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Deutschland, Volkswirtschaft

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 08.01.2020 - 17.00 Uhr

08.01.2020 - 17:03:23

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 08.01.2020 - 17.00 Uhr. GESAMT-ROUNDUP 2: Vergeltungsschlag kommt mit Vorwarnung - Schock über Absturz

TEHERAN/WASHINGTON - Nach einem iranischen Vergeltungsangriff auf die US-Truppen im Irak wächst die Angst vor einem neuen Krieg im Nahen Osten. Der Iran schoss in der Nacht zum Mittwoch Raketen auf die vom US-Militär genutzten Stützpunkte Ain al-Assad westlich von Bagdad und im nördlich gelegenen Erbil ab. Über Todesopfer war zunächst nichts bekannt. Teheran nannte die Angriffe einen "Akt der Selbstverteidigung" nach der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani durch einen US-Luftschlag in der vergangenen Woche. Wie die USA reagieren werden, war zunächst unklar. US-Präsident Donald Trump kündigte eine Stellungnahme für diesen Mittwoch an.

GESAMT-ROUNDUP: Iran-Konflikt-Eskalation belastet deutsche Wirtschaft zusätzlich

FRANKFURT/BERLIN - Die deutsche Wirtschaft sieht die Zuspitzung der Auseinandersetzung zwischen den USA und Iran mit Sorge. "Das ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor, dessen wirtschaftliche Auswirkungen nur schwer abzuschätzen sind", ließ der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Holger Bingmann, am Mittwoch mitteilen. "Fakt ist, dass die Region für die Weltölversorgung von maßgeblicher Bedeutung ist und somit jeder Vorfall Unruhe mit sich bringt."

ROUNDUP 2/Brexit: Von der Leyen drängt Johnson zum Einlenken

LONDON - Drei Wochen vor dem geplanten Brexit bringen sich die EU und Großbritannien für das Ringen um die künftigen Beziehungen in Stellung. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen reiste am Mittwoch zu Premierminister Boris Johnson nach London und setzte drei wichtige Botschaften: Der EU-Austritt löst keine Probleme; für enge Beziehungen muss London Zugeständnisse machen; die Zeit zur Klärung der künftigen Partnerschaft ist zu kurz. Johnson sieht alle drei Punkte zumindest offiziell völlig anders.

Umfrage: Wenig Vertrauen in Trumps internationales Agieren

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump bleibt einer Umfrage zufolge international deutlich unbeliebter als Kanzlerin Angela Merkel und andere Regierungschefs. Nur 29 Prozent der Befragten aus 32 Ländern vertrauen demnach darauf, dass der US-Präsident in außenpolitischen Fragen richtig handelt. 64 Prozent misstrauen ihm in dieser Hinsicht.

ROUNDUP: CSU will digitale Investitionen fördern und eine Innovationsanleihe

SEEON - Die CSU will Investitionen in die Digitalisierung mit Sonderabschreibungen steuerlich fördern und zudem eine Innovationsanleihe einführen. Die Anleihe soll mit einem staatlich garantierten Positivzins von 2 Prozent und einer Laufzeit von 10 Jahren ausgestattet werden, wie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt am Mittwoch zum Abschluss der Winterklausur der Landesgruppe im oberbayerischen Kloster Seeon erläuterte.

USA: Privatwirtschaft schafft deutlich mehr Stellen als erwartet - ADP

WASHINGTON - Die Privatwirtschaft der USA hat Ende 2019 deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet. Im Dezember seien 202 000 Arbeitsplätze hinzugekommen, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel nur mit 160 000 neuen Stellen gerechnet.

Indonesien bekräftigt gegen China Anspruch auf Meeresgebiet

JAKARTA - Bei einem Truppenbesuch im Südchinesischen Meer hat der indonesische Präsident Joko Widodo die Entschlossenheit seines Landes bekräftigt, sein Meeresgebiet gegen Ansprüche Chinas zu verteidigen. Widodo besuchte einen Fliegerhorst auf den Natuna-Inseln und zwei vor den Inseln patrouillierende Kriegsschiffe. "Ich bin hier, um sicherzustellen, dass die Rechtshoheit über unsere Meeresressourcen in der exklusiven Wirtschaftszone (Indonesiens) durchgesetzt wird", sagte er dem Präsidialamt zufolge.

Irans Präsident Ruhani warnt USA vor weiteren Angriffen

TEHERAN - Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat sich zu den Raketenangriffen auf vom US-Militär genutzte Stützpunkte im Irak in der Nacht geäußert. "Ich bedanke mich bei den Revolutionsgarden für die konsequente Antwort auf die Tötung von General Ghassem Soleimani", hieß es in einer Erklärung des Präsidenten am Mittwoch. "Falls die Amerikaner weitere Angriffe und Verbrechen gegen den Iran planen sollten, werden wir eine Antwort geben, die noch härter ist als der heutige Angriff", sagte Ruhani weiter.

Brexit: Europaparlament will Freizügigkeit für EU-Bürger fordern

BRÜSSEL - Auch nach dem Brexit will das Europaparlament möglichst weitgehende Freizügigkeit für EU-Bürger nach Großbritannien sichern. Von entsprechenden Zugeständnissen aus London soll abhängen, wie eng die wirtschaftliche Partnerschaft der Europäischen Union mit Großbritannien künftig ausfällt. Dies geht aus dem Entwurf einer Resolution hervor, die das EU-Parlament kommende Woche in Straßburg beschließen will. Sie wird von allen großen Fraktionen mitgetragen.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung verbessert sich leicht

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Dezember leicht verbessert. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg um 0,3 Punkte auf 101,5 Zähler, wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Wert von 101,4 Punkten erwartet. Der Anstieg erfolgt von niedrigem Niveau aus.

ROUNDUP: Deutsche Industrie leidet unter schwachem Auftragseingang

WIESBADEN - Die Schwächephase in der deutschen Industrie nimmt vorerst kein Ende. Im November mussten die Industrieunternehmen beim Auftragseingang überraschend einen Dämpfer einstecken. Im Monatsvergleich seien die neuen Aufträge um 1,3 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Im Jahresvergleich sackten die Aufträge um 6,5 Prozent ab. Ausschlaggebend war eine schwache Entwicklung bei Großaufträgen.

Frankreich: Konsumstimmung fällt erstmals seit einem Jahr

PARIS - Die Stimmung der französischen Verbraucher hat sich zum Jahresende 2019 deutlich eingetrübt. Der vom Statistikamt Insee erhobene Indikator fiel im Dezember gegenüber dem Vormonat um drei Punkte auf 102 Zähler, wie Insee am Mittwoch in Paris mitteilte. Es ist die erste Eintrübung seit einem Jahr. Analysten hatten im Schnitt einen Wert von 104 Punkten erwartet.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

@ dpa.de

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