Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

trading-house Börsenakademie

Gemeinsam erfolgreich

MARKETSX
Internet, Datenschutz

Der Cambridge-Analytica-Skandal kommt Facebook teuer zu stehen.

13.07.2019 - 11:23:24

Cambridge-Analytica-Affäre - Bericht: Datenschutz-Skandale kosten Facebook Milliarden. Mit der US-Behörde FTC einigte sich der Onlinekonzern auf eine Milliardenzahlung. Dabei ist Facebook wohl noch glimpflich davongekommen.

New York - Nach mehr als einjährigen Ermittlungen gegen Facebook wegen Datenschutzverstößen hat die US-Handels- und Verbraucherschutzbehörde FTC einem Medienbericht zufolge einem milliardenschweren Vergleich mit dem Online-Riesen zugestimmt.

Die fünf leitenden Vertreter der Kommission hätten in dieser Woche mit drei zu zwei Stimmen für eine Zahlung von rund 5 Milliarden Dollar (4,4 Mrd Euro) votiert, schrieb das «Wall Street Journal» am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Die FTC und Facebook lehnten einen Kommentar ab.

Facebook hatte sich bereits auf eine Strafe eingestellt und im April mitgeteilt, dass diese sich auf 5 Milliarden Dollar belaufen könnte. Die FTC hatte im Zuge des Cambridge-Analytica-Skandals vor über einem Jahr eine Ermittlung eingeleitet.

Die Datenanalyse-Firma, die im US-Wahlkampf auch für den späteren Präsidenten Donald Trump arbeitete, hatte Daten von Millionen von Nutzern bei Facebook abgreifen können. Seit der Affäre ist der Internetkonzern durch weitere Datenschutzverstöße noch tiefer in die Kritik geraten.

Die Verbraucherschutzbehörde musste nun klären, ob Facebook gegen eine Vereinbarung mit der FTC aus dem Jahr 2011 verstoßen hat. Damals hatte sich der Konzern von Mark Zuckerberg verpflichtet, die Privatsphäre von Nutzerinnen und Nutzern zu schützen. Das jetzt laut «Wall Street Journal» ausgehandelte Bußgeld wäre das höchste, das die FTC je gegen ein Technologieunternehmen verhängt hat. Allerdings entspricht es nicht einmal einem Zehntel des Gewinns von Facebook von knapp 56 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr.

Die Börse reagierte erleichtert auf die Einigung. Die Aktie von Facebook legte an der Nasdaq um 1,8 Prozent zu, obwohl die zur Debatte stehende Vergleichszahlung um zwei Milliarden Dollar höher ist als die Summe, als Facebook konkret in der jüngsten Bilanz zurückgestellt hatte.

Facebook steht in den USA unter politischem Druck. US-Präsident Donald Trump wirft dem Netzwerk vor, Stimmen aus dem rechten politischen Spektrum zu unterdrücken. Außerdem hat er sich klar gegen die von Facebook angestoßene Digitalwährung Libra in Stellung gebracht. Gleichzeitig fordern mehrere Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei wie Elizabeth Warren die Zerschlagung des Facebook-Konzerns.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Daten gehen nach Russland - Promi-Hype und Datenschutz-Bedenken um Foto-App FaceApp. Doch bei allem Hype um die Smartphone-Anwendung FaceApp wächst die Sorge um die persönlichen Daten. Ein führender US-Demokrat sieht darin gar eine Gefahr für Millionen US-Bürger und schaltet das FBI ein. Der Zoom ins Rentenalter sorgt für viel Spaß im Netz. (Politik, 18.07.2019 - 13:45) weiterlesen...

Cambridge-Analytica-Affäre - Bericht: Datenschutz-Skandale kosten Facebook Milliarden. Mit der US-Behörde FTC einigte sich der Onlinekonzern auf eine Milliardenzahlung. Dabei ist Facebook wohl noch glimpflich davongekommen. Der Cambridge-Analytica-Skandal kommt Facebook teuer zu stehen. (Wirtschaft, 14.07.2019 - 11:06) weiterlesen...

Bericht: Datenschutz-Skandale kosten Facebook Milliarden. Die Vertreter der Kommission hätten für eine Zahlung von rund 5 Milliarden Dollar votiert, schrieb das «Wall Street Journal». Die FTC und Facebook lehnten einen Kommentar ab. Die FTC hatte im Zuge des Cambridge-Analytica-Skandals vor über einem Jahr eine Ermittlung eingeleitet. Die Datenanalyse-Firma hatte Daten von Millionen von Nutzern bei Facebook abgreifen können. New York - Nach langen Ermittlungen gegen Facebook hat die US-Handels- und Verbraucherschutzbehörde FTC einem Medienbericht zufolge einem milliardenschweren Vergleich zugestimmt. (Politik, 13.07.2019 - 11:56) weiterlesen...

Datenschutz - Bund: Neues Gesetz für Zugriff auf Smart-Home-Geräte unnötig. Darüber, wer da was darf, sind die Fachleute noch uneins. Wer sein Haus mit smarten Steckdosen, Überwachungskameras und einem ferngesteuerten Kühlschrank ausstattet, hinterlässt digitale Spuren, die auch für Ermittler aufschlussreich sein können. (Politik, 13.07.2019 - 09:52) weiterlesen...

Kein neues Gesetz für Zugriff auf Smart-Home-Geräte. Das machte das Bundesinnenministerium in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion deutlich. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber spricht hingegen von einer «verfassungsrechtlich bedenklichen Kompetenzerweiterung». Unter Smart-Home-Geräten versteht man etwa den Amazon-Lautsprecher Echo mit dem Sprachassistenten Alexa, aber auch steuerbare Waschmaschinen, die Informationen versenden. Berlin - Ein Zugriff der Sicherheitsbehörden auf Daten von Smart-Home-Geräten ist nach Einschätzung der Bundesregierung auch ohne eine gesetzliche Neuregelung möglich. (Politik, 13.07.2019 - 09:26) weiterlesen...