Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Nordafrika

Coronabedingt startet Afrikas geplanter Binnenmarkt verspätet

27.12.2020 - 12:35:25

Coronabedingt startet Afrikas geplanter Binnenmarkt verspätet. JOHANNESBURG - Zum Jahreswechsel geht die Afrikanische Freihandelszone (AfCFTA) an den Start. Ursprünglich für den 1. Juli dieses Jahres geplant, war der Beginn wegen der Corona-Pandemie um sechs Monate auf den 1. Januar 2021 verschoben worden. Nach Schätzung

der Weltbank könnte die Freihandelszone bis 2035 rund 30 Millionen Menschen von Armut befreien, das Einkommen des Kontinents um 450 Milliarden Dollar (385 Milliarden Euro) und die Exporte innerhalb des Kontinents um 81 Prozent steigern.

Der Handel innerhalb Afrikas ist derzeit noch durch hohe Einfuhrzölle und Bürokratie-Hürden erschwert. Experten mahnen daher, dass die Mitglieder die Einigung zügig und konsequent umsetzen müssten. Mit allen afrikanischen Staaten wird AfCFTA einen Markt von 1,2 Milliarden Menschen umfassen und eine der weltgrößten Freihandelszonen sein. Bisher haben fast alle Länder Afrikas das Abkommen unterschrieben, rund drei Dutzend ratifizierten es.

Afrikanische Länder hätten sich mit dem wegweisenden Beschluss für eine afrikanische Freihandelszone eine sehr anspruchsvolle Agenda gegeben, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor Beginn der Corona-Krise Ende 2019 bei einem Südafrika-Besuch erklärt. Es müsse nun der Übergang geschaffen werden zu einem sich selbst tragenden Wirtschaftsaufschwung in Afrika.

Der alte Traum von einer panafrikanischen Freihandelszone gilt zunächst als ideale Wertvorstellung, bei deren Umsetzung noch viele Steine im Weg liegen. Der Leiter der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das Südliche Afrika sieht nicht nur wegen der Corona-Beschränkungen einen eher schleppenden Auftakt. "Es muss einfach bekannter werden und es muss in der Praxis Beispiele geben, wo die Regelungen zu Vereinfachungen oder Erleichterungen geführt haben", sagte Matthias Boddenberg der Deutschen Presse-Agentur.

Die geplante Freihandelszone ist nach Angaben der Weltbank wegen der Corona-Krise sogar besonders wichtig. Denn 2020 droht dem Kontinent dem Internationalen Währungsfonds zufolge ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Leistung um mindestens 3,2 Prozent. AfCFTA könne die negativen Folgen der Krise auf das Wirtschaftswachstum abfedern, indem der regionale Handel und Wertschöpfungsketten unterstützt werden, heißt es von der Weltbank.

Auch Stephen Karingi von Afrikas Wirtschaftskommission ECA mahnt daher zu mehr Einsatz. "Beim Anwerben von direkten Investitionen aus dem Ausland verkaufen sich Afrikas Volkswirtschaften noch immer unter Wert." In den vergangenen Jahren seien die Investionen dahingeschmolzen wie Butter an der Sonne: Erreichten sie 2015 noch 56,6 Milliarden Dollar, so lag ihr Wert 2017 noch bei 42 Milliard Dollar: "Diese Zahl repräsentiert weniger als drei Prozent der weltweiten Investionsflüsse."

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung betonte in einer Studie, dass vor allem Fortschritte in den zentralen Entwicklungsbereichen Gesundheit, Bildung und Landwirtschaft wichtig sind. Wissenschaftler wie der südafrikanische Professor Tshilidzi Marwala hoffen, dank technischer und sozialer Innovationen vor allem im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik einzelne Entwicklungsstufen überspringen zu können. Andernfalls drohe eine immer weiter auseinander klaffende Lücke zwischen Afrika und den Industrieländern, mahnt der Leiter der Universität von Johannesburg.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Söder: Keine Abkehr von Inzidenzwerten als Messlatte. "Die Inzidenz ist nach wie vor der mit Abstand beste und verlässlichste Wert", sagte der CSU-Chef am Freitag in seiner Regierungserklärung im Landtag in München. MÜNCHEN - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat Rufen nach einer Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als entscheidende Messgröße zur Beurteilung der Lage in der Corona-Pandemie eine Absage erteilt. (Wirtschaft, 05.03.2021 - 13:34) weiterlesen...

Bundestag beschließt Reform des Taxi- und Fahrdienstmarktes. Das sieht eine Reform des Taxi- und Fahrdienstmarktes vor, die der Bundestag am Freitag mit den Stimmen der großen Koalition und der Grünen beschlossen hat. BERLIN - Für neue Mobilitätsangebote in Städten und ländlichen Regionen, die Fahrgäste meist digital buchen können, soll ein grundlegender Rechtsrahmen kommen. (Boerse, 05.03.2021 - 13:30) weiterlesen...

Start-up-Initiative gegen bundesweite Einführung der Luca-App. "Eine einheitliche Lösung kann, auch mit Blick auf die Erfahrung mit der Corona-Warn-App, nur zum Scheitern verurteilt sein", erklärte am Freitag Jan Kus, Geschäftsführer der Railslove GmbH, die mit der Recover-App eine konkurrierende Lösung zur Luca-App anbietet. BERLIN - Die Start-up-Initative "Wir für Digitalisierung" hat sich gegen eine exklusive Einführung der Luca-App zur bundesweiten Kontaktverfolgung in der Corona-Pandemie ausgesprochen. (Boerse, 05.03.2021 - 13:25) weiterlesen...

Estlands Staatspräsidentin gegen Corona geimpft. Das Staatsoberhaupt des baltischen EU- und Nato-Landes erhielt am Freitag im Regionalkrankenhaus Nordestland in der Hauptstadt Tallinn die erste von zwei Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca . Dies teilte die 51-jährige auf Facebook mit. Kaljulaid appellierte an die Bürger Estlands, es ihr wenn immer möglich nachzutun, um wieder zu Normalität zurückkehren zu können. TALLINN - Estlands Präsidentin Kersti Kaljulaid hat sich gegen Corona impfen lassen. (Boerse, 05.03.2021 - 13:16) weiterlesen...

Wirecard-Ausschuss: Bundesbank distanziert sich von Bafin-Beschluss. Die Fachbereiche der Bundesbank hätten keine Gefahr für die Finanzstabilität gesehen, die ein solches Verbot begründet hätte, sagte der Bereichsleiter für Finanzstabilität am Freitag im Untersuchungsausschuss des Bundestags. Ähnlich hatte sich zuvor ein Abteilungsleiter geäußert. Die Stellungnahme der Bundesbank wurde allerdings nicht schriftlich, sondern nur telefonisch an die Bafin weitergeleitet. BERLIN - Vertreter der Bundesbank haben sich im Bilanzskandal von Wirecard von der umstrittenen Bafin-Entscheidung über ein Leerverkaufsverbot auf Wirecard-Aktien distanziert. (Boerse, 05.03.2021 - 13:14) weiterlesen...

Schweden will bis zum Sommer Impfbescheinigung einführen. Digitalisierungsminister Anders Ygeman sagte am Freitag, jeder Schwede, der gegen das Covid-19-Virus geimpft wurde, soll dafür eine international gültige Bestätigung bekommen, entweder als App oder ein Dokument zum Herunterladen. STOCKHOLM - Die schwedische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Sommer ein digitales System für den Nachweis von Impfungen zu entwickeln. (Boerse, 05.03.2021 - 13:10) weiterlesen...