Dax, MDax

Dax gibt zum Handelsauftakt nach

20.10.2022 - 09:58:46

Die zuletzt schwungvolle Erholung des Dax ist zunächst vorüber. Der leichte Rückschlag vom Vortag setzte sich am Donnerstag im frühen Handel fort.

Nach einer halben Handelsstunde verlor der deutsche Leitindex 0,81 Prozent auf 12 638,39 Punkte. Für den MDax ging es um 0,45 Prozent auf 22.880,63 Punkte nach unten. Der EuroStoxx tendierte ebenfalls schwächer, nachdem der Aufschwung am Vorabend bereits an den US-Börsen zu Ende gegangen war.

«Die Stimmung an den Finanzmärkten bleibt fragil», schrieben am Morgen die Experten der Landesbank Helaba. Die jüngste Erholungsrally hatte den Dax binnen vier Handelstagen von 12.000 Punkten bis in die Nähe von 13 .000 Punkte geführt, in der Spitze war dies ein Anstieg um fast acht Prozent.

Die Agenda gibt am Donnerstag diverse internationale Wirtschaftsdaten her, darunter der Stimmungsindex aus der US-Region der Philadelphia. Auch die Berichtssaison der Unternehmen beschäftigt die Anleger weiterhin, sowohl in Europa als auch in den USA.

Analystenkommentare bewegten Einzelwerte positiv. Die Aktien von Bechtle etwa zogen um 1,3 Prozent an nach einer Hochstufung durch die Investmentbank Oddo BHF. In Zeiten des konjunkturellen Gegenwinds und massiver Gewinnwarnungen in der Branche erweise sich das Geschäftsmodell des IT-Dienstleisters als relativ widerstandsfähig, hieß es in der Studie. Die Aktie scheine ein sicherer Hafen zu sein.

Einen ähnlichen Status vergeben die Oddo-Experten auch dem Industriedienstleister Bilfinger, dessen Papiere um 3,1 Prozent anzogen wegen einer positiven Erstbewertung. Analystin Virginie Rousseau gibt sich dank der Positionierung bei Themen wie Effizienzsteigerung und Digitalisierung in einer Rezession vergleichsweise optimistisch für das Unternehmen.

Besonders deutlich um fünf Prozent hochgetrieben wurde derweil die Stratec-Aktie nach einer Kaufempfehlung von Hauck & Aufhäuser. Analyst Alexander Galitsa sieht es nach einer Kurskorrektur als nicht gerechtfertigt an, dass die Bewertung des Diagnostikspezialisten im Vergleich zu der Zeit vor Corona wieder im unteren Bereich angekommen ist.

@ dpa.de