Deutschland

Dax vor wichtigen Daten schwächer

23.11.2022 - 10:28:05

Der Dax hat am Mittwoch nachgegeben. Im frühen Handel sank der deutsche Leitindex um 0,13 Prozent auf 14.402,96 Punkte. Seit seinem vor fast zwei Monaten markierten Jahrestief hat er um mehr als ein Fünftel zugelegt und ist nun auf vergleichsweise hohem Niveau stabil. Der MDax der mittelgroßen Werte notierte zur Wochenmitte mit minus 0,24 Prozent auf 25.558,47 Zählern. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone gewann 0,1 Prozent.

Angesichts des Thanksgiving-Feiertags am Donnerstag in den USA ist der Datenkalender zur Wochenmitte besonders gut gefüllt. Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland überraschten am Morgen positiv. So werde sich die Europäische Zentralbank vor dem Hintergrund der Rekordinflation wohl nicht in dem Plan beirren lassen, im Dezember ein weiteres Mal an der Zinsschraube zu drehen, schrieben die Helaba-Ökonomen.

Am Nachmittag stehen weitere wichtige Daten aus den USA auf der Agenda, darunter ebenfalls Einkaufsmanagerindizes sowie das von der Uni Michigan ermittelte Konsumklima. Am Abend warten die Marktteilnehmer auf das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung und erhoffen sich weitere Hinweise auf das Ausmaß der künftigen Zinsschritte.

Auf dem deutschen Aktienmarkt belastete zur Wochenmitte eine gestrichene Kaufempfehlung die Titel von Siemens Healthineers, die mit minus vier Prozent Schlusslicht im Dax waren. Der ambitionierte Ausblick des Medizintechnikers auf das Geschäftsjahr 2023 lasse kaum noch Spielraum, schrieb Jefferies-Analyst James Vane-Tempest.

Aktien von CTS Eventim bauten ihre Vortagesgewinne aus und kletterten auf den höchsten Stand seit Anfang Juni. Zuletzt belief sich das Plus auf 4,3 Prozent. Die Baader Bank stufte die Titel hoch. Im bisherigen Jahresverlauf hätten sich die Geschäfte des Veranstalters und Ticketverkäufers enorm belebt.

Die Papiere des angeschlagenen Versorgers Uniper schwankten abermals stark, zuletzt verloren sie um die sechs Prozent. Sie hatten sich am Vortag in nur vier Handelstagen zeitweise fast verdoppelt.

@ dpa.de