China, Autoindustrie

Der Automobilverband VDA ist nach der Ankündigung Pekings für mehr Marktöffnung in China verhalten optimistisch.

11.04.2018 - 08:48:29

Autobauer begrüßen chinesische Ankündigung für mehr Marktöffnung

"Das ist ein sehr positives Signal für die internationale Handelspolitik", sagte VDA-Präsident Bernhard Mattes der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe). "Es wäre gut, wenn sich China weiter in diese Richtung bewegt und seine Ankündigungen zur Marktöffnung in die Tat umsetzt", sagte er weiter.

"Jedes fünfte Auto, das in China zugelassen wird, trägt ein deutsches Markenzeichen. Für die deutschen Hersteller und Zulieferer ist China nicht nur Exportmarkt, sondern vor allem auch ein wichtiger Produktionsstandort. Daher sind neben Zollsenkungen insbesondere auch die angekündigten Verbesserungen bei den Investitionsbedingungen für ausländische Unternehmen wichtig", so Mattes. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Bernd Lange (SPD), führt die Bereitschaft Pekings, im Streit über mehr Wettbewerbsgleichheit nun ein wenig einzulenken auch, auf den von der EU erhöhten Druck zurück. "Das EU-Parlament arbeitet an einem Investitionsüberwachungsgesetz, das chinesisches Engagement in Europa erschweren könnte. Das nehmen die Chinesen sehr ernst, die Ankündigung für mehr Marktöffnung ist wohl auch eine Gegenreaktion auf das geplante Gesetz", sagte Lange der Zeitung. Der Handelsexperte geht davon aus, dass Peking den Ankündigungen auch Taten zumindest in Teilbereichen folgen lassen wird. "Seit dem 19. Parteitag der Kommunistischen Partei hat Staats- und Parteichef Xi die Machtfülle, um sich auch gegen Beharrungskräfte im Land durchzusetzen. Damit steht die Tür für bessere Zusammenarbeit zumindest in Teilbereichen ein Stück weit offen."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

EU und Japan unterzeichnen Freihandelsabkommen. Das gaben der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe sowie EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionschef Jean-Claude Juncker am Dienstag in Tokio bekannt. Der seit 2013 vorbereitete Pakt soll Zölle und andere Handelshemmnisse abbauen, um das Wachstum anzukurbeln und neue Jobs zu schaffen. Er gilt auch als Signal an US-Präsident Donald Trump, dem EU und Japan Abschottungspolitik vorwerfen. "Das ist ein hoffnungsvolles Signal in einer für den Welthandel sehr schwierigen Zeit", kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang. Kritiker indes warnen vor einer Schwächung des Umwelt- und Verbraucherschutzes in der EU. TOKIO - Die Europäische Union hat mit Japan ihr bislang größtes Freihandelsabkommen unterzeichnet. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 11:36) weiterlesen...

'HB': Siemens will bei Gas-Kooperation mit China keine neue Technik verwenden. Stattdessen plant der Konzern, als Basis die Technik einer Turbine einzubringen, deren Produktion die Münchener 2013 eingestellt hatten, wie das "Handelsblatt" (Dienstausgabe) unter Berufung auf Industriekreise schreibt. Auf der Grundlage dieser Turbine - Modell SGT5-7000F der F-Klasse - könne die chinesische State Power Investment Corporation (SPIC) dann seine eigene Gasturbine entwickeln. FRANKFURT - Siemens will bei seiner Zusammenarbeit mit China im Bereich Gasturbinen einem Bericht zufolge nicht die neueste Technologie einbringen. (Boerse, 17.07.2018 - 08:55) weiterlesen...

Aktien Asien: Chinas Börsen bleiben unter Druck - Tokio im Plus. Während der japanische Leitindex Nikkei 225 nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende im Sog eines weiterhin schwachen Yen um 0,44 Prozent auf 22 697,36 Punkte stieg, ging es in China weiter nach unten. In der Exportnation dominiert weiterhin der Handelskonflikt mit den USA das Geschehen. TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI - Die Aktienmärkte Asiens haben am Dienstag keine gemeinsame Richtung gefunden. (Boerse, 17.07.2018 - 08:50) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: IWF sieht Probleme für Weltwirtschaft. Politische Unsicherheiten hätten die Lage der Weltwirtschaft leicht eingetrübt, sagte der Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF), Maury Obstfeld, am Montag in Washington. Das Wachstum in wichtigen Staaten wie dem vom Brexit verunsicherten Großbritannien, Japan und auch bei einigen Euro-Ländern habe sich verlangsamt. Bei ihrem Gipfel in Peking näherten sich China, dessen Wirtschaft zuletzt etwas schwächer zugelegt hatte, und die EU in wichtigen Fragen an. Vor allem Deutschland steht bei chinesischen Investoren hoch im Kurs. WASHINGTON/PEKING - Der drohende Handelskrieg mit den USA drückt die globalen Wirtschaftsaussichten und lässt den Riesen China enger mit der EU zusammenrücken. (Wirtschaft, 16.07.2018 - 17:56) weiterlesen...

USA legen Beschwerde bei WTO gegen Vergeltungszölle ein. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten. WASHINGTON - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. (Wirtschaft, 16.07.2018 - 16:43) weiterlesen...

KORREKTUR: Junge Chinesen entdecken den Luxus (Berichtigt wurde im 3. (Wirtschaft, 16.07.2018 - 16:37) weiterlesen...