Energie, Wirtschaftskrise

Das im September beschlossene zweite Rettungspaket für Uniper wird einem Medienbericht zufolge nicht ausreichen, um das Überleben des angeschlagenen Gashändlers sicherzustellen.

20.10.2022 - 12:10:05

Bericht: Zweites Rettungspaket für Uniper könnte nicht reichen

Die Bundesregierung stelle sich darauf ein, je nach Gaspreisentwicklung bis zu 40 Milliarden Euro zusätzlich für das Unternehmen bereitzustellen, berichtet das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Finanz- und Regierungskreise. Schon im September hatte die Bundesregierung ein erstes Rettungspaket über 26,5 Milliarden Euro für Deutschlands größten Gashändler aufgestellt.

Experten aus der Bundesregierung wollen nun zusammen mit dem Unternehmen eine Vorlage mit aktualisierten Zahlen zum Staatseinstieg erarbeiten. Nach derzeitigen Planungen solle das schon in der kommenden Woche passieren, schreibt die Zeitung. Die zusätzlichen Hilfen sind demnach nötig, weil die bisherige Rettung unter anderem durch Einnahmen aus einer geplanten Gasumlage finanziert werden sollte. Diese hat die Ampelkoalition wieder gestrichen. Das neue Konzept soll nun offenbar "großzügige Puffer" enthalten und dann auf einer Uniper-Hauptversammlung den Aktionären zur Abstimmung vorgelegt werden - möglicherweise noch vor Weihnachten. In einem ersten Schritt könnte die Regierung allein für das laufende Jahr rund 15 Milliarden Euro zusätzlich in das Unternehmen geben, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen der Zeitung sagten. Die Bundesregierung, Uniper und sein finnischer Mutterkonzern Fortum lehnten Stellungnahmen gegenüber dem "Handelsblatt" ab.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Wirtschaftsvertreter warnen vor Deindustrialisierung Vertreter der deutschen Wirtschaft warnen angesichts der steigenden Kosten für Energie vor einer massiven Schwächung des Standorts Deutschland. (Wirtschaft, 26.11.2022 - 01:04) weiterlesen...

Deutsche Umwelthilfe geht gegen Werbung mit Klimaneutralität vor Nach einem entsprechenden Vorstoß der Verbraucherorganisation Foodwatch hat auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Lebensmittelindustrie für das Bewerben vermeintlich klimaneutraler Produkte kritisiert und ein Verbot der aus ihrer Sicht irreführenden Begriffe gefordert. (Wirtschaft, 25.11.2022 - 10:46) weiterlesen...

BDI fordert steuerliche Investitionsanreize Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat einen steuerpolitischen Maßnahmenkatalog vorgelegt, der Unternehmen in der Krise helfen und gleichzeitig Investitionen in Digitalisierung sowie Klimaschutz stärken soll. (Wirtschaft, 25.11.2022 - 08:46) weiterlesen...

Deutsche Wirtschaft wächst etwas stärker als zunächst gedacht Die deutsche Wirtschaft ist im 3. (Wirtschaft, 25.11.2022 - 08:33) weiterlesen...

IT-Jobs können immer häufiger nicht besetzt werden Immer mehr Unternehmen in Deutschland haben Schwierigkeiten, offene IT-Stellen zu besetzen, zugleich nehmen IT-Sicherheitsvorfälle zu. (Wirtschaft, 25.11.2022 - 08:18) weiterlesen...

Daimler-Truck-Betriebsratschef warnt vor Deindustrialisierung Der Gesamtbetriebsratschef von Daimler Truck, Michael Brecht, sieht den Standort Deutschland gefährdet. (Wirtschaft, 24.11.2022 - 13:41) weiterlesen...