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USA, Volkswirtschaft

Coronavirus-Pandemie stürzt US-Arbeitsmarkt in dramatische Lage

26.03.2020 - 17:03:44

WASHINGTON - Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie schlagen in den USA mit voller Wucht auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt durch: Die größte Volkswirtschaft der Welt befindet sich im steilen Sinkflug - trotz eines vom Kongress auf den Weg gebrachten Konjunkturpakets ohne Gleichen. Damit sollen rund 2 Billionen Dollar in die Wirtschaft gepumpt werden. Dennoch rechnen viele Analysten inzwischen mit einem erheblichen Einbruch im zweiten Quartal und einer Rezession auf das ganze Jahr betrachtet.

VIRUS/ROUNDUP: EZB startet Not-Anleihekäufe - wichtige Beschränkung fällt weg

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag ihr neues gigantisches Not-Anleihekaufprogramm gestartet. "Die EZB wird alle Optionen und Möglichkeiten prüfen, um die Wirtschaft in der Bewältigung dieses außergewöhnlichen Schocks zu unterstützen", teilte die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mit. An den Finanzmärkten profitierten vor allem Anleihen südeuropäischer Länder wie etwa Italien von dem Kaufstart.

ROUNDUP: Britische Notenbank lässt Zins stabil - Warnt vor Corona-Folgen

LONDON - Nach zwei außerordentlichen Zinssenkungen im März hat die britische Zentralbank ihren Leitzins am Donnerstag wie erwartet unverändert gelassen. Der Leitzins verharre bei 0,10 Prozent, teilte die Bank of England (BoE) am Donnerstag in London mit. Die Entscheidung war von Volkswirten erwartet worden. Zuvor hatte die BoE in diesem Monat wegen den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise bereits zweimal den Leitzins gesenkt. Zu Monatsbeginn hatte er noch bei 0,75 Prozent gelegen.

ROUNDUP: Pictet erwartet globale Rezession - Gefahr von Staatspleiten gering

GENF - Die Schweizer Privatbank Pictet erwartet für das Jahr 2020 eine globale Rezession. Der wirtschaftliche Einbruch wegen der Corona-Krise erfolge in den großen Volkswirtschaften nicht zeitgleich, weswegen eine Erholung auf globaler Ebene erst im dritten und vierten Quartals spürbar werde, analysierte Christophe Donay, Leiter des Bereichs "Macro Asset Allocation & Macro Research" in einer Telefonkonferenz am Donnerstag. Nach Einschätzung der Schweizer Bank dürfte die Weltwirtschaft im Hauptszenario im laufenden Jahr um 0,4 Prozent schrumpfen.

ROUNDUP/Corona-Krise: Eindämmung durch Tests - Spahn: 'Ruhe vor dem Sturm'

BERLIN - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet mit weiter steigenden Belastungen für Ärzte und Pfleger in der Corona-Krise. Gleichzeitig laufen in der Regierung schon erste Planungen für die Zeit nach dem weitgehenden Stillstand des öffentlichen Lebens. "Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm", sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. "Keiner kann genau sagen, was in den nächsten Wochen kommt." Daher sei es weiterhin nötig, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gleichzeitig die Kapazitäten in den Kliniken auch mit Intensivbetten zu erhöhen.

US-Wirtschaft wächst vor Virus-Krise solide

WASHINGTON - Die amerikanische Wirtschaft hat ihr solides Wachstumstempo vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gehalten. Nach Angaben des Handelsministeriums vom Donnerstag wuchs die Wirtschaftsleistung der weltgrößten Volkswirtschaft im vierten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Mit dieser dritten Schätzung wurden vorläufige Zahlen bestätigt. Die Rate entspricht dem Zuwachs im dritten Quartal.

VIRUS: G20-Staaten wollen Corona-Krise gemeinsam bewältigen

RIAD/BERLIN - Die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte haben sich bei einem G20-Videogipfel darauf verständigt, bei der Bekämpfung der Corona-Krise an einem Strang zu ziehen. "Wir bekennen uns nachdrücklich dazu, dieser gemeinsamen Bedrohung geeint entgegenzutreten", heißt es in der Abschlusserklärung, die am Donnerstag von der Bundesregierung in Berlin verbreitet wurde.

US-Notenbankchef Powell: Könnten in Rezession stecken - Munition geht nicht aus

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft könnte nach Einschätzung von US-Notenbankpräsident Jerome Powell infolge der Virus-Krise bereits im wirtschaftlichen Abschwung stecken. "Wir könnten bereits in der Rezession sein", sagte der Vorsitzende der amerikanischen Notenbank Fed am Donnerstag in einem seiner seltenen Auftritte in einer amerikanischen Fernsehsendung. Zugleich äußerte der Fed-Chef die Hoffnung, dass die weltgrößte Volkswirtschaft im späteren Jahresverlauf wieder wachse. Zuvor müsse jedoch die Virus-Krise unter Kontrolle gebracht werden.

IW: Corona-Krise massive Bedrohung für die deutsche Wirtschaft

KÖLN - Die Corona-Krise wird die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) massiv belasten. Sollten die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus noch bis Ende Juni andauern, könnte die deutsche Wirtschaftsleistung um zehn Prozent geringer ausfallen im Vergleich zu einem normalen Jahresverlauf, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Donnerstag. Besonders stark wäre in diesem Fall die Industrie betroffen, wo mit einem Einbruch von 18 Prozent zu rechnen wäre.

ROUNDUP: Corona-Krise lässt Frankreichs Geschäftsklima einbrechen

PARIS - Frankreichs Wirtschaft wird durch die Corona-Krise massiv belastet. Im März ist die Stimmung in den Unternehmen so stark wie noch nie eingebrochen, wie aus Daten des Statistikamtes Insee vom Donnerstag hervorgeht. Der Indexwert für das Geschäftsklima sei um 10 Punkte auf 95 Zähler gefallen. Einen derart starken Einbuch hat es seit Beginn der Erhebung nicht gegeben.

ROUNDUP: GfK: Coronavirus lässt Verbraucherstimmung einbrechen

NÜRNBERG - Die aktuelle Corona-Krise hat die Verbraucherstimmung in Deutschland auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise einbrechen lassen. In seinem monatlich ermittelten Konsumklimaindex prognostiziert der Nürnberger Marktforscher GfK für April einen Rückgang um 5,6 Punkte auf 2,7 Zähler.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

@ dpa.de

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