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Agrar, Umwelt

Die EU-Agrarreform ist unter Dach und Fach.

25.06.2021 - 15:56:07

Umweltschutz - EU-Agrarreform beschlossen - Grüne laufen Sturm. Doch Umweltverbände und die Grünen erklären ihren Widerstand.

Brüssel - Die EU-Staaten und das Europaparlament haben sich im Streit um die Reform der milliardenschweren europäischen Agrarpolitik auf einen Kompromiss geeinigt.

Künftig soll mehr Geld in Umwelt- und Klimaschutz investiert werden, wie der Vorsitzende des Agrarausschusses, Norbert Lins (CDU), am Freitag bestätigte. Die Einigung über die für die Jahre 2023 bis 2027 rund 270 Milliarden Euro umfassende EU-Agrarpolitik muss noch formell bestätigt werden.

Noch während der Verhandlungen um das 270-Milliarden-Programm hatten doe Grüne und Umweltverbände Widerstand gegen die bisher gefundenen Kompromisse angekündigt.

«Wir Grüne werden diesen Deal nicht unterstützten», sagte zuvor der EU-Abgeordnete Bas Eickhout. Die Befürchtung sei, dass geplante Verbesserungen für Umwelt und Klima ihre Wirkung verfehlten. So soll zwar künftig ein großer Teil der Gelder an sogenannte Ökoregeln - also freiwillige Umweltauflagen für Landwirte - geknüpft sein, wie diese aber konkret aussehen, sei unklar.

«Wir haben keine Zeit mehr für schlechte Deals», sagte Eickhout mit Blick auf Artensterben und Klimakrise. Auch Umweltverbände laufen Sturm gegen die Reform. Wenn es um Landwirtschaft gehe, höre die EU nicht auf die Wissenschaft, kleine Betriebe oder ihren eigenen Rechnungshof, kritisierte etwa Greenpeace.

Der EU-Rechnungshof hatte Anfang der Woche einen Bericht veröffentlicht, wonach 100 Milliarden Euro, die extra für Klimaschutz bestimmt waren, nicht dazu geführt haben, dass die Landwirtschaft klimafreundlicher geworden sei. Der Deal in seiner jetzigen Form sei ein schlechter Deal, teilte der WWF mit. Er helfe weder der Umwelt noch der Landwirtschaft dabei, umweltfreundlicher zu produzieren.

© dpa-infocom, dpa:210625-99-143850/3

@ dpa.de