Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

DARMSTADT - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises ein schnelleres und entschlosseneres Handeln beim Klimaschutz angemahnt.

10.10.2021 - 14:36:29

Umweltpreis verliehen: Steinmeier fordert entschlossenen Klimaschutz. Verheerende Regenfälle in Mitteleuropa sowie sengende Hitze und Waldbrände am Mittelmeer hätten auch den letzten Skeptikern gezeigt, dass der Klimawandel in Europa angekommen sei, sagte Steinmeier am Sonntag bei einem Festakt in Darmstadt. Er übergab bei der Feier den mit insgesamt 500 000 Euro dotierten Preis an die Frankfurter Wissenschaftlerin Katrin Böhning-Gaese und den Greifswalder Forscher Hans Joosten. Der Preis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gehört zu den höchstdotierten Umweltauszeichnungen Europas.

Die Pandemie und auch das jüngste Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen habe uns spüren lassen, wie verletzlich wir sind, sagte Steinmeier. "Sie haben uns begreifen lassen, dass wir uns sehr in Sicherheit gewiegt haben, dass wir nicht weitermachen können wie bisher." Die Preisträgerin und der Preisträger würden vor Augen führen, dass wir nicht hilflos am Abgrund stehen. "Es gibt keinen Grund, in Angst zu erstarren und auf die Apokalypse zu warten."

Demokratische Politik müsse sich auch denen zuwenden, die bei einem solchen Wandel hin zu mehr Klimaschutz nicht so leicht Schritt halten könnten. "Nur wenn wir Kosten und Gewinne des ökologischen Umbaus fair verteilen, werden wir Veränderungen vermutlich gemeinsam voranbringen", sagte der Bundespräsident. Aber nicht nur die Politik müsse jetzt handeln. Es brauche mehr Forschung, die Grundlagen lege für politische Debatten, die aber auch neue Technologien und Anwendungen entwickele.

Die Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums in Frankfurt, Böhning-Gaese, sei bestrebt, Umweltveränderungen in Ökosystemen in den nächsten Jahrzehnten so genau wie möglich vorherzusagen, teilte die Stiftung mit. Der Greifswalder Wissenschaftler Joosten wurde für seine jahrzehntelange Forschung zur Bedeutung der Moore für den Klimaschutz ausgezeichnet. "Beide wecken Bewusstsein dafür, was alles nötig ist, um die biologische Vielfalt zu erhalten und die Erderwärmung zu stoppen", sagte Steinmeier.

"Biologische Vielfalt ist für uns Menschen Existenzgrundlage", sagte Böhning-Gaese. Die Artenvielfalt gehe vor allem durch die Agrarlandschaft zurück. Es brauche hier mehr Ökologisierung der konventionellen Landwirtschaft. Wir brauchen eine Agrarwende. Nach Angaben des DBU-Generalsekretärs Alexander Bonde sind weltweit von rund acht Millionen Tier- und Pflanzenarten rund eine Million vom Aussterben bedroht.

"Die Moore sind deshalb so wichtig, weil sie immense Kohlenstoffvorräte haben", sagte Joosten. Wenn man ein Moor entwässere, werde in großen Mengen das für den Klimawandel verantwortliche Kohlendioxid freigesetzt. In Deutschland seien bereits fast alle Moore entwässert. Seine Devise sei: "Moor muss nass und zwar sofort."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Koalitionsverhandlungen ab Donnerstagnachmittag - 22 Arbeitsgruppen. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr und zuvor am Dienstag die Funke Mediengruppe berichtete, sind insgesamt 22 Arbeitsgruppen geplant. Sie sollen die Details des Koalitionsvertrags zu unterschiedlichen Sachthemen und Politikfeldern aushandeln. Die Besetzung dieser Arbeitsgruppen ist einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland zufolge noch nicht final beschlossen. BERLIN - SPD, Grüne und FDP wollen am Donnerstagnachmittag die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer gemeinsamen Regierung beginnen. (Wirtschaft, 19.10.2021 - 16:13) weiterlesen...

Niederlande: Nach Lockerungen starker Anstieg von Corona-Infektionen. In den vergangenen sieben Tagen nahm die Zahl der Neuinfektionen um 44 Prozent im Vergleich zur Vorwoche zu, wie das zuständige Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt (RIVM) am Dienstag mitteilte. Gut 25 700 Fälle wurden gemeldet. Die Inzidenz beträgt nach Angaben des RIVM 151. DEN HAAG - Der starke Anstieg von Corona-Infektionen und Patientenzahlen in Krankenhäusern in den Niederlanden hält an. (Boerse, 19.10.2021 - 16:10) weiterlesen...

Haseloff: Früherer Kohleausstieg wirtschaftlich nicht umsetzbar. "Ich sehe es kritisch, ich sehe es wirtschaftlich nicht für umsetzbar", sagte Haseloff am Dienstag in Magdeburg. MAGDEBURG - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hält einen von SPD, Grünen und FDP angepeilten vorgezogenen Ausstieg aus der Kohlekraft für kaum machbar. (Boerse, 19.10.2021 - 15:32) weiterlesen...

Debatte über mögliches Ende der Corona-Notlage in Deutschland. Begrüßt wurde er von Ärzte- und Klinikvertretern. Auch die FDP bekräftigte noch einmal ihre schon lange vertretene Position, die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite, nicht mehr zu verlängern. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnten dagegen mit Blick auf den Winter vor einem solchen Schritt. BERLIN - Der Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn für eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland ist auf Zustimmung und Kritik gestoßen. (Wirtschaft, 19.10.2021 - 15:03) weiterlesen...

Berlin für Übergangsfrist nach Auslaufen der 'epidemischen Lage'. BERLIN - Der Berliner Senat wünscht sich eine Übergangsfrist, falls die sogenannte epidemische Lage am 25. November auslaufen sollte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich am Montag dafür ausgesprochen. Die "epidemischen Lage nationaler Tragweite" ist Grundlage für zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. "Wir haben heute besprochen, dass Berlin sich dafür einsetzen würde, bei einer entsprechenden Beschlussfassung des Deutschen Bundestages eine Übergangsfrist von zwei bis drei Monaten nach dem 25. November noch möglich zu machen", sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Senats. Berlin für Übergangsfrist nach Auslaufen der 'epidemischen Lage' (Wirtschaft, 19.10.2021 - 14:52) weiterlesen...

WDH/Bayern sieht Auslaufen der 'epidemischen Lage' aktuell skeptisch (Parteizugehörigkeit Spahn im Leadsatz berichtigt) (Wirtschaft, 19.10.2021 - 14:42) weiterlesen...