Deutschland, Volkswirtschaft

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 03.09.2019 - 17.20 Uhr

03.09.2019 - 17:24:24

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 03.09.2019 - 17.20 Uhr. Johnson büßt durch Fraktionswechsel Mehrheit im Unterhaus ein

LONDON - Mit dem Fraktionswechsel eines konservativen Abgeordneten hat der britische Premierminister Boris Johnson am Dienstag seine rechnerische Mehrheit im Parlament eingebüßt. Der Abgeordnete Phillip Lee trat zu den Liberaldemokraten über, wie er in einer Erklärung auf Twitter mitteilte.

USA: Industrie-Stimmung fällt auf den tiefsten Stand seit Januar 2016

WASHINGTON - Die Stimmung in der US-Industrie ist im August auf den tiefsten Stand seit Januar 2016 gefallen. Der Einkaufsmanagerindex ISM sank um 2,1 Punkte auf 49,1 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Dienstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Mittel mit einer leichten Verbesserung auf 51,3 Punkte gerechnet.

USA: Bauausgaben steigen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Bauausgaben im Juli weniger gestiegen als erwartet. Gegenüber dem Vormonat legten sie um 0,1 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet.

GESAMT-ROUNDUP: Union setzt auf nationalen Emissionshandel

BERLIN - Die Union setzt für mehr Klimaschutz auf einen nationalen Emissionshandel beim Verkehr und beim Heizen - will dafür aber Pendler entlasten. Sie strebt außerdem Maßnahmen gegen Dumping-Flugpreise an und zur Senkung der Strompreise. Bahnfahren und der öffentliche Nahverkehr sollen attraktiver werden, damit mehr Menschen vom Auto umsteigen. Die CSU im Bundestag spricht sich in einem Papier für einen "gesellschaftlichen Klimapakt" aus. Die CDU diskutierte in einem "Werkstattgespräch" über Klimaschutz. Zweieinhalb Wochen vor weitreichenden Entscheidungen des Klimakabinetts werden die Pläne der Union damit konkreter.

Geplante Regierung in Italien will 'expansive' Haushaltspolitik

ROM - Die geplante neue italienische Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten (PD) will die Wirtschaft stimulieren und hofft in der Haushaltspolitik auf ein Entgegenkommen der EU. Dies geht aus einem Arbeitsentwurf hervor, den die Sterne am Dienstag veröffentlichten. Die Mitglieder der Partei mussten bei einer Onlineabstimmung der geplanten Koalition noch ihren Segen geben. Eine Entscheidung wird nach 18 Uhr erwartet.

ROUNDUP/Schäuble: Umwelt und Wirtschaft verbinden - Klimapläne werden konkret

BERLIN - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die Politik aufgerufen, bei ihren Klimaschutzplänen Ökologie und soziale Marktwirtschaft zu verbinden. Soziale Marktwirtschaft müsse zu einer ökologischen sozialen Marktwirtschaft weiterentwickelt werden. Daraus erwachse Nachhaltigkeit, sagte der ehemalige CDU-Finanzminister am Dienstag in Berlin zum Auftakt eines "Werkstattgesprächs" zum Klimaschutz. Grüne Null und Schwarze Null schlössen sich nicht aus.

Eurozone: Anstieg der Erzeugerpreise schwächt sich erneut ab

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise in der Industrie erneut abgeschwächt. Im Juli lagen die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, um 0,2 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Das ist der schwächste Anstieg seit November 2016. Im Vormonat hatte der Anstieg noch bei 0,7 Prozent gelegen. Volkswirte hatten mit der Abschwächung des Preisdrucks gerechnet.

Irans Präsident: Keine bilateralen Gespräche mit Trump

TEHERAN - Irans Präsident Hassan Ruhani hat bilaterale Gespräche mit seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump ausgeschlossen. "Bilaterale Gespräche (mit den USA) standen nie auf der Agenda und stehen auch jetzt nicht", sagte Ruhani am Dienstag im iranischen Parlament. Es habe zwar von verschiedenen Seiten Vorschläge für solch ein Treffen gegeben, "aber Irans Antwort sei stets negativ gewesen".

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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