Internet, Nahrungsmittel

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) sieht durch den Start von Amazon Fresh im deutschen Lebensmittel-Markt einerseits Vorteile für die Konsumenten, andererseits aber auch Risiken für Mitbewerber.

04.05.2017 - 11:01:41

Verbraucherschützer sehen Risiken für Mitbewerber durch Amazon Fresh

"Die Stärkung von kleineren Anbietern über einen Onlinemarktplatz könnte den stark konzentrierten Lebensmittelmarkt in Deutschland aufmischen", schreibt die Handelsexpertin des VZBV, Linn Selle, in einem Beitrag für das "Handelsblatt". Derzeit verfügten die großen vier Player im stationären Lebensmitteleinzelhandel über einen Marktanteil von 85 Prozent.

"Die Etablierung und das Wachstum neuer digitaler Player ermöglicht es, die starke Marktposition der `big four` anzugreifen ? das ist langfristig gut für Verbraucher und auch für Produzenten." Die Entwicklung müsse jedoch genau beobachtet werden. Denn mit seinem Amazon-Prime-Dienst bündele der Onlineriese schon heute seine vielfältigen Dienstleistungen ? vom Streaming-Dienst bis zum Premium-Lieferservice ? und binde so Kunden an sich. "Für den Kunden zunächst praktisch, verringert dies langfristig den Wettbewerb, da der Wechsel zu anderen ? vielleicht günstigeren, aber weniger breit aufgestellten ? Anbietern erschwert wird", schreibt Selle. Gleichwohl bringe der Wandel des Lebensmittelmarktes durch Digitalisierung Vorteile für Verbraucher mit sich. "Neben der weiteren Individualisierung und Regionalisierung des Lebensmitteleinkaufs bietet der Einstieg von Amazon Fresh damit auch die Chance, den Weg zwischen Herstellern und Kunden zu verkürzen", erläuterte die VZBV-Expertin. Im Vereinigten Königreich, wo Amazon Fresh seit Mitte 2016 aktiv ist, könnten Verbraucher beispielsweise gezielt Produkte von lokalen Herstellern über die Plattform kaufen. Um jedoch zu gewährleisten, dass diese Vielfalt auf Dauer erhalten bleibe, müssten "Konzentrationstendenzen im digitalen Markt" früh erkannt werden, betonte Selle. "Systeme müssen von Anfang an so entwickelt werden, dass Verbraucher nicht unumkehrbar von einzelnen Anbietern abhängig werden (sogenannte `Lock-In`-Effekte) und digitale Monopole verhindert werden."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

MeVis Medical Solutions AG: MeVis veröffentlicht Zahlen für das erste Quartal im Geschäftsjahr 2017/2018. MeVis Medical Solutions AG: MeVis veröffentlicht Zahlen für das erste Quartal im Geschäftsjahr 2017/2018 MeVis Medical Solutions AG: MeVis veröffentlicht Zahlen für das erste Quartal im Geschäftsjahr 2017/2018 (Boerse, 20.02.2018 - 17:21) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Infineon an der Dax-Spitze - Konsolidierungsfantasie stützt. Dies stütze auch die Anteilscheine von Infineon. In den USA stiegen Analog Devices , Xilinx , KLA-Tencor und Applied Materials zwischen 2 und 3 Prozent und führten die Kursgewinner im Nasdaq 100 Index an. FRANKFURT - Die Aktien von Infineon seine Offerte für den niederländischen Konkurrenten NXP nachgebessert hatte, bleibe die Konsolidierungsfantasie in dem Sektor am "köcheln", sagte der Experte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel. (Boerse, 20.02.2018 - 17:10) weiterlesen...

Qualcomm hebt Gebot für Chipfirma NXP an. Um die NXP-Aktionäre zu überzeugen, erhöht Qualcomm sein Gebot von 110 Dollar je Aktie auf 127,50 Dollar. Damit wäre die Transaktion 44 Milliarden Dollar schwer. Mit neun NXP-Aktionären, die zusammen mehr als 28 Prozent der ausstehenden Aktien halten, seien bereits verbindliche Vereinbarungen geschlossen worden, teilte Qualcomm am Dienstag mit. Darunter ist auch der Fonds Elliott des Milliardärs Paul Singer, der bisher einen höheren Preis forderte. SAN DIEGO - Der Chipkonzern Qualcomm will die Übernahme des Halbleiter-Spezialisten NXP mit einem nachgebesserten Angebot doch noch zum Erfolg bringen. (Boerse, 20.02.2018 - 16:55) weiterlesen...

Sony entwickelt App für japanische Taxi-Firmen. Für die sechs Unternehmen mit insgesamt 10 000 Fahrzeugen soll Sony eine App mit künstlicher Intelligenz entwickeln und die Bezahl-Infrastruktur stellen. Die Allianz stehe auch für andere Unternehmen offen, betonten die Partner am Dienstag. TOKIO - Der Elektronik-Riese Sony will im Mobilitätsgeschäft der Zukunft mitmischen und geht eine Allianz mit japanischen Taxi-Firmen ein. (Boerse, 20.02.2018 - 15:54) weiterlesen...

Qualcomm erhöht Angebot für NXP. Um die Gunst der NXP-Aktionäre zu gewinnen, erhöht der Konzern sein Angebot von 110 US-Dollar je Aktie auf 127,50 Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in San Diego mitteilte. Damit wäre die Transaktion 44 Milliarden Dollar schwer. Qualcomm habe verbindliche Vereinbarungen mit neun NXP-Aktionären geschlossen, die zusammen mehr als 28 Prozent der ausstehenden Aktien halten. Darunter sei auch der Fonds Elliott des Milliardärs Paul Singer. SAN DIEGO - Der US-Chiphersteller Qualcomm bessert seine Offerte für den niederländischen Konkurrenten NXP nach. (Boerse, 20.02.2018 - 12:52) weiterlesen...

Mobilfunker wollen unerwünschte Drohnen abwehren. Vodafone setzet dabei auf den schnelle Mobilfunkstandard LTE. Er sei die Basis für das neue Radio Positioning System (RPS), teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dabei werden die Drohnen mit LTE-Modulen ausgestattet und senden darüber ihre Flugdaten an eine Basisstation. Nähern sich Drohnen einer Sicherheitszone etwa auf einem Flughafen, können die Fluggeräte von Behörden automatisch an einer sicheren Stelle zur Landung gezwungen oder zum Betreiber zurückgelotst werden. DÜSSELDORF - Mobilfunk-Unternehmen in Deutschland wollen mit Erkennungssystemen für Drohnen für mehr Sicherheit im Flugverkehr sorgen. (Boerse, 20.02.2018 - 11:19) weiterlesen...