Energie, Umweltschutz

Das Gas aus den Nord-Stream-Pipelines muss laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) so schnell wie möglich entfernt werden, um weitere Risiken für Menschen und das Klima zu minimieren.

27.09.2022 - 16:45:10

Deutsche Umwelthilfe fordert schnelle Reaktion bei Ostsee-Pipelines

"Das ist in 2 Richtungen möglich - über Russland in Sankt Petersburg und über die deutsche Seite in Lubmin", sagte der DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Es sei ja nicht ausgeschlossen, "dass an anderer Stelle der über 1000 Kilometer langen Pipeline Ähnliches passiert".

Nach Einschätzung der Umwelthilfe gehen die größten Gefahren des ausströmenden Gases für das Klima und den Schiffsverkehr aus. "Sobald Methan aus dem Wasser tritt und an die Oberfläche gelangt, kann es mit Sauerstoff explosiv reagieren", sagte Müller-Kraenner. Diese möglichen Explosionen stellten eine große Gefahr für den Schiffsverkehr in der Ostsee dar. Zudem sei Methan ein hochgefährliches Treibhausgas und schade dem Klima 84 mal so stark wie Kohlendioxid (CO2). Auch die Bundesregierung fordert der DUH-Chef zum Handeln auf: "Die Bundesnetzagentur, das Verkehrs- und Wirtschaftsministerium stehen mit in der Pflicht, eine Lösung vorzulegen, wie der Schaden schnell behoben werden kann", so Müller-Kraenner. Der DUH-Chef schließt nicht aus, dass es sich bei den Lecks um Sabotage handele. Einen technischen Defekt halte er für "sehr unwahrscheinlich".

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Eurogruppen-Chef warnt vor Ausweitung nationaler Energiehilfen Der am Montag wiedergewählte Vorsitzende der Eurogruppe, Paschal Donohoe, schwört die Euro-Staaten auf einen schwierigen Kampf gegen die Inflation ein. (Wirtschaft, 08.12.2022 - 06:43) weiterlesen...

Kanzler gegen Fracking in Deutschland Bundeskanzler Olaf Scholz lehnt die Förderung von Schiefergas in der Bundesrepublik ab. (Wirtschaft, 08.12.2022 - 01:04) weiterlesen...

Schwesig will Entlastung für Heizöl-und Pellet-Kunden Vor der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag hat Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) zusätzliche Hilfen für Heizöl-, Pellet- oder Brikett-Kunden in der Energiekrise sowie eine schnelle Härtefallregelung für kleine und mittlere Unternehmen gefordert. (Wirtschaft, 08.12.2022 - 00:03) weiterlesen...

Kabinett beschließt Eckpunkte für besseren Infrastruktur-Schutz Die Bundesregierung hat Eckpunkte für ein Gesetz zum besseren Schutz kritischer Infrastrukturen auf den Weg gebracht. (Wirtschaft, 07.12.2022 - 12:50) weiterlesen...

EU-Kommission ändert Definition von grünem Wasserstoff Auf Druck von Wirtschaft und EU-Parlament ändert die EU-Kommission die Definition von "grünem Wasserstoff". (Wirtschaft, 05.12.2022 - 18:13) weiterlesen...

Auch RWE leitet Schiedsverfahren gegen Gazprom ein Der Energiekonzern RWE hat wegen ausgebliebener Gaslieferungen ein Schiedsverfahren gegen Gazprom eingeleitet. (Wirtschaft, 05.12.2022 - 14:31) weiterlesen...