Auto, Umweltverschmutzung

Daimler hat unangenehmen Besuch bekommen.

23.05.2017 - 15:25:25

Nächster Diesel-Skandal? - Verdacht des Abgasbetrugs: Durchsuchungen bei Daimler. Ermittler durchsuchten mehrere Standorte. Grund: Verdacht auf Betrug. Hintergrund sind mögliche Manipulationen bei der Abgasnachbehandlung von Diesel-Fahrzeugen.

Stuttgart - Der Autokonzern Daimler rückt wegen möglicher Abgas-Manipulationen bei Dieselautos zunehmend ins Visier der Justiz. Ein Großaufgebot an Ermittlern durchsuchte mehrere Daimler-Standorte in verschiedenen Bundesländern. Hintergrund ist ein Verdacht auf Betrug und der strafbaren Werbung.

Im Rahmen der Ermittlungen gegen bekannte und unbekannte Mitarbeiter von Daimler waren 23 Staatsanwälte und 230 Polizisten aus Baden-Württemberg und anderen Bundesländern im Einsatz, wie die Stuttgarter Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mitteilten. Insgesamt seien elf Objekte in Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen und Sachsen in Augenschein genommen worden. Gesucht worden seien «beweiserhebliche» Unterlagen und Datenträger.

Der Autobauer teilte mit, man kooperiere «vollumfänglich» mit den Behörden. Weitere Angaben wollte die Firma mit Blick auf das laufende Ermittlungsverfahren nicht machen.

Bereits im März waren die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bekanntgeworden. Sie richten sich gegen «bekannte und unbekannte Mitarbeiter der Daimler AG wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung im Zusammenhang mit möglicher Manipulation der Abgasnachbehandlung bei Diesel Pkw».

Die Frage möglicher Manipulationen bei Abgaswerten beschäftigt Daimler seit längerem. Der Stuttgarter Autobauer betont, sich bei der Abgasnachbereitung in Dieselfahrzeugen an geltendes Recht zu halten. Streitpunkt ist ein sogenanntes Thermofenster, das in bestimmten Temperaturbereichen die Abgasnachbereitung herunterregelt. Nach der Argumentation der Hersteller wird das genutzt, um Bauteile im Motor zu schützen. Daimler hatte sich wie andere Hersteller auch mit dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) darauf geeinigt, 247 000 Fahrzeuge «freiwillig» zurückzurufen, um die Technik anzupassen.

Neben der Stuttgarter Staatsanwaltschaft beschäftigt sich auch die US-Justiz damit. Daimler muss sich in den USA mit mehreren Abgas-Sammelklagen befassen. Die Kanzlei Hagens Berman vertritt Autobesitzer aus zahlreichen Bundesstaaten, die dem Konzern vor allem irreführende Werbung und einen zu hohen Stickoxidausstoß bei zahlreichen Dieselmodellen vorwerfen. Der Konzern weist die Anschuldigungen zurück.

Im April forderte das amerikanische Justizministerium Daimler zu einer internen Untersuchung im Zusammenhang mit den Abgaswerten der Autos aus dem Hause Mercedes-Benz auf. Seitdem ermittelt Daimlers interne Revision mithilfe einer Anwaltskanzlei im Konzern.

Im September 2015 hatte der Daimler-Konkurrent Volkswagen eingeräumt, bei Millionen von Dieselautos Abgastests manipuliert zu haben. Dies hatte den Konzern in eine schwere Krise gestürzt.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

VW-Aufsichtsrat vertagt Personalentscheidung bei Audi. Das Gremium ging in Wolfsburg zunächst ohne Einigung auseinander. Die Aufsichtsräte von Volkswagen AG und Audi AG hätten noch keine Entscheidung getroffen und prüfe die Sachlage weiterhin, teilte ein Aufsichtsrats-Sprecher mit. Am Abend war demnach weiterhin denkbar, dass Audi-Vertriebschef Bram Schot das Amt nach der Verhaftung von Audi-Chef Rupert Stadler vorläufig übernimmt. Wolfsburg - Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat seine Entscheidung über die Besetzung des Chefpostens bei Audi vertagt. (Politik, 18.06.2018 - 23:18) weiterlesen...

Schot soll Nachfolger werden - Audi-Chef Stadler unter Betrugsverdacht verhaftet. Wegen Verdunkelungsgefahr nahmen Ermittler ihn in U-Haft. Ein vorläufiger Nachfolger steht schon bereit. Im Abgasskandal bekommt Audi-Chef Stadler die harte Hand der Justiz zu spüren. (Wirtschaft, 18.06.2018 - 22:36) weiterlesen...

Kreise: Vertriebsvorstand soll neuer Audi-Chef werden. Der Audi-Aufsichtsrat muss der Personalie noch formal zustimmen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von Insidern. Der in den Niederlanden geborene Manager ist seit September vergangenen Jahres bei Audi. Mit Stadler war zum ersten Mal in der Dieselaffäre ein Unternehmenslenker verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft München wirft ihm Betrug vor und erwirkte einen Haftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr. Ingolstadt - Nach der Verhaftung von Audi-Chef Rupert Stadler soll der bisher unbelastete Vertriebschef Bram Schot vorerst an die Spitze des Autobauers aufrücken. (Politik, 18.06.2018 - 15:50) weiterlesen...

Audi: Vertriebsvorstand soll Chefposten vorläufig übernehmen. Der Audi-Aufsichtsrat muss der Personalie noch formal zustimmen, wie die Deutsche Presse-Agentur von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr. Ingolstadt - Der derzeitige Audi-Vertriebsvorstand Bram Schot soll bei dem Autobauer vorläufig den Chefposten vom verhafteten Rupert Stadler übernehmen. (Politik, 18.06.2018 - 15:24) weiterlesen...

Kreise: Vertriebsvorstand soll Audi-Chefposten vorläufig übernehmen. Der Audi-Aufsichtsrat muss der Personalie noch formal zustimmen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr. Ingolstadt/Wolfsburg - Der derzeitige Audi-Vertriebsvorstand Bram Schot soll bei dem Autobauer vorläufig den Chefposten vom verhafteten Rupert Stadler übernehmen. (Politik, 18.06.2018 - 15:22) weiterlesen...

«Ehrgeizig und bodenständig» - Audi-Chef Rupert Stadler im Kurzporträt. Der 55 Jahre alte Manager steht seit Anfang 2007 an der Spitze der VW-Tochter, seit 2010 sitzt er zudem im Konzernvorstand von Volkswagen. Seine Karriere verlief steil. Ingolstadt - Er gilt als ehrgeizig und bodenständig - Rupert Stadler, der Vorstandsvorsitzende der Audi AG in Ingolstadt. (Politik, 18.06.2018 - 14:22) weiterlesen...