Arbeitsmarkt, Deutschland

Die gebremste Dynamik zum Jahresende kommt nicht überraschend: Der Winterbeginn sorgt regelmäßig für eine Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt.

30.11.2017 - 06:38:24

Rückgang zuletzt gebremst - Im November knapp 2,38 Millionen Arbeitslose. Denn in Außenberufen führt der Winter meist zu einem Stellenabbau. Das dürfte dieses Jahr nicht anders sein.

Nürnberg - Die spätherbstliche Witterung mit dem üblichen Stellenabbau in den Außenberufen hat nach Experteneinschätzung den Rückgang der Arbeitslosigkeit zuletzt gebremst.

Im November sei die Zahl der Erwerbslosen nur noch um rund 10 000 auf knapp 2,38 Millionen gesunken, sind Volkswirte deutscher Großbanken überzeugt. Dies wären dennoch rund 150 000 weniger als vor einem Jahr. Die Ökonomen berufen sich auf eigene Berechnungen. Die offiziellen November-Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Donnerstag veröffentlichen.

Die deutsche Wirtschaft bleibt - auch jenseits des jahreszeitlichen Auf und Ab - aber ein Jobmotor. Im November hätten Betriebe so viele Arbeitskräfte gesucht wie selten zuvor, geht aus dem Mittwoch veröffentlichten Stellenindex BA-X der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Der seit 2005 bestehende BA-X stieg mit 249 Punkten auf einen neuen Höchststand. Er lag damit um drei Punkte über dem bisherigen Rekord vom Vormonat und 27 Punkte höher als vor einem Jahr. Die Rekordjagd des BA-X dauert damit nun schon gut drei Jahre an.

Nach Erkenntnissen der Bundesagentur gab es zuletzt besonders viele freie Stellen im Handel und in der Industrie, vor allem in der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie. Jede fünfte der gemeldeten freien Stellen stammt aus diesen Branchen. Mit einem Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der offenen Stellen bei qualifizierten Unternehmensdienstleistungen am stärksten gewachsen. Dazu gehören unter anderem Unternehmensberater, Werbeagenturen, Architekten, Makler und IT-Dienstleister.

Der deutsche Arbeitsmarkt wird nach Einschätzung der befragten Volkswirte weiter von der robusten Konjunktur profitieren. «Zum Jahresende sind die Aussichten für Beschäftigte und Arbeitsuchende so gut wie lange nicht mehr. Die Auftragslage der deutschen Wirtschaft ist exzellent, die Kapazitäten werden ausgeweitet», meint etwa der Chefvolkswirt der KfW-Bankengruppe, Jörg Zeuner. Vielen Firmen bereite das allerdings zunehmend Kopfzerbrechen. «100 Tage braucht ein deutsches Unternehmen heute im Schnitt, um eine neue Stelle zu besetzen, doppelt so lange wie 2010», sagt Zeuner. Abgemildert werde das Problem von gut ausgebildeten Zuwanderern.

@ dpa.de

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