Energie, Umweltschutz

Deutschland droht seine Klimaziele zu verfehlen, weil nicht so viel Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird wie erhofft.

22.12.2022 - 12:19:09

Bericht: Deutschland droht Klimaziele zu verfehlen

Das geht aus einem noch unveröffentlichten Monitoring-Bericht des Wirtschaftsministeriums hervor, über den das Portal "Business Insider" berichtet. Demnach betrug die Leistung von Wind- und Solaranlagen, die laut Bericht "beiden zentralen Energieträger für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Stromversorgung in Deutschland", bis Ende September insgesamt rund 129 Gigawatt (Windenergie an Land: 57,3, Photovoltaik: 63,4 GW, Windenergie auf See: ca. 8 GW).

Weil die Bundesregierung die Ausbauziele für erneuerbare Energien zur Erreichung des international vereinbarten 1,5-Grad-Klimaziels erhöht hat, reiche die Leistung der erneuerbaren Energien jedoch nicht. "Sowohl mit Blick auf die aktuell rechtswirksam ausgewiesenen Flächenkulisse als auch die aktuellen Genehmigungszahlen für die Windenergie an Land wird deutlich, dass diese nicht ausreichen, um die derzeitigen Ziele bis 2030 und darüber hinaus zu erreichen", heißt es in dem Papier. Um die Zwischenziele bei Windkraftanlagen 2027 zu erreichen, müsse die aktuell ausgewiesene Fläche für Windräder mehr als verdoppelt werden. Auch die Genehmigungsprozesse bei erneuerbaren Energien dauern zu lang, warnt das Ministerium: "Bei den aktuellen Verfahrensdauern zeigt sich ebenfalls weiterhin ein problematisches Bild. Wird die Dauer ab Ersteinreichung des Antrags bei der genehmigenden Stelle bis zur Genehmigungserteilung definiert, liegt die durchschnittliche Verfahrensdauer in Deutschland bei mehr als zwei Jahren."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Wüst kritisiert ausbleibende Energie-Härtefallhilfen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Bundesregierung dafür kritisiert, entgegen ihrer Zusagen nicht für eine Entlastung von kleinen und mittleren Unternehmen gesorgt zu haben, die mit Öl und Pellets heizen. (Wirtschaft, 02.02.2023 - 02:04) weiterlesen...

Verband für Erneuerbare will schnelle Antwort auf US-Subventionen Der "Bundesverband Erneuerbare Energien" (BEE) fordert eine schnelle Umsetzung der EU-Antwort auf den "Inflation Reduction Act" (IRA) der USA, mit dem US-Präsident Joe Biden insbesondere in erneuerbare Energien und Wasserstoff investiert. (Wirtschaft, 01.02.2023 - 15:23) weiterlesen...

Bundesregierung glaubt an sichere Stromversorgung bis 2031 Die Bundesregierung hält die Stromversorgung in Deutschland für bis ins Jahr 2031 "auf weiterhin hohem Niveau gewährleistet". (Wirtschaft, 01.02.2023 - 12:25) weiterlesen...

NRW fordert Stadtwerke zu Preissenkungen auf Nach dem Rückgang der Gas- und Strompreise im Großhandel fordert NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) die Versorger auf, die Senkungen an Verbraucher weiterzugeben. (Wirtschaft, 01.02.2023 - 02:03) weiterlesen...

Energie-Institut: Gas ab 2025 fast so billig wie vor der Krise Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln (EWI) erwartet ab 2025 eine dauerhafte Rückkehr niedriger Gaspreise. (Wirtschaft, 01.02.2023 - 01:04) weiterlesen...

Bundesnetzagentur treibt Offshore-Windkraft-Ausbau voran Die Bundesnetzagentur hat am Dienstag Flächen in der Nord- und Ostsee für Windenergieanlagen auf See mit einer Gesamtleistung von 7.000 MW ausgeschrieben. (Wirtschaft, 31.01.2023 - 16:36) weiterlesen...