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Darmstadt - Auf Einladung von Arcadis tauschten sich im Oktober renommierte Experten zur Leitfrage "Treiber oder Bremse: Was bedeutet Corona f?r den Immobilienmarkt?" bei einer Online-Diskussion aus.

14.10.2020 - 13:32:19

Corona-Auswirkungen auf den Immobilienmarkt: Experten sehen Chancen im Marktumbruch / Expertenaustausch zu Folgen der Pandemie auf Stadtentwicklung, B?ros, Handel und Hotellerie

Darmstadt - Auf Einladung von Arcadis tauschten sich im Oktober renommierte Experten zur Leitfrage "Treiber oder Bremse: Was bedeutet Corona f?r den Immobilienmarkt?" bei einer Online-Diskussion aus. Aus Sicht der Experten haben sich ?berwiegend Trends verst?rkt, die sich bereits vorher abzeichneten, etwa f?r Handels-Immobilien oder bei den B?rofl?chen. In anderen Bereichen, wie bei Businesshotels, kam der Einbruch durch rapide gesunkene Gesch?ftsreisen ?berraschend und mit langfristigen Folgen. Einig sind sich die Experten darin, dass die Pandemie den Immobilienmarkt in Richtung Flexibilit?t und Nachhaltigkeit vorangebracht habe. Dort sehen sie auch die Zukunftschancen der Branche. Teilnehmer der Expertenrunde waren Hamburgs ehemaliger B?rgermeister Ole von Beust, ECE-Director Markus Lentzler, Stefan K?gl, General Manager der Siemensstadt 2.0 in Berlin und Arcadis CEO Marcus Herrmann. Moderiert wurde die Runde von Prof. Dr. Thomas Beyerle, Managing Director bei Catella Property Valuation GmbH.

Handelsexperte fordert Umnutzungsrechte

"Wir m?ssen feststellen, dass die Corona-Krise ein Brennglas ist f?r Entwicklungen, die in der Vergangenheit schon angefangen haben", fasst Markus Lentzler, Managing Director beim Einkaufszentren-Entwickler ECE, die Situation im Handel zusammen. "In Zukunft m?ssen wir uns f?r Einzelhandelsfl?chen Umnutzungskriterien ?berlegen", sagt der Handelsexperte. "Gerade bei gro?en Gewerbeimmobilien, wie Shopping-Centern, sollte das Planungsrecht flexibler gehandhabt werden. Wir haben in vielen Objekten Restriktionen oder eine Festsetzung bei der Nutzung von Fl?chen - etwa f?r Mode, Unterhaltungselektronik oder Lebensmittel - dabei decken sich die vorgegebenen Formate gar nicht mehr mit dem Markt." Dass der Handel einmal nahezu komplett online ablaufen wird, glaubt Lentzler aber nicht. Der ECE-Experte sieht die Zukunft der Innenst?dte in kleineren Kiezen, in denen verschiedene Nutzungsformen zum Tragen kommen. F?r den Hotelsektor, in dem ECE ebenfalls beteiligt ist, sieht Lentzler gro?e Herausforderungen, ist aber grunds?tzlich optimistisch, was die Anpassungsf?higkeit der Branche angeht: "Die Hotelbetreiber zeigen sich flexibel. Sie setzen jetzt auf den St?dte-Tourismus".

Preisverschiebung bei Privatimmobilien

Bei Privatimmobilien wird es aus Sicht von Ole von Beust eine Verschiebung ?ber die Stadtgrenzen hinaus geben. Langfristige Homeoffice-Konzepte erm?glichen die Arbeit von jedem Standort aus, dies erh?ht die Nachfrage nach Wohneigentum im Umland. In der Folge werde die Preise f?r innerst?dtische Wohnungen gerade im mittleren Preissegment fallen, prognostiziert der ehemalige B?rgermeister. Chancen sieht von Beust insbesondere im ?ffentlichen Wohnungsbau. Hier k?nnten noch brachliegende Fl?chen mobilisiert und auf diese Weise vergleichsweise g?nstig Boden erworben werden, was die stark gestiegenen Baukosten zumindest zu einem Teil ausgleicht.

F?r B?roimmobilien prognostiziert von Beust eine langfristig durchgreifende Bedarfs- und Nutzungsver?nderung: "Wer glaubt, nach einer fl?chendeckenden Impfung wird alles wie vorher, der hat sich gr?ndlich get?uscht. Ein Gros der Menschen hat eine starke Sympathie f?r ein Teil-Homeoffice. Wenn Mitarbeiter drei von f?nf Arbeitstagen im Homeoffice absolvieren, dann wird das die Anforderungen an die ben?tigten B?ror?ume ?ndern."

Leben, Wohnen und Arbeiten im Stadtteil der Zukunft

Stefan K?gl, General Manager f?r das Projekt Siemensstadt 2.0 in Berlin-Spandau, sieht den vom Konzern verfolgten Ansatz eines modernen Arbeits- und Lebensquartiers best?tigt. "Die Zukunft bringt uns eine Integration von Wohnen und Arbeiten in einem Viertel. Attraktive Wohnungen, von denen aus der Arbeitsplatz zu Fu?, mit dem Rad oder mit innovativen Mobilit?tskonzepten erreicht werden kann. Wir schaffen in Berlin-Spandau eine derartige A-Lage, die nicht in einer Innenstadt liegt." Beim Neubau moderner Wohn- und Arbeitsquartiere wie der Siemensstadt stehen K?gl zufolge die Nachhaltigkeit sowie der CO2-neutrale Betrieb und eine digitale Infrastruktur ganz oben.

Resilienz und Nachhaltigkeit als Schl?sselfaktoren

"Wir k?nnen und m?ssen unsere Komfortzone verlassen - gerade jetzt in der Krise", fordert Marcus Herrmann, CEO Europe Central des Planungs- und Beratungsunternehmens Arcadis, die Immobilienbranche auf. "Wir sollten jetzt Plattformen, Planungstools und Kooperationsmodelle ausprobieren, an die wir uns vor der Krise gar nicht herangewagt h?tten." Die Krise kann Herrmann zufolge dazu beitragen, die Unternehmen risikobereiter zu machen. Nur so k?nnten sie die Herausforderungen von morgen meistern. Der Wandel sollte die Branche motivieren, so intelligent zu investieren, dass es wirtschaftlich wieder bergauf geht. "Wir wollen mit unseren Kunden und Partnern kreativ und innovativ arbeiten", so der Arcadis-Chef.

?ber folgenden Link k?nnen Sie die gesamte Online-Paneldiskussion als Videoaufzeichnung nachverfolgen: https://bit.ly/3iRKcvO

Pressekontakt:

Bertram Subtil Arcadis Germany GmbH Telefon: 0151 17143438 E-Mail: mailto:bertram.subtil@arcadis.com http://www.arcadis.com

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