Prozesse, Einzelhandel

Die Pleite der Drogeriemarktkette Schlecker zieht immer noch Kreise.

12.12.2017 - 11:49:25

Zivilprozess in Linz - Österreicher will 20 Millionen Euro von Schlecker-Familie. In Österreich stehen die Kinder und die Ehefrau von Anton Schlecker in einem Zivilprozess vor Gericht. Es geht um 20 Millionen Euro.

Linz - Zwei Wochen nach dem Urteil im Strafprozess gegen den früheren Drogeriemarktunternehmer Anton Schlecker geht die juristische Aufarbeitung der Pleite weiter.

In einem Zivilprozess vor dem Landgericht Linz in Österreich will der Insolvenzverwalter der Schlecker-Nachfolgefirma Dayli 20 Millionen Euro Schadenersatz erstreiten. Der Prozessauftakt ist zunächst zur Festlegung von Sachverständigen, Zeugen und weiterer Termine geplant.

Beklagte sind die Ehefrau von Anton Schlecker sowie seine beiden Kinder. Sie sind nicht zum ersten Prozesstag geladen und werden nach Auskunft ihres Anwalts auch nicht erscheinen.

Als Mitglieder im Aufsichtsrat von Schlecker haben sie nach Auffassung des Klägers zugelassen, dass zwischen 2008 und 2011 insgesamt 174 Millionen Euro von der österreichischen Tochterfirma an das deutsche Mutterunternehmen abgeflossen sind. Dabei habe es sich nicht um ausgewiesene Gewinne, sondern um unzulässige Kredite gehandelt, sagte Dayli-Insolvenzverwalter Rudolf Mitterlehner.

Dayli hatte im August 2012 knapp 1000 Schlecker-Filialen in Österreich übernommen. Ein knappes Jahr später musste auch Dayli Insolvenz anmelden. Davon waren 3500 Beschäftigte betroffen. Mehr als 1000 Gläubiger haben bisher etwa zehn Prozent ihrer Forderungen an Dayli über insgesamt 114 Millionen Euro erhalten. Für die Gläubiger gehe es in dem Verfahren um einen «sehr großen Brocken», erklärte Mitterlehner weiter.

Sollte das Verfahren durch alle Instanzen gehen, könne es Jahre dauern, hieß es. Allerdings sei auch immer ein Vergleich möglich. Da Anton Schlecker offiziell als insolvent betrachtet werde, müsse er sich an die Mitglieder der Familie im Aufsichtsrat halten, so Mitterlehner.

Anton Schlecker war vor zwei Wochen vom Landgericht Stuttgart wegen Bankrotts zu zwei Jahren Haft auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von 54 000 Euro verurteilt worden. Sohn Lars Schlecker erhielt zwei Jahre und neun Monate, Tochter Meike zwei Jahre und acht Monate Haft. Sie haben gegen das Urteil Berufung eingelegt.

@ dpa.de

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