Produktion, Absatz

China kommt USA bei Autozöllen entgegen

03.12.2018 - 14:44:25

WASHINGTON/PEKING - Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten hat sich China nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zu einem Entgegenkommen bei Autozöllen bereiterklärt. Peking wollte dies zunächst nicht bestätigen, dementierte die Darstellung Trumps aber auch nicht. Die Volksrepublik habe eingewilligt, Zölle auf Autoimporte aus den USA zu senken und zu beseitigen, erklärte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Gefragt nach den Zollsenkungen, wich der chinesische Außenamtssprecher Geng Shuang am Montag einer direkten Antwort aus. Bei ihren Gesprächen am Rande des G20-Gipfels hätte beide Seiten am Wochenende eine "Konsens über wirtschaftliche Probleme erreicht", sagte er. Auch habe man sich darauf geeinigt, keine neuen Strafzölle zu verhängen. Es werde nun an einem "konkreten Abkommen" gearbeitet, um den Handelskonflikt beizulegen.

China hatte vor Monaten die Zölle für die Einfuhr ausländischer Autos zunächst von 25 Prozent auf 15 Prozent gesenkt. Als Reaktion auf den eskalierenden Handelsstreit mit den USA wurden die Abgaben für US-Autobauer dann jedoch kurze Zeit später auf 40 Prozent erhöht. Das Pekinger Handelsministerium, das sich in der Regel zu Zollfragen äußert, reagierte am Dienstag zunächst nicht auf den Tweet von Trump.

Am Wochenende hatten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt beim G20-Gipfel in Buenos Aires eine weitere Eskalation in ihrem erbittert geführten Handelskrieg vorerst abgewendet. Die USA versprachen, ihre zusätzlichen Zölle auf chinesische Einfuhren vorerst nicht wie geplant zu erhöhen oder auszuweiten. Im Gegenzug sicherte China zu, seine Importe aus den USA zu erhöhen, um das Handelsungleichgewicht zu verringern.

Trump schrieb am Montag auf Twitter, sein Treffen mit Xi sei "außergewöhnlich" gewesen. "Die Beziehungen mit China haben einen großen Sprung nach vorn gemacht!"

Der Burgfrieden ist nach Angaben des Weißen Hauses mit einer Frist verknüpft, in der China weitere Zugeständnisse machen muss. Beide Seiten wollen laut Trumps Sprecherin Sarah Sanders versuchen, ihre Differenzen innerhalb von 90 Tagen beizulegen. Wenn bis dahin keine Einigung erzielt werden könne, würden die USA ihre Pläne für eine Erhöhung der Sonderabgaben auf Importe aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent doch umsetzen. China bestätigte diese Frist bislang nicht.

US-Finanzminister Steven Mnuchin zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass aus der Gipfelvereinbarung ein richtiges Abkommen werden könne. Es sei das erste Mal, dass die US-Regierung von der chinesischen Seite die Zusage für ein solches Abkommen bekommen habe, sagte er dem Sender CNBC.

@ dpa.de

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