Auto, VW

Der Rubel rollt bei Volkswagen - trotz aller Belastungen aus Dieselaffäre und drohenden Fahrverboten.

13.03.2018 - 07:03:24

Wachstum trotz Dieselaffäre - Volkswagen legt detaillierte Jahreszahlen für 2017 vor. Baustellen für den Konzern gibt es dennoch reichlich, E-Mobilität und Digitalisierung müssen bewältigt werden.

Wolfsburg/Berlin - Nach einem starken Jahr 2017 will Volkswagen trotz des Dieselskandals und drohender Fahrverbote wieder durchstarten. Zugleich beschäftigen drohende Fahrverbote den Konzern. Außerdem muss Volkswagen den grundlegenden Wandel hin zu Elektromobilität und Digitalisierung bewältigen.

Heute Vormittag legt Volkswagen die detaillierten Ergebnisse des vergangenen Jahres sowie den Geschäftsbericht für 2017 vor. Die Eckdaten hatte der Konzern bereits veröffentlicht.

Mit unterm Strich 11,4 Milliarden Euro fiel der auf die Aktionäre entfallende Gewinn 2017 nicht nur mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Gleichzeitig war es ein größerer Überschuss als im letzten vollen Jahr vor Beginn der Dieselaffäre - nämlich 2014. Der Umsatz stieg um 6,2 Prozent auf 230,7 Milliarden Euro. Damit trotzt VW den Debatten um Fahrverbote und Milliardenlasten zumindest in der Bilanz.

Ein großes Thema dürfte auch die eigene Konzernstruktur werden. Derzeit gebe es einen Trend zu Dachgesellschaften, wie die Beispiele Daimler und möglicherweise auch Continental zeigten, schrieb NordLB-Analyst Frank Schwope. Derartige Strukturen dienten der Übersichtlichkeit und verkürzten Entscheidungsprozesse. Allerdings sei bei den Lkw-Marken MAN und Scania eine Modellstrategie wie im Pkw-Sektor - etwa gemeinsame Motoren oder Achsen - bei weitem noch nicht umgesetzt. Dies werde noch einige Jahre dauern.

Dennoch hat VW einen Börsengang seiner Lastwagen-Sparte, zu der neben MAN auch Scania gehört, weiter im Blick. Wir halten uns auf dem Weg zum Global Champion alle Optionen offen», hatte eine Sprecherin der Volkswagen Truck & Bus GmbH Anfang März mitgeteilt. Zuvor hatte das «Handelsblatt» berichtet, VW wolle das Tochterunternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandeln, um eine Grundlage für den Börsengang zu schaffen. Dem würde der Betriebsrat nach eigenen Angaben aber nur zustimmen, wenn die vereinbarten Jobgarantien Bestand haben.

Analyst Schwope urteilte, für Volkswagen gebe es keine Notwendigkeit eines Börsengangs. Ein Börsengang in den nächsten Monaten würde «Werte verschenken». Zugleich geht er davon aus, dass die Dieselaffäre für VW wohl weitgehend ausgestanden sei. Das zeigt sich am guten Lauf im Tagesgeschäft: VW hat 2017 mit einem Absatzplus von 4 Prozent auf 10,74 Millionen ausgelieferte Pkw und Nutzfahrzeuge den Spitzenplatz als weltweit größter Autokonzern verteidigt. Der Umsatz stieg um 6,2 Prozent auf 230,7 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr soll der Umsatz um bis zu 5,0 Prozent steigen und der Auslieferungsrekord von 2017 leicht übertroffen werden.

VW-Markenchef Herbert Diess forderte unlängst eine Beteiligung ausländischer Autohersteller an der Lösung der Diesel-Probleme. Angesichts der Weigerung ausländischer Anbieter hatten die deutschen Autokonzerne Anfang Februar angekündigt, mehr Geld in einen Fonds für saubere Luft in Städten einzuzahlen. Volkswagen, Daimler und BMW übernehmen den für die gesamte Autobranche vorgesehenen Anteil von 250 Millionen Euro komplett. Damit kommt der vom Bund ins Leben gerufene Förderfonds für kommunale Maßnahmen gegen zu viele Diesel-Abgase auf das volle Volumen von einer Milliarde Euro.

@ dpa.de

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