Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Wirtschaftskrise, Luftfahrt

Der neue Präsident des Bundesverbandes der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Peter Gerber, erwartet vorerst keine weiteren Pleiten in der durch die Coronakrise stark angeschlagenen Branche.

06.08.2020 - 20:36:28

Luftverkehrswirtschaft rechnet vorerst nicht mit weiteren Pleiten

"Da praktisch alle relevanten Fluggesellschaften Hilfen von ihren Heimatstaaten erhalten, dürfte jetzt eine Pause eintreten", sagte Gerber, der auch Vorstandschef von Lufthansa Cargo ist, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Die Marktbereinigung habe im Weltluftverkehr jedoch schon vor Corona eine große Rolle gespielt und sie werde nach der Krise nicht vorbei sein.

"Sobald der Verkehr wieder normal läuft, werden diese Fragen wieder auf die Tagesordnung kommen", sagte der seit Juni amtierende Verbandspräsident. "Da bin ich mir sehr sicher." Die Rückkehr zum Vorkrisenniveau könnte Gerber zufolge bis zur Mitte des Jahrzehnts andauern. "Die weitere Entwicklung ist aber mit so vielen Unbekannten behaftet, dass eine genaue Vorhersage sehr schwer fällt", sagte er. Die weitere Entwicklung der Branche hänge davon ab, wie schnell der Verkehr wieder aufgenommen werden könne. Aktuell liege das Angebot bei 30 Prozent des Vorkrisenniveaus, die Passagierzahl bei 20 Prozent. "Eine Annahme lautet, dass wir 2023 wieder bei 90 Prozent des Verkehrs sind. Uns würde es natürlich freuen, wenn es ein bisschen schneller besser wird", sagte Gerber. Die Branche habe nur dann eine Perspektive, wenn in absehbarer Zeit das Geschäft mit Interkontinentalflügen wieder ermöglicht werde. Dazu seien verlässliche Rahmenbedingungen und die Aufhebung von Reisebeschränkungen nötig. Generell stehe der Luftfahrt-Branche jedoch eine "harte Phase der Sanierung, Restrukturierung und Konsolidierung bevor". Die Luftfahrt leidet derzeit auch unter einem Einbruch des Geschäftsreiseverkehrs, da viele Dienstreisen in der Coronakrise durch Videokonferenzen ersetzt worden sind. "Die Krise hat die Digitalisierung massiv vorangetrieben. Bei der einen oder anderen Gelegenheit ist eine Reise jetzt überflüssig", stellte BDL-Präsident Gerber fest. Es zeige sich jedoch immer mehr: "Bestimmte Sachen kann man doch nicht so machen. Wenn Sie neue Projekte beginnen, Kontakte anbahnen, Themen inoffiziell besprechen, einen Eindruck von Menschen gewinnen möchten, wenn es um Wertschätzung geht - da sagen alle: Da müssen wir jetzt mal wieder verreisen." Ein Teil der Reisen werde entfallen, ein anderer komme auf jeden Fall zurück, sagte Gerber den Funke-Zeitungen. Beim Tourismus glaube er zudem an die Sehnsucht der Menschen, andere Menschen und Orte zu sehen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

BDI nennt britisches Binnenmarktgesetz weitere Hiobsbotschaft BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang hat das britische Binnenmarktgesetz als "weitere Hiobsbotschaft für Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals" bezeichnet. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 11:22) weiterlesen...

Berlins Flughafenchef schlägt wegen Coronakrise Alarm Berlins Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup schlägt angesichts der Coronakrise Alarm. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 11:00) weiterlesen...

Reallöhne im zweiten Quartal deutlich gefallen Die Reallöhne in Deutschland sind im zweiten Quartal 2020 deutlich gefallen. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 10:45) weiterlesen...

ARM-Gründer: Trump bedroht technologische Souveränität Europas. "Es geht um weit mehr als die bedrohten Arbeitsplätze, um mehr als nur ARM", sagte Hauser dem Nachrichtenportal T-Online. Vor der geplanten Übernahme des britischen Chip-Designers ARM durch den US-Konzern Nvidia hat der Mitgründer von ARM, Hermann Hauser, seine Kritik an dem Deal bekräftigt. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 10:40) weiterlesen...

Kommunale Arbeitgeber kritisieren Streiks als unverhältnismäßig Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat die am Dienstag startenden Warnstreiks kritisiert. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 07:54) weiterlesen...

Bundeswehr muss länger auf neue U-Boote warten Bei der Marine wächst die Sorge, dass die endgültige Auftragsvergabe für den Bau neuer U-Boote bis weit nach der Bundestagswahl hinausgeschoben wird. (Wirtschaft, 21.09.2020 - 16:42) weiterlesen...