gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei am Hongkonger Flughafen verglich Peking gewaltbereite Demonstranten mit Terroristen. Zwei US-Kriegsschiffen wurde die Einfahrt in den Hafen Hongkongs untersagt. Zugleich befeuerte die zunehmende Präsenz chinesischen Militärs an der Grenze zu Hongkong international die Sorge, die Lage könne eskalieren. Der Airport erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen Demonstranten, um dort eine erneute Störung des Flugbetriebs zu verhindern.

Eurozone wächst trotz Schrumpfung in Deutschland

LUXEMBURG - Die Eurozone ist im Frühjahr trotz einer leichten Schrumpfung in seiner größten Volkswirtschaft Deutschland etwas gewachsen. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung (BIP) um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Die Statistiker bestätigten damit eine erste Schätzung von Ende Juli.

Eurozone: Industrieproduktion deutlich gesunken

LUXEMBURG - Die Industrieunternehmen der Eurozone haben im Juni deutlich weniger produziert. Die Herstellung sei um 1,6 Prozent im Monatsvergleich gesunken, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Analysten hatten einen Rückgang erwartet, aber nur um 1,5 Prozent.

Großbritannien: Inflation legt überraschend zu

LONDON - In Großbritannien hat sich die Inflation im Juli überraschend verstärkt. Die Verbraucherpreise seien im Jahresvergleich um 2,1 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamts ONS am Mittwoch in London mit. In den Monaten Juni und Mai hatte die Inflationsrate jeweils etwas niedriger bei 2,0 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich stagnierten die Lebenshaltungskosten im Juli.

Niederländische Wirtschaft wächst kräftig - Export und Konsum treiben

DEN HAAG - Anders als Deutschland erfreuen sich die Niederlande eines anhaltend kräftigen Wirtschaftswachstums. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Nachbarlandes stieg im zweiten Quartal 0,5 Prozent zum Vorquartal, wie das Zentralamt für Statistik (CBS) am Mittwoch in Den Haag mitteilte. Der Zuwachs sei den noch vorläufigen Daten zufolge damit ebenso groß wie in den zwei vorangegangen Quartalen. Binnen Jahresfrist legte die fünftgrößte Volkswirtschaft der Eurozone im zweiten Quartal um 2,0 Prozent zu.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

@ dpa.de

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