Dax, Deutschland

Dax sinkt weiter - Minus von 23 Prozent im Jahresverlauf

12.10.2022 - 11:35:26

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt halten sich vor wichtigen Ereignissen am Mittwoch weiter zurück. In der ersten Handelsstunde sank der Leitindex Dax um 0,57 Prozent auf 12.150 Punkte. Damit knüpfte er an seine jüngsten Verluste an. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,97 Prozent auf 21.976 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor knapp ein halbes Prozent.

Im Blick stehen das am Abend erwartete Protokoll zur letzten Sitzung der US-Notenbank Fed und am Donnerstagnachmittag neue US-Inflationszahlen. Außerdem wird in diesen Tagen in den USA der Startschuss gegeben für die Berichtssaison, die laut Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung am Aktienmarkt nehmen wird.

«Ein positiver Verlauf könnte durchaus eine Weihnachtsrally auslösen. Bei einem enttäuschenden Verlauf dürften die Jahrestiefs erneut getestet werden», so Altmann. Der Dax hatte Ende September bei 11.862 Punkten seinen bisherigen Tiefstand erreicht - für den bisherigen Jahresverlauf steht ein dickes Minus von mehr als 23 Prozent zu Buche.

In Deutschland berichteten der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer, der Biokraftstoffhersteller Cropenergies und der Stahlhändler Klöckner & Co am Mittwoch beziehungsweise am Dienstagabend über ihre Geschäftsentwicklung.

Gerresheimer konnte im dritten Quartal sowohl den Umsatz aus eigener Kraft - also ohne Zu- und Verkäufe - als auch das operative Ergebnis deutlich steigern. Die Anteilsscheine der Südzucker-Tochter Cropenergies führten mit einem Kursanstieg von rund 13 Prozent die Gewinnerliste im Nebenwerte-Index SDax an. Das Unternehmen schaffte im vergangenen Quartal dank hoher Ethanolpreise ebenfalls ein kräftiges Wachstum.

Dagegen sackten die Titel von Klöckner & Co am Indexende um gut 14 Prozent ab und markierten den tiefsten Stand seit Herbst 2020. Der Stahlhändler legte am Dienstagabend überraschend Quartals-Eckdaten vor und senkte wegen eines starken Rückgangs der Stahlpreise sein Gewinnziel für 2022.

Für die im SDax notierten Aktien von Auto1 ging es um über zweieinhalb Prozent bergab, womit sie ein Rekordtief erreichten. Der Online-Gebrauchtwagenhändler berichtete zwar für das vergangene Quartal einen moderaten Anstieg bei den verkauften Fahrzeugen, blieb damit Beobachtern zufolge aber hinter den Erwartungen zurück.

@ dpa.de