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Bahn, Streiks

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer streikt im laufenden Tarifkonflikt.

24.08.2021 - 14:28:25

Lokführer - Ende des Streiks in Sicht: Bahn will schnellen Normalbetrieb. Nun macht sich die Bahn daran, den Verkehr ab Mittwochfrüh wieder schnell hochzufahren.

  • Lokf?hrer streiken - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

    Symbolkraft? Rote Farbe ist auf einem Schild der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof von Hildesheim heruntergelaufen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

  • Fahrplan durcheinandergewirbelt - Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

    ?Bitte Aushangfahrplan beachten? ist auf einer Anzeigetafel im Dresdener Hauptbahnhof zu lesen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

  • Bahnverkehr in Berlin - Foto: J?rg Carstensen/dpa

    Eine S-Bahn am Berliner Hauptbahnhof am fr?hen Morgen. Foto: J?rg Carstensen/dpa

  • Nahverkehr in NRW - Foto: Roland Weihrauch/dpa

    F?hrt nicht: ein Zug am D?sseldorfer Hauptbahnhof. Foto: Roland Weihrauch/dpa

  • Streik in Bayern - Foto: Daniel Karmann/dpa

    Ein Regionalzug steht vor dem N?rnberger Hauptbahnhof. Foto: Daniel Karmann/dpa

  • Zweiter Streik-Tag - Foto: Roland Weihrauch/dpa

    Nur wenige Fahrg?ste warten am D?sseldorfer Hauptbahnhof. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Lokf?hrer streiken - Foto: Julian Stratenschulte/dpaFahrplan durcheinandergewirbelt - Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpaBahnverkehr in Berlin - Foto: J?rg Carstensen/dpaNahverkehr in NRW - Foto: Roland Weihrauch/dpaStreik in Bayern - Foto: Daniel Karmann/dpaZweiter Streik-Tag - Foto: Roland Weihrauch/dpa

Berlin - Die Deutsche Bahn bereitet nach dem zweitägigen Streik der Lokführergewerkschaft GDL alles für eine schnelle Normalisierung des Zugverkehrs vor.

«Dazu müssen zum Beispiel nachts Züge überführt werden, damit sie zu Betriebsstart am Mittwochmorgen wieder am geplanten Bahnhof losfahren können», teilte der Konzern mit. Beschäftigte machten sich demnach bereits auf den Weg, um am richtigen Ort zu sein, sobald es wieder los geht. Die Bahn geht davon aus, dass der Zugverkehr am Mittwoch wieder weitgehend normal laufen werde.

Seit Montag bestreikt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Tarifkonflikt mit der Bahn den Personenverkehr des Konzerns für 48 Stunden. Im Güterverkehr hatte die Gewerkschaft bereits ab Samstag zum Arbeitskampf aufgerufen. Andere Eisenbahn-Wettbewerber waren nicht direkt betroffen. Laut Arbeitgeberseite lag der Streikschwerpunkt in den ostdeutschen Bundesländern. Zahlreiche Beschäftigte trafen sich unterdessen am Dienstag zu Kundgebungen unter anderem in Köln und in München, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Tickets bleiben gültig

Die Bahn hatte am Montag und Dienstag für alle Reisenden ein Grundangebot von rund 30 Prozent im Fernverkehr aufrecht erhalten. Somit fuhr demnach jeder dritte Schnellzug. Im Regionalverkehr waren 40 Prozent der Züge im Einsatz, je nach Region gab es mit Blick auf das Angebot aber große Unterschiede. So geht die Bahn davon aus, dass in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nur 10 bis 15 Prozent der Züge fahren können, anderswo dagegen deutlich mehr.

70.000 Menschen hätten sich über die zuvor eingerichtete Streik-Hotline über die Auswirkungen auf die eigene Reise informiert, hieß es von der Bahn. Zahlreiche Kundinnen und Kunden hätten ihre Fahrt auf den Sonntag vorgezogen. Das große Chaos an den Bahnhöfen blieb somit aus, auch wenn es an Bahnsteigen und in den fahrenden Zügen durchaus voll werden konnte.

Noch bis zum 4. September behalten vom Streik betroffene Tickets ihre Gültigkeit. Das gilt der Bahn zufolge auch für solche Fahrten, die am Mittwoch noch von den Folgen des Streiks betroffen sind.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will mit dem Streik Druck machen für höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Es ist die zweite Streikrunde im laufenden Tarifstreit. Anders als beim ersten Ausstand in der vorletzten Woche hatten Fahrgäste nun einige Tage mehr Zeit, um sich vorzubereiten. Die GDL hatte die Maßnahmen am Freitag angekündigt.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem 3,2 Prozent mehr Geld sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro. Im Hintergrund geht es aber auch um einen Machtkampf zwischen der GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die Lokführer-Gewerkschaft sieht ihren Einfluss aufgrund des Tarifeinheitsgesetzes gefährdet. Dem Gesetz zufolge gelten in Betrieben mit mehreren Gewerkschaften nur die Tarifverträge der größeren Arbeitnehmervertretung.

@ dpa.de