Deutschland, International

Dax leidet unter schwachen Vorgaben aus China

28.11.2022 - 12:46:26

Schwache Vorgaben aus Übersee haben dem deutschen Aktienmarkt am Montag deutliche Verluste eingebrockt. An den Börsen in China und Hongkong ging es angesichts der Proteste der Bevölkerung gegen die strikten Maßnahmen der Null-Covid-Politik der politischen Führung deutlich nach unten. Zudem zeichnet sich auch in den USA ein verhaltener Handelsauftakt ab.

Der Dax weitete nach einem schwachen Start sein Minus aus und büßte um die Mittagszeit 0,85 Prozent auf 14.417,89 Punkte ein. In den vergangenen acht Wochen hat der Leitindex allerdings um bis zu knapp 23 Prozent zulegt. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Montag um 1,30 Prozent auf 25.634,22 Zähler bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor zuletzt 0,68 Prozent auf 3935,43 Punkte.

Auslöser des öffentlichen Unmuts in mehreren chinesischen Metropolen war der Brand in einer Wohnung in der Millionenstadt Ürümqi im Nordwesten des Landes mit mindestens zehn Toten. Viele sind der Meinung, dass die Rettungsarbeiten durch die strengen Corona-Maßnahmen behindert wurden. Während der größten Protestwelle seit Jahrzehnten wurden bereits zahlreiche Menschen festgenommen. Die aktuellen Covid-Ausbrüche schüren unter Anlegern die Angst vor einer längeren wirtschaftlichen Durststrecke in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft.

Am deutschen Aktienmarkt standen die Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag im Fokus. Sie litten unter Übernahmegesprächen des Managements mit dem US-Rivalen Univar Solutions und büßten als Dax-Schlusslicht über siebeneinhalb Prozent ein.

An der Spitze im Dax legten indes die Papiere von Fresenius nach einer neuen Kaufempfehlung der UBS um 1,8 Prozent zu.

Außerhalb der großen deutschen Indizes sprangen die Aktien der Adler Group um 56 Prozent hoch. Sie profitierten von der Nachricht, dass sich der stark angeschlagene Immobilienkonzern mit einer Kerngruppe von Gläubigern über eine Anpassung der Bedingungen der von Adler ausgegebenen Anleihen geeinigt hat.

@ dpa.de

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