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D?sseldorf - Einige Ger?chte rund um das Thema Bewerbung halten sich hartn?ckig - vom Anschreiben ?ber die Selbstpr?sentation bis hin zur Gehaltsfrage.

15.09.2020 - 12:42:26

Die f?nf hartn?ckigsten Bewerbungsmythen - und was an ihnen dran ist

D?sseldorf - Einige Ger?chte rund um das Thema Bewerbung halten sich hartn?ckig - vom Anschreiben ?ber die Selbstpr?sentation bis hin zur Gehaltsfrage. Aber wo ist wirklich etwas dran? Und welche Annahmen sind l?ngst ?berholt? Die Jobplattform StepStone befragt regelm??ig tausende Recruiter und Bewerber und wei?, was bei der Jobsuche z?hlt. Auf Basis der neuesten Erkenntnisse r?umen die Experten von StepStone mit den beliebtesten Bewerbungsmythem auf.

1. Wenn ich schon viele Jobs hatte, gelte ich als Job-Hopper.

Falsch. Der Arbeitsmarkt wird zunehmend dynamischer und schnelllebiger - das wissen auch die Personaler. Aktuelle StepStone Studien zeigen, dass die Wechselbereitschaft von Arbeitnehmern in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Jobs sind immer h?ufiger projektbezogen oder haben eine befristete Vertragslaufzeit. "Je nach Aufgabenprofil in der ausgeschriebenen Stelle bewerten Personaler es sogar positiv, wenn der Bewerber in vielen unterschiedlichen Bereichen in kurzer Zeit Erfahrungen gesammelt hat - das beweist Flexibilit?t und Anpassungsf?higkeit", sagt StepStone Karriereexpertin Inga Rottl?nder. Aber es k?nnen auch pers?nliche Gr?nde sein, die eine berufliche Ver?nderung bedingen. Jeder zweite Bewerber gab bei einer StepStone Studie an, wegen einer unpassenden Unternehmenskultur den Job gewechselt zu haben. Jeder Dritte hat sogar schon einmal in der Probezeit gek?ndigt, weil es einfach nicht passte. Die Personalverantwortlichen haben h?ufig Verst?ndnis f?r einen Wechsel, wenn dieser gut begr?ndet ist. "Hat man sich beruflich sehr h?ufig und schnell ver?ndert, ist es ratsam, den Grund im Lebenslauf unter der jeweiligen Station kurz zu nennen - zum Beispiel ein Umzug oder dass das Aufgabenprofil letztendlich doch nicht gepasst hat", sagt Rottl?nder. "So k?nnen Bewerberinnen und Bewerber m?gliche Fragen von Personalverantwortlichen direkt abfangen."

2. Personaler interessieren sich nicht f?r meine Social Media Auftritte.

Stimmt nicht. Laut einer StepStone Studie recherchiert immerhin knapp jeder zweite Recruiter im Internet nach Informationen zu den Bewerberinnen und Bewerbern. Die wichtigsten Quellen sind dabei Google und soziale Netzwerke. "Es ergibt durchaus Sinn, vor der Jobsuche einmal in die Rolle des Personalers zu schl?pfen und seinen Namen in die Suchmaske einzugeben. So l?sst sich leicht nachpr?fen, welche pers?nlichen Informationen im Netz kursieren und welchen Eindruck der Recruiter dadurch von mir gewinnt", empfiehlt Rottl?nder. "Auch wenn die Urlaubsfotos auf Instagram am Ende nicht dar?ber entscheiden werden, ob man einen Job bekommt oder nicht: Es ist empfehlenswert, seine sozialen Kan?le zu pflegen."

3. Ich verschweige besser, dass ich mich auch woanders beworben habe.

Falsch. Im Gegenteil: Recruiter rechnen sogar damit, dass Bewerber sich auch bei anderen Unternehmen umsehen. Laut StepStone Marktforschung bewerben sich fast zwei Drittel der Befragten im Laufe einer Jobsuche bei sechs oder mehr Unternehmen. Ein Drittel von ihnen bewirbt sich sogar bei mehr als f?nfzehn Unternehmen. Personalverantwortliche erwarten daher eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob man sich noch bei anderen Unternehmen beworben hat. Alles andere k?nnte auf eine fehlende Motivation bei der Jobsuche schlie?en.

4. Wenn ich niedrige Gehaltsvorstellungen angebe, habe ich bessere Jobchancen.

Stimmt nicht. Allzu bescheidene Gehaltsvorstellungen k?nnen bei Personalern als Zeichen f?r mangelnde Erfahrung oder geringes Selbstbewusstsein interpretiert werden. Es besteht die Gefahr, dass das Gegen?ber einen also gar nicht als ausreichend qualifizierten Mitarbeiter in Betracht zieht. Niedrige Gehaltsw?nsche offenbaren auch, dass man sich nicht hinreichend ?ber ein realistisches Gehalt informiert hat. Bewerber sollten sich im Vorfeld dar?ber informieren, wie das Gehalt in vergleichbaren Positionen und Branchen ausf?llt. Rottl?nder empfiehlt: "Hier eignen sich - neben dem Austausch mit Freunden oder der Familie - Gehaltsrechner oder -reports, die verschiedene Geh?lter vergleichen und einen ?berblick geben. In der Gehaltsverhandlung selbst ist es ratsam, eine Gehaltsvorstellung zu nennen, die einen gewissen Puffer nach unten zul?sst - und trotzdem realistisch ist. In der Regel n?hern sich Bewerber und Personalverantwortliche dann so an, dass beide zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen."

5. Das Anschreiben ist der wichtigste Bestandteil meiner Bewerbung.

Falsch, der Lebenslauf ist der wichtigste Bestandteil - das gaben ganze 90 Prozent der Recruiter in Deutschland im Rahmen einer StepStone Studie an. Das Anschreiben folgt mit gro?em Abstand nur auf Platz zwei. Tats?chlich nimmt die Bedeutung des Anschreibens seit Jahren immer weiter ab. Der Hauptgrund: Der Trend zur schnellen, unkomplizierten Online- und Mobil-Bewerbung. Arbeitgeber legen zunehmend Wert darauf, potenziellen Bewerbern die Kontaktaufnahme so leicht wie m?glich zu machen. Einige Unternehmen - wie zum Beispiel die Deutsche Bahn - haben das Anschreiben deshalb sogar abgeschafft.

?ber die StepStone Studien

Die vorliegenden Ergebnisse beruhen auf Online-Befragungen von im Schnitt je 20.000 Fach- und F?hrungskr?ften aus dem Jahr 2020 und den vergangenen Jahren. Alle aktuellen StepStone Studien und Informationen rund um Karriere, Gehalt, Recruiting und Arbeitsmarkt kostenfrei, ?bersichtlich und multimedial aufbereitet unter: http://www.stepstone.de/wissen

?ber StepStone

Mit StepStone trifft jeder die richtige Jobentscheidung. Das E-Recruiting-Unternehmen verbindet Menschen mit der Arbeitswelt - neben Online-Jobplattformen (StepStone, TotalJobs, Saongroup u.a.) z?hlen weitere digitale Services wie Employer-Branding-Dienstleistungen, Gehaltsanalysen sowie Video-Recruiting-L?sungen zum Angebot des Unternehmens. Die StepStone GmbH, eine Tochter der Axel Springer SE, ist in mehr als 20 L?ndern aktiv und besch?ftigt mehr als 3.500 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in D?sseldorf. StepStone Deutschland betreibt die Jobplattform http://www.stepstone.de .

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