Produktion, Absatz

Deutsche Möbelhersteller fürchten ungeregelten Brexit

13.01.2019 - 14:48:25

Deutsche Möbelhersteller fürchten ungeregelten Brexit. KÖLN - Die stark vom Export abhängige deutsche Möbelindustrie fürchtet bei einem ungeregelten Brexit einen deutlichen Einbruch der Geschäfte. Gerechnet werde in diesem Fall mit einem Exportrückgang um etwa 25 Prozent im Geschäft mit Großbritannien, teilte der Verband der Deutschen Möbelindustrie in Köln im Vorfeld der Möbelmesse IMM mit. Zu der internationalen Fachmesse werden ab Montag (14. Januar) bis zum Sonntag rund 150 000 Besucher erwartet. Von Freitag an ist die Messe auch für das breite Publikum geöffnet.

Ein solcher Umsatzeinbruch im Geschäft mit Großbritannien würde im laufenden Jahr die erwarteten Exportzuwächse in anderen Auslandsmärkten voraussichtlich kompensieren, hieß es. Ziel sei es derzeit, die Exporte deutscher Möbel vor allem nach China, in die USA sowie nach Russland und nach Skandinavien weiter auszubauen, kündigte der Präsident des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Axel Schramm, an.

Großbritannien steht derzeit mit einem Umsatz von gut 700 Millionen Euro im Jahr hinter Frankreich, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden auf dem fünften Platz der wichtigsten Exportländer der Branche. Bei einem günstigeren Szenario ohne harten Brexit gehe die Branche dagegen im laufenden Jahr von einem Umsatzplus um zwei Prozent aus, sagte Schramm. In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres war der Umsatz nach den bereits vorliegenden Zahlen insgesamt um 1,1 Prozent auf knapp 15 Milliarden Euro angestiegen. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet die deutsche Möbelindustrie ein Umsatzplus von einem Prozent auf rund 18 Milliarden Euro.

Bei der nach Angaben der Veranstalter weltgrößten Möbelmesse in Köln präsentieren die Hersteller neue Trends wie etwa vegane Möbel ohne tierische Produkte oder Einrichtungen in der aktuellen Trendfarbe Orange. Mit einer neuen Initiative wollen die deutschen Hersteller zudem die Kennzeichnung "Made in Germany" stärker in den Vordergrund rücken.

@ dpa.de

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