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Digitalisierung, Nachhaltigkeit

Dortmund - SpÀtestens seit der Corona-Krise ist klar, dass Unternehmen die Digitalisierung nicht lÀnger vor sich herschieben können.

14.10.2021 - 11:07:35

Digitainable or dead: Digitalisierung und Nachhaltigkeit gehören zusammen / ISM-Professor ordnet Megatrends im Vorfeld des Campus Symposium ein. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Bericht des Weltklimarats, dass das Thema Nachhaltigkeit ganz oben auf der To-Do-Liste stehen muss. Was also zuerst angehen? Beides, sagt Prof. Dr. Ulrich Lichtenthaler, der an der International School of Management (ISM) zum Zusammenspiel von Digitalisierung und Nachhaltigkeit forscht. Im Vorfeld des Campus Symposium 2021, das unter dem Motto "Verantwortung ĂŒbernehmen - in Digitalisierung. Nachhaltigkeit. MobilitĂ€t." steht, spricht er ĂŒber die Kombination der Megatrends.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden oft im selben Atemzug genannt, wenn es um die großen Aufgaben unserer Zeit geht. In Unternehmen werden Digitalisierungsstrategien geschmiedet und Sustainability Manager eingestellt - viel zu selten werden die Themen aber zusammengedacht, sagt Prof. Dr. Ulrich Lichtenthaler. "Bisher werden Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit meist noch relativ unabhĂ€ngig diskutiert. Auch viele Unternehmen haben spezielle strategische Initiativen gestartet, die sich der digitalen Transformation oder Sustainability widmen, aber nur ganz selten dem Zusammenspiel der beiden", so der Experte. Dabei sind die Wechselwirkungen zahlreich, im Positiven wie im Negativen. "Der Energieverbrauch und die Emissionen durch digitale Produkte und Dienstleistungen stellen eine dunkle Seite der Digitalisierung dar. Gleichzeitig können digitale Lösungen aber auch positiv zur Nachhaltigkeit beitragen, indem Emissionen gesenkt werden. Zum Beispiel geht man davon aus, dass mit digitalen Lösungen die Suche nach ParkplĂ€tzen in InnenstĂ€dten deutlich reduziert und damit das Verkehrsaufkommen um mindestens zehn Prozent verringert werden kann. Im ersten Schritt ist es daher wichtig, dass sowohl Firmen als auch wir alle die positiven und negativen Wechselwirkungen von Digitalisierung und Nachhaltigkeit anerkennen."

WĂ€hrend gerade Betreiber großer Rechenzentren wie Google von effizientem Datenmanagement profitieren oder sich sogenannte CleanTech-Start-ups ganz auf digitale Anwendungen zur Steigerung der Nachhaltigkeit konzentrieren, ist Digitainability, also die Kombination aus Digitalisierung und Nachhaltigkeit, kein Nischenthema. "Es lohnt sich in fast allen Bereichen, zumindest einmal ĂŒber diese Chancen nachzudenken, gerade auch dort, wo Digitalisierung und Nachhaltigkeit bisher so gut wie keine Rolle spielen", sagt Lichtenthaler. "GrundsĂ€tzlich gilt, dass man stark interdisziplinĂ€r vorgehen sollte. Man kann Digitainability nicht einfach an eine Abteilung delegieren. Vielmehr sollten Firmen versuchen, die Potenziale fĂŒr Innovation und Wachstum zu nutzen, indem sie das Thema ganzheitlich angehen."

Besonders in Unternehmen, die noch mit den Folgen der Corona-Krise kĂ€mpfen und auf ein schnelles "back-to-normal" hoffen, sind die Möglichkeiten und der Wille zu neuen Investitionen begrenzt. Mit kleinen Schritten in Richtung Digitalisierung und Nachhaltigkeit lĂ€sst sich aber heute schon eine Dynamik anstoßen, die in Zukunft unverzichtbar ist. "Aufgrund der herausragenden Rolle, die diese beiden Megatrends aktuell spielen und in den kommenden Jahren spielen werden, haben Unternehmen kaum eine andere Wahl, als sich mit beiden Themenfeldern aktiv auseinanderzusetzen - und das ist noch vorsichtig formuliert", prognostiziert Lichtenthaler. "Es geht dabei nicht nur um Investitionen, sondern auch um große Chancen durch Innovation und Wachstum. Wenn einem Unternehmen sowohl Digitalisierung als auch Nachhaltigkeit egal sind, sollten sich die Verantwortlichen ĂŒber mögliche aktuelle GeschĂ€ftserfolge freuen, so lange es noch geht - denn das Ende einer positiven Unternehmensentwicklung wird in solchen FĂ€llen oft absehbar sein. FĂŒr die allermeisten Firmen gilt kĂŒnftig: digital und nachhaltig - oder wenig zukunftsfĂ€hig. Oder auf Englisch auf den Punkt gebracht: digitainable or dead."

Diese und viele weitere Themen zum diesjĂ€hrigen Titel "Verantwortung ĂŒbernehmen - in Digitalisierung. Nachhaltigkeit. MobilitĂ€t." werden am 18. und 19. November beim Campus Symposium beleuchtet, das als Hybrid-Veranstaltung online und in Iserlohn stattfindet. Bei der grĂ¶ĂŸten von Studierenden organisierten Wirtschaftskonferenz ihrer Art tauschen sich zahlreiche namhafte Expert*innen aus, zu denen in diesem Jahr unter anderem der ehemalige Außenminister Joschka Fischer gehört. Weitere Informationen und Tickets gibt es auf campus-symposium.com.

Hintergrund:

Die International School of Management (ISM) ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule in gemeinnĂŒtziger TrĂ€gerschaft und zĂ€hlt zu den fĂŒhrenden privaten Hochschulen in Deutschland. An Standorten in Dortmund, Frankfurt/Main, MĂŒnchen, Hamburg, Köln, Stuttgart und Berlin wird in kompakten und anwendungsbezogenen StudiengĂ€ngen der FĂŒhrungsnachwuchs fĂŒr international orientierte Wirtschaftsunternehmen ausgebildet. Zum Studienangebot gehören Vollzeit-Programme, berufsbegleitende und duale StudiengĂ€nge sowie ab Herbst 2021 das Fernstudium. In Hochschulrankings schafft es die ISM mit hoher LehrqualitĂ€t, InternationalitĂ€t und Praxisbezug regelmĂ€ĂŸig auf die vordersten PlĂ€tze. Das internationale Netzwerk umfasst rund 190 Partnerhochschulen.

Pressekontakt:

Maxie Strate
Leiterin Marketing & Communications
ISM International School of Management GmbH - GemeinnĂŒtzige
Gesellschaft
Otto-Hahn-Straße 19
D-44227 Dortmund
Fon: 0231.97 51 39-31
maxie.strate@ism.de

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