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Nahost, USA

DAMASKUS - Internationale Sanktionen und die Dollar-Krise im Libanon machen der Wirtschaft im Bürgerkriegsland Syrien schwer zu schaffen.

13.01.2020 - 13:50:25

Syrisches Pfund auf Rekordtief - Schwere Wirtschaftskrise. Das Syrische Pfund sank auf einen historischen Tiefststand, wie Händler am Montag in der Hauptstadt Damaskus berichteten. Ein US-Dollar kostet demnach derzeit rund 1015 Syrische Pfund. Zum Vergleich: Vor Beginn der Bürgerkriegs im März 2011 lag der Dollar bei etwa 50 Pfund.

Der Niedergang der Wirtschaft hat gravierende Folgen für den Alltag der Menschen. Händler in Damaskus klagen über fehlende Kunden. Der Besitzer eines Bekleidungsgeschäftes in Damaskus erzählte, dass teilweise den ganzen Tag keine Käufer kämen. "Kleidung hat keine Priorität mehr", sagte er. "Das Wichtigste sind die Lebensmittel."

Schon im vergangenen Frühjahr hatte Syriens Regierung wegen Treibstoffmangels das Benzin rationiert. Im November ließ sie die Löhne für Staatsbedienstete, Militärs und Rentner erhöhen, um den Druck auf die Menschen etwas zu verringern.

Die USA und die Europäische Union haben Sanktionen gegen die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad verhängt, weil sie ihm unter anderem die Unterdrückung der Zivilgesellschaft vorwerfen. Von den EU-Strafmaßnahmen sind derzeit 270 Personen und 70 Unternehmen betroffen. Sie sehen Kontosperrungen, Handelsbeschränkungen und Einreiseverbote in EU-Länder vor. Verschärft wird die Lage auch durch die Krise im Iran, der enge Verbindungen zu Syrien hat.

Das Bürgerkriegsland wird überdies schwer von der Wirtschaftskrise im benachbarten Libanon getroffen. Beide Länder sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Wegen der Sanktionen gegen Damaskus nutzen viele syrische Geschäftsleute libanesische Banken, wohlhabende Syrer haben dort hohe Einlagen. Zudem ist der Libanon ein wichtiges Exportland für Syrien, dort arbeitende Syrer wiederum schicken Geld zurück in die Heimat.

Allerdings hat die libanesische Zentralbank wegen der Wirtschaftskrise eine Devisenkontrolle eingeführt, um den Abfluss von Dollar zu verhindern. Bei vielen libanesischen Banken können Kunden nur noch 300 Dollar in der Woche abheben, wovon auch der Dollarstrom nach Syrien betroffen ist. Das libanesische Pfund hat ebenfalls stark an Wert verloren.

@ dpa.de

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