China, Industrie

Der Nachfolger an der Spitze des einflussreichen Asien-Pazifik-Ausschuss (APA) steht fest: Siemens-Chef Joe Kaeser soll künftig das Gremium leiten und die deutsche Wirtschaft in Asien repräsentieren.

08.10.2018 - 00:02:17

Bericht: Siemens-Chef führt künftig den Asien-Pazifik-Ausschuss

Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Montagsausgabe. Anfang kommenden Monats soll Kaeser demnach das Amt von Hubert Lienhard übernehmen, so das Blatt.

Der ehemalige Voith-Chef hatte den Ausschuss viereinhalb Jahre geleitet. In der Münchner Zentrale von Siemens wollte man die Personalie nicht kommentieren, so die Zeitung. In den Lienhard-Jahren hat sich das Verhältnis der deutschen Wirtschaft zu China, dem mit Abstand wichtigsten asiatischen Markt, stark verändert. Bis vor wenigen Jahren noch waren die Zuwachsraten nirgendwo höher als in der Volksrepublik, inzwischen aber nehmen vor allem die Probleme zu: 2017 etwa wurden viele ausländische Firmen gebeten, Parteizellen, also Ableger der Kommunistischen Partei, in ihren Betrieben einzurichten. Sorge bereitet den deutschen Firmen auch das neue Cybersicherheitsgesetz. Unternehmen sind angehalten, nur noch vom chinesischen Staat lizenzierte VPN-Software zu nutzen. Mit Hilfe dieser Technik werden normalerweise die Niederlassungen in China ans firmeneigene Intranet angeschlossen, damit sensible Dokumente wie Personaldaten, Baupläne, Verträge, Gehaltsabrechnungen verschlüsselt verschickt werden können. Die Furcht ist groß, dass Firmengeheimnisse nun ausgespäht werden können.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

'WSJ': China will sich stärker für ausländische Unternehmen öffnen. Die politische Führung erwäge derzeit, die Strategie "Made in China 2025" abzuändern, berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch mit Bezug auf mit der Materie vertraute Personen. Der neue Plan solle Anfang kommenden Jahres vorgestellt werden. Er solle marktwirtschaftlichen Kräften eine größere Rolle zukommen lassen und fairere Wettbewerbsverhältnisse vorsehen. NEW YORK - China plant einem Pressebericht zufolge, seine Wirtschaft stärker für ausländische Unternehmen zu öffnen. (Wirtschaft, 12.12.2018 - 16:04) weiterlesen...

Huawei-Finanzchefin kommt gegen Kaution frei - Interveniert Trump?. Bis zu einer Entscheidung über ihre Auslieferung an die USA wird Meng Wanzhou, Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei, unter strengen Auflagen von der Haft verschont. Der Spitzenmanagerin wird Verstoß gegen die Sanktionen gegen den Iran vorgeworfen. VANCOUVER/PEKING - Die in Kanada festgenommene Finanzchefin des chinesischen Telekom-Riesen Huawei kommt vorerst gegen Kaution auf freien Fuß. (Boerse, 12.12.2018 - 15:28) weiterlesen...

Huawei-Finanzchefin kommt gegen Kaution frei - Interveniert Trump? (neu: Außenministerium zu Ex-DiplomatI (Wirtschaft, 12.12.2018 - 10:06) weiterlesen...

Interveniert Trump? - Huawei-Finanzchefin kommt gegen Kaution frei. Der Fall ist höchst brisant - besonders nach der Festnahme eines kanadischen Ex-Diplomaten in China. Jetzt macht US-Präsident Trump auch noch ein zweifelhaftes Angebot. Bei einer Auslieferung an die USA droht der Huawei-Topmanagerin Meng Wanzhou eine hohe Haftstrafe. (Wirtschaft, 12.12.2018 - 10:04) weiterlesen...

Chinas Außenministerium ohne Informationen über Ex-Diplomaten Kanadas PEKING - Chinas Außenministerium hat "gegenwärtig" keine Informationen über den in China verschwundenen ehemaligen kanadischen Diplomaten Michael Kovrig. (Wirtschaft, 12.12.2018 - 09:00) weiterlesen...

Aktien Asien: Anleger setzen auf Lösung im Zollstreit zwischen China und den USA. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen stieg um zuletzt 0,43 Prozent auf 3173,51 Punkte und der Hongkonger Hang-Seng-Index legte um 1,71 Prozent auf 26 209,57 Zähler zu. TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI - Optimismus mit Blick auf eine Lösung des Handelsstreits zwischen den USA und China hat die Börsen Asiens am Mittwoch angetrieben. (Boerse, 12.12.2018 - 07:50) weiterlesen...