Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

USA, Autoindustrie

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat vor einem Scheitern des Projekts von US-Elektroautobauer Tesla in Brandenburg wegen überzogener Umweltauflagen gewarnt.

14.02.2020 - 16:59:38

DIW-Chef fürchtet Scheitern des Tesla-Projekts in Brandenburg

Anhand des Falls Tesla zeige sich, ob Deutschland es ernst meine, die Attraktivität seines Wirtschaftsstandorts zu verbessern, sagte Fratzscher dem "Handelsblatt". "Ein Scheitern wäre ein fatales Signal", so der DIW-Chef weiter.

Es sei "besorgniserregend", dass die Politik noch immer nicht verstanden habe, dass sie eine Verantwortung habe, damit Unternehmen in Deutschland investierten. Es wäre ein Armutszeugnis, wenn die deutsche Politik daran scheiterte, Tesla in Deutschland anzusiedeln, "weil ein paar Ameisenhaufen nicht schnell genug verschoben werden können", sagte Fratzscher. Andere Ökonomen lehnen es ab, bei Tesla in Bezug auf das Genehmigungsverfahren einen anderen Maßstab anzulegen. "Natürlich kann man darüber diskutieren, ob jedes dieser Gesetze notwendig ist", sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, mit Blick auf die Umweltschutzauflagen. "Aber nur, weil es Tesla ist, eine Investition mit hohem Symbolwert, kann man keine Ausnahmen machen", so der Ökonom weiter. Wenn Tesla "ernsthaft" an der Ansiedlung in Brandenburg interessiert sei, müsste das Unternehmen sich mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen vertraut gemacht haben und wissen, dass es diese Auflagen gebe. "Sollte Tesla sich wegen der Umsiedlung einiger Ameisenhaufen von dem Projekt zurückziehen, muss man davon ausgehen, dass das Interesse nicht so ernsthaft war, wie behauptet", sagte Fuest dem "Handelsblatt". Wenn Tesla jetzt einen anderen Standort wähle, werde man das Werk dort kaum schneller bauen können. Ähnlich sieht es Oliver Holtemöller, Vizepräsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Bei Tesla seien wie in jedem anderen Fall auch die einschlägigen gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. "Die Verlässlichkeit des Rechtsstaates ist ökonomisch bedeutsamer als die Ansiedlung eines einzelnen Unternehmens", sagte Holtemöller. Andererseits hält es der IWH-Vize für denkbar, einen "etwaigen Spielraum" innerhalb der geltenden Gesetze zugunsten einer solch "prestigeträchtigen und technologisch bedeutenden Ansiedlung" zu nutzen. Aus ökonomischer Perspektive wäre dies vermutlich sinnvoll. "Das sollte möglichst im Dialog mit den Einwohnern vor Ort erfolgen, denn die soziale Akzeptanz ist für die wirtschaftliche Stabilität langfristig auch wichtig", sagte Holtemöller dem "Handelsblatt".

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

TV-Debatte der US-Demokraten vor wichtiger Vorwahl in South Carolina. Im Rennen um die Kandidatur liegt nach Vorwahlen in bislang drei Bundesstaaten der linke Senator Bernie Sanders vorne. Für die Debatte in Charleston in South Carolina haben sich insgesamt sieben der acht noch verbliebenen Bewerber qualifiziert. WASHINGTON - Vor der wichtigen Vorwahl im US-Bundesstaat South Carolina kommen die Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten in der Nacht zum Mittwoch (2.00 Uhr MEZ) zu ihrer nächsten Fernsehdebatte zusammen. (Wirtschaft, 25.02.2020 - 19:27) weiterlesen...

Ölpreise geben mit Aktienmärkten nach. Marktteilnehmer nannten die anhaltend schlechte Stimmung an den internationalen Aktienmärkten als Grund. Die Ausbreitung des von China ausgehenden Coronavirus sorgt für Unsicherheit und schürt Konjunkturängste. Darunter leiden auch die Preise vieler Rohstoffe. NEW YORK/LONDON - Die Ölpreise haben am Dienstag an ihre Verluste vom Wochenstart angeknüpft. (Boerse, 25.02.2020 - 18:23) weiterlesen...

TAGESVORSCHAU: Termine am 26. Februar 2020. FRANKFURT - Wirtschafts- und Finanztermine am Mittwoch, den 26. Februar: TAGESVORSCHAU: Termine am 26. Februar 2020 (Boerse, 25.02.2020 - 17:31) weiterlesen...

New York: US-Börsen setzen Talfahrt fort. Die Verunsicherung über das Ausmaß der internationalen Ausbreitung des Coronavirus ist hoch. Sie hatte die Wall Street bereits am Vortag steil auf Talfahrt geschickt und den Dow Jones Industrial mehr als 1000 Punkte gekostet. NEW YORK - Die US-Aktienmärkte sind am Dienstag nach einem stabilen Auftakt in die Verlustzone gedreht. (Boerse, 25.02.2020 - 17:25) weiterlesen...

Deutscher wird Mastercard-Chef - Umsatzwarnung wegen Coronavirus (Boerse, 25.02.2020 - 17:08) weiterlesen...

USA: Verbraucherstimmung merklich schwächer als erwartet. Der vom Conference Board erhobene Indikator stieg zwar im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 130,7 Zähler, wie das private Marktforschungsinstitut am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt jedoch mit 132,2 Punkten gerechnet. WASHINGTON - Die Stimmung der US-Verbraucher ist im Februar merklich schwächer als erwartet ausgefallen. (Wirtschaft, 25.02.2020 - 17:02) weiterlesen...