Deutschland, Energie

Die Gasspeicher werden aktuell für den Winter befüllt.

18.08.2022 - 07:13:53

Netzagentur hält regionalen Gasmangel für wahrscheinlich. Bis November soll das Volumen bei 95 Prozent liegen. Doch diese Zielmarke dürfte nicht erreichbar sein, befürchtet der Chef der Bundesnetzagentur.

  • Die Bundesnetzagentur rechnet damit, dass es im kommenden Winter zumindest regional einen Gasmangel in Deutschland geben könnte. - Foto: picture alliance / dpa

    picture alliance / dpa

  • «Einen durchschnittlichen Füllstand von 95 Prozent zum 1. November verfehlen wir in all unseren Szenarien», sagt Bundesnetzagentur-Chef Müller. - Foto: picture alliance / dpa

    picture alliance / dpa

Die Bundesnetzagentur rechnet damit, dass es im kommenden Winter zumindest regional einen Gasmangel in Deutschland geben könnte. - Foto: picture alliance / dpa«Einen durchschnittlichen Füllstand von 95 Prozent zum 1. November verfehlen wir in all unseren Szenarien», sagt Bundesnetzagentur-Chef Müller. - Foto: picture alliance / dpa

Die Bundesnetzagentur rechnet damit, dass es im kommenden Winter zumindest regional einen Gasmangel in Deutschland geben könnte. «Vermutlich wären die Einschränkungen erst einmal temporär und können auch wieder enden oder mehrfach auftreten», sagte Behördenchef Klaus Müller dem Nachrichtenportal T-Online in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. In dem Fall müsse man dafür sorgen, dass Gas gut durchs Land transportiert werde.

Das Szenario eines regionalen Gasmangels sei wahrscheinlich, sagte Müller. «Womöglich aber läuft es sogar etwas besser.» Dafür müsste gewährleistet sein, dass die Gasimporte im kommenden Jahr größer ausfallen – zum Beispiel, weil die zwei zusätzlichen privaten Flüssiggasterminals so früh wie möglich fertig sind oder Deutschland zusätzliches Gas aus Frankreich bekommt. «Dann könnten wir davon ausgehen, dass wir unsere Speicher nächsten Sommer wieder schneller füllen können.»

Die fast vollständige Befüllung der Speicher vor diesem Winter hält Müller für unwahrscheinlich. «Einen durchschnittlichen Füllstand von 95 Prozent zum 1. November verfehlen wir in all unseren Szenarien. Das werden wir kaum hinkriegen, weil einzelne Speicher von einem sehr niedrigen Füllstand gestartet sind.»

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Katar wird größter Aktionär von RWE. Über eine komplizierte Finanzierung wird Katar der größte Aktionär des Essener Energieunternehmens. RWE übernimmt die amerikanische Solarfirma Con Edison Clean Energy Businesses - so weit, so gut. (Wirtschaft, 02.10.2022 - 17:25) weiterlesen...

Opposition fordert Plan für Verteilung bei Gasmangel. Doch was geschieht bei einer Mangellage? Wen könnte es als erstes treffen? Die Opposition erwartet von der Ampel-Koalition dazu keinen klaren Plan. Die Gasspeicher sind gefüllt - vorerst. (Wirtschaft, 02.10.2022 - 13:49) weiterlesen...

Bundesnetzagentur: Gaspreisdeckel bis Sommer 2024 nötig. Aber wie lange? Der Chef der Netzagentur überbringt der Politik eine Hiobsbotschaft. Verbraucher und Firmen sollen vom Staat wegen der gestiegenen Energiepreise mit viel Geld gestützt werden. (Politik, 02.10.2022 - 05:28) weiterlesen...

Buschmann: Deutsche Ermittlungen zu Pipeline-Lecks möglich. Er bringt eine Strafverfolgung durch den Generalbundesanwalt ins Gespräch. Möglicherweise handele es sich bei den Explosionen um verfassungsfeindliche Sabotage, so der Bundesjustizminister. (Politik, 02.10.2022 - 01:14) weiterlesen...

Ministerium: Gespeichertes Gas ist nicht für Deutschland reserviert Die Bundesregierung weiß nicht, welcher Anteil des eingespeicherten Gases im Winter für deutsche Unternehmen zur Verfügung steht. (Wirtschaft, 02.10.2022 - 00:08) weiterlesen...

Mieter quer durch alle Schichten sorgen sich um Nebenkosten. Mieter sind wegen der anstehenden Nebenkostenabrechnung zunehmend in Sorge. Die Furcht vor hohen Rechnungen zieht sich durch alle Einkommensschichten. Gas- und Strompreise steigen weiter rasant. (Wirtschaft, 01.10.2022 - 14:18) weiterlesen...