Energie, Wirtschaftskrise

Die EU-Kommission hat die Hilfen Deutschlands von bis zu 34,5 Milliarden Euro für Uniper genehmigt.

20.12.2022 - 20:46:34

EU-Kommission genehmigt bis zu 34,5 Milliarden Euro für Uniper

Die Gelder sollen das Unternehmen in die Lage versetzen, seine Kunden weiterhin zu beliefern und dazu beitragen, schwerwiegende Störungen auf dem deutschen Gasmarkt zu vermeiden, hieß es. Die Kommission, die in der EU für einen fairen Wettbewerb sorgen soll, kam zu dem Ergebnis, dass der Beihilfebetrag nicht über das Minimum hinausgehe, das erforderlich sei, um die Rentabilität von Uniper zu gewährleisten, und dass die Beihilfe nicht über die Wiederherstellung der Kapitalposition des Unternehmens im Vergleich zu der Zeit vor der Energiekrise hinausgehen werde.

Dies werde auf zweierlei Weise sichergestellt: "Erstens werden die Verluste, die durch die Beihilfe gedeckt werden können, durch die Wiederbeschaffungskosten für bereits bestehende Verträge bestimmt, und zweitens durch einen Rückforderungsmechanismus, mit dem sich Deutschland verpflichtet, dass Uniper alle bis Ende 2024 im Vergleich zu ihrer Eigenkapitalposition Ende 2021 hinzugewonnenen Mittel an den Staat zurückgibt", so die Kommission. Uniper ist der größte Gasversorger in Deutschland. Das Unternehmen liefere Strom oder Gas an über 420 der insgesamt rund 900 kommunalen Versorgungsunternehmen in Deutschland, hieß es weiter. Nach der Aggression Russlands gegen die Ukraine und der anschließenden Unterbrechung der Gaslieferungen aus Russland hatte Uniper schwere Verluste erlitten, die zu Liquiditätsproblemen führten. Experten hatten vor einem Domino-Effekt bei Energieversorgern gewarnt.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Länder fordern schnelle Hilfsregelung für Öl- und Pelletheizungen Die Landesregierungen machen Druck auf Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), die Härtefall-Hilfen für Haushalte mit Öl- und Gasheizungen zügig auf den Weg zu bringen. (Wirtschaft, 03.02.2023 - 01:03) weiterlesen...

Wüst kritisiert ausbleibende Energie-Härtefallhilfen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Bundesregierung dafür kritisiert, entgegen ihrer Zusagen nicht für eine Entlastung von kleinen und mittleren Unternehmen gesorgt zu haben, die mit Öl und Pellets heizen. (Wirtschaft, 02.02.2023 - 02:04) weiterlesen...

Verband für Erneuerbare will schnelle Antwort auf US-Subventionen Der "Bundesverband Erneuerbare Energien" (BEE) fordert eine schnelle Umsetzung der EU-Antwort auf den "Inflation Reduction Act" (IRA) der USA, mit dem US-Präsident Joe Biden insbesondere in erneuerbare Energien und Wasserstoff investiert. (Wirtschaft, 01.02.2023 - 15:23) weiterlesen...

Bundesregierung glaubt an sichere Stromversorgung bis 2031 Die Bundesregierung hält die Stromversorgung in Deutschland für bis ins Jahr 2031 "auf weiterhin hohem Niveau gewährleistet". (Wirtschaft, 01.02.2023 - 12:25) weiterlesen...

NRW fordert Stadtwerke zu Preissenkungen auf Nach dem Rückgang der Gas- und Strompreise im Großhandel fordert NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) die Versorger auf, die Senkungen an Verbraucher weiterzugeben. (Wirtschaft, 01.02.2023 - 02:03) weiterlesen...

Energie-Institut: Gas ab 2025 fast so billig wie vor der Krise Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln (EWI) erwartet ab 2025 eine dauerhafte Rückkehr niedriger Gaspreise. (Wirtschaft, 01.02.2023 - 01:04) weiterlesen...