Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Frankreich, Volkswirtschaft

Corona-Situation in Frankreich verschärft sich

29.08.2020 - 10:12:29

Corona-Situation in Frankreich verschärft sich. PARIS - In Frankreich spitzt sich die Lage mit mehr als 7000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von einem Tag weiter zu. Das Gesundheitsministerium sprach am Freitagabend von einem "exponentiellen" Anstieg. Auch in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen steige die Zahl der Patientinnen und Patienten wieder an - wenn auch auf niedrigem Niveau. Gleichzeitig treten immer schärfere Regelungen bei der Maskenpflicht in Kraft. Präsident Emmanuel Macron warnte angesichts der steigenden Zahlen vor Grenzschließungen innerhalb Europas.

In den vergangenen 24 Stunden seien 7379 neue Fälle gezählt worden, meldete das Gesundheitsministerium am Freitagabend. Am Vortag waren es mehr als 6000, davor mehr als 5000. Die 4000er-Schwelle war zuvor mehrfach überstiegen worden. "Die Dynamik des Fortschreitens der Epidemie ist exponentiell", hieß es. Seit einigen Wochen steigen die Fallzahlen im ganzen Land an - die Lage ist allerdings regional unterschiedlich.

Die Regierung hat 21 Départements im Land als Risikogebiete klassifiziert. Dort herrscht erhöhte Ansteckungsgefahr. Diese sogenannten roten Zonen liegen vorwiegend - aber nicht ausschließlich

- an der Mittelmeerküste und rund um die Hauptstadt Paris. Für die

Region Provence-Alpes-Côte d'Azur am Mittelmeer wie auch für den Großraum Paris gilt eine Reisewarnung der Bundesregierung. Viele fürchten, dass sich eine solche Reisewarnung auf ganz Frankreich ausweiten könne.

Macron betonte am Freitag erneut, dass generelle Grenzschließungen nicht der richtige Weg seien, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Die Schließung von Grenzen zwischen zwei Ländern mache keinen Sinn, wenn es Gebiete mit aktiver Virus-Zirkulation gebe, die identifiziert seien, sagte er. "Lassen Sie uns in dieser Frage nicht die Fehler von März wiederholen", warnte er. Er erinnerte an die zahlreichen Grenzgänger, die von generellen Reise-Beschränkungen betroffen wären - auch wenn sie zum Beispiel in keinem der beiden Länder in einem Risikogebiet unterwegs sind.

"Ich glaube, es gibt noch viel zu tun, um die Koordinierung zu verbessern", so Macron. Wichtig sei es, Risikogebiete zu identifizieren und regional gegen die Verbreitung des Virus vorzugehen. Darüber habe er sich bei ihrem Besuch Ende vergangener Woche auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgetauscht. Man werde in den kommenden Tagen daran arbeiten, in diesem Punkt voranzukommen, so Macron. Die Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Frankreich hatten im Frühjahr für erhebliche Verstimmungen - vor allem in den Grenzregionen - gesorgt.

Frankreich versucht unterdessen mit verschärften Maßnahmen gegen die Epidemie vorzugehen. Seit Freitag gilt in ganz Paris und den angrenzenden Départements eine Maskenpflicht unter freiem Himmel. Ab Samstag gibt es auch strengere Regeln im an Deutschland grenzenden Département Bas-Rhin. So ist die Maske hier in Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern Pflicht - dazu zählt auch die Elsass-Metropole Straßburg. Ähnliche Regelungen gibt es auch andernorts - in der Hafenstadt Marseille müssen Bars um 23 Uhr schließen.

Die Regierung betonte zuletzt immer wieder, landesweite Ausgangsbeschränkungen vermeiden zu wollen. Wichtig sei es, in sogenannten Clustern entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die Lage sei außerdem nicht mit der Situation im Frühjahr vergleichbar, erklärte Premier Jean Castex. Man teste auch viel mehr als damals. Dies täusche aber nicht darüber hinweg, dass die Zahl der Neuinfektionen ansteige. Frankreich zählt seit Beginn der Epidemie mehr als 30 500 Tote.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

'Welt': Brüssel pocht bei Migration auf Pflichten für EU-Staaten. Alternativ könnten die Regierungen aber auch etwa Hilfe bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber leisten, berichtete die "Welt" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige EU-Diplomaten. Zunächst einmal soll die Solidarität der anderen EU-Staaten - zumindest bei bestimmten Szenarien - jedoch freiwillig sein. EU-Kreise bestätigten dies. BRÜSSEL - Bei der Reform der Asyl- und Migrationspolitik setzt die EU-Kommission darauf, die EU-Staaten in Ausnahmesituationen zur Aufnahme von Schutzbedürftigen zu verpflichten. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 21:46) weiterlesen...

Eurostat: Zahl der Asylbewerber fällt in Corona-Krise drastisch. Im zweiten Quartal 2020 sei die Zahl der Erstanträge auf internationalen Schutz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 68 Prozent auf rund 46 500 gefallen, teilte die EU-Statistikagentur Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Dieser starke Rückgang sei auf die Notfallmaßnahmen zurückzuführen, die die EU-Staaten seit Anfang März wegen der Coronavirus-Pandemie ergriffen hätten. Insgesamt habe es innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 196 600 Erstanträge auf Asyl gegeben. Zuerst hatte die Funke Mediengruppe berichtet. LUXEMBURG - Die Corona-Krise hat zu einem deutlichen Rückgang der Asylbewerberzahlen in der EU geführt. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 21:45) weiterlesen...

EU-Gipfel kurzfristig verschoben - Sprecher verweist auf Covid-Fall (durchgehend aktualisiert) (Wirtschaft, 22.09.2020 - 21:43) weiterlesen...

Devisen: Euro bleibt unter Druck - Tiefster Stand seit Ende Juli. Zwischenzeitlich war der Kurs der Gemeinschaftswährung sogar unter die Marke von 1,17 US-Dollar gefallen, den niedrigsten Kurs seit Ende Juli. Zuletzt wurde der Euro bei 1,1707 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1740 (Montag: 1,1787) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8518 (0,8484) Euro gekostet. NEW YORK - Der Euro hat am Dienstag auch im US-Handel unter Druck gestanden. (Boerse, 22.09.2020 - 21:14) weiterlesen...

Nach vier Jahren: Athen kündigt neue Gespräche mit der Türkei an. Die neue Runde der Gespräche solle in Istanbul stattfinden, teilte das griechische Außenministerium am Dienstag mit, ohne ein genaues Datum zu nennen. Zuvor hatte bereits das türkische Präsidialamt nach einer Videokonferenz zwischen EU-Ratspräsident Charles Michel, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mitgeteilt, die Türkei und Griechenland seien zu Sondierungsgesprächen bereit. ATHEN - Mitten im Streit über Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer wollen Griechenland und die Türkei ihre vor rund vier Jahren unterbrochenen Sondierungsgespräche neu starten. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 18:44) weiterlesen...

TAGESVORSCHAU: Termine am 23. September 2020. FRANKFURT - Wirtschafts- und Finanztermine am Mittwoch, den 23. September: TAGESVORSCHAU: Termine am 23. September 2020 (Boerse, 22.09.2020 - 17:33) weiterlesen...