Pharma, Chemie

Der Chipmangel belastet die Industrie.

07.12.2021 - 16:56:09

Elektronik - Merck setzt auf Datenplattform gegen Chipmangel. Der Darmstädter Merck-Konzern will nun auf die Krise reagieren - und die Datenanalyse verbessern.

Darmstadt - Angesichts des Chipmangels will der Darmstädter Merck-Konzern eine neue Plattform schaffen, die die Datenanalyse in der Halbleiterindustrie verbessern soll.

Dafür werde die bestehende Partnerschaft mit der US-Datenanalysefirma Palantir vertieft, wie das Dax-Unternehmen am Dienstag mitteilte. Gemeinsam wollen die beiden Firmen eine Plattform bereitstellen, die Lieferkette transparenter machen, Markteinführungen beschleunigen und damit dem Chipmangel entgegenwirken soll. Merck-Technologiechefin Laura Matz soll Vorstandschefin der Plattform werden, die den Namen Athinia trägt.

Plattform für Effizienzsteigerung

Die Plattform werde es Halbleiterherstellern und Materiallieferanten ermöglichen, Daten untereinander auszutauschen, zusammenzurechnen sowie zu analysieren, um so Effizienzsteigerungen zu erzielen, erklärte Merck. Zudem solle sie den Branchenakteuren ein tieferes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Materialien und Prozessen in Produktionsanlagen für Halbleiter verschaffen.

«Die Halbleiterindustrie steht vor beispiellosen Umwälzungen», sagte Kai Beckmann, der die Sparte Electronics bei Merck leitet. Unternehmen brauchten eine Datenplattform, die ihnen die nötige Transparenz und Datenintelligenz verschaffe, um den Chipmangel und Probleme in der Lieferkette zu bewältigen.

Merck ist besonders mit der milliardenschweren Übernahme des Halbleiterzulieferers Versum 2019 in das Geschäft mit Elektronikmaterialien für die Halbleiterindustrie eingestiegen. Bis Ende 2025 will Merck deutlich mehr als drei Milliarden Euro in seine Elektroniksparte investieren. Der Konzern profitiert von den Versorgungsengpässen bei Halbleitern. Vor allem in der Autoindustrie sind Chips knapp. Chipkonzerne bauen ihre Fertigung daher aus, die Nachfrage nach Materialien ist entsprechend hoch.

© dpa-infocom, dpa:211207-99-292276/2

@ dpa.de

Weitere Meldungen

'Rheinische Post': Keine betriebsbedingten Kündigungen bei Covestro bis 2028. Es gebe eine neue Vereinbarung, derzufolge betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2028 ausgeschlossen sind, schrieb die "Rheinische Post" am Freitag unter Verweis auf eine interne Publikation des Gesamtbetriebsrates. DÜSSELDORF - Covestro will trotz des fortgesetzten Konzernumbaus laut einem Pressebericht weiter auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. (Boerse, 14.01.2022 - 13:39) weiterlesen...

AKTIEN IM FOKUS: Corona-Gewinner aus der Gesundheitsbranche weiter unter Druck. Die Papiere der Hersteller von Diagnostikspezialisten wie Qiagen und Siemens Healthineers , des Laborzulieferers Sartorius und des Pharmakonzerns Merck KGaA verloren am Donnerstag bis zu 2,1 Prozent an Wert. Sie versammelten sich damit unter den größten Dax -Verlierern. FRANKFURT - Anleger machen um die bisherigen Corona-Profiteure aus dem Gesundheitssektor weiter einen Bogen. (Boerse, 13.01.2022 - 13:07) weiterlesen...

Neue Krebs- und Nierenmedikamente von Bayer verkaufen sich gut. Stefan Oelrich, Chef der Pharmasparte des Dax -Konzerns, gibt sich im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX zudem zuversichtlich, was das Abfedern der sogenannten Patentklippe beim wichtigen Umsatzbringer Xarelto in wenigen Jahren angeht. BERLIN - Bayer kann mit neuen Medikamenten gegen Krebs und Nierenleiden bei Patienten und Ärzten punkten. (Boerse, 13.01.2022 - 11:19) weiterlesen...

POLITIK: Umweltschützer: Bauern sollen weniger Pestizide auf Felder spritzen. Mit den Mitteln schützen Bauern die Pflanzen vor Krankheiten und unerwünschten Lebewesen. "Der Verlust der Artenvielfalt weltweit, aber auch in Deutschland ist dramatisch und kann nur gestoppt werden, wenn der Einsatz von Ackergiften deutlich reduziert wird", sagte Olaf Band, der Vorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Mittwoch. BERLIN - Zum Schutz von Menschen, Natur und Umwelt sollten aus Sicht von Umweltschützern weltweit deutlich weniger Pestizide auf Felder gespritzt werden. (Boerse, 12.01.2022 - 14:02) weiterlesen...