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Deloitte

CFO-Survey Herbst 2020 von Deloitte: Finanzvorst?nde richten ihre Strategien neu aus

18.11.2020 - 12:07:39

CFO-Survey Herbst 2020 von Deloitte: Finanzvorst?nde richten ihre Strategien neu aus. M?nchen - - Pandemie beschleunigt New Work und Optimierungsma?nahmen: Zwei Drittel der Unternehmen wollen auch nach der Krise vermehrt auf Remote Working setzen; Investitionen aktuell vor allem bei immateriellen Verm?genswerten wie Organisations- und Prozess-Optimierung - Infolge der konjunkturellen Erholung in ...

M?nchen -

- Pandemie beschleunigt New Work und Optimierungsma?nahmen: Zwei Drittel der Unternehmen wollen auch nach der Krise vermehrt auf Remote Working setzen; Investitionen aktuell vor allem bei immateriellen Verm?genswerten wie Organisations- und Prozess-Optimierung - Infolge der konjunkturellen Erholung in Deutschland nach dem tiefen Fall im zweiten Quartal r?cken 'Merger & Acquisitions' (M&A) wieder auf den Radar der CFOs; strategische Allianzen, ?bernahmen und Synergieeffekte sind dabei weitere Top-Priorit?ten der CFOs - Finanzvorst?nde ?berwiegend zufrieden mit den wirtschaftspolitischen Covid19-Ma?nahmen, fast die H?lfte bewertet das Ma?nahmenpaket als gut oder sehr gut: Mehr als die H?lfte der CFOs sehen eine hohe oder sehr hohe Wirksamkeit des Kurzarbeitergelds - Drei von vier deutschen Unternehmen befanden sich im September auf Wachstumskurs oder in der Erholungsphase, weit mehr als in meisten anderen EU-Staaten

Die wirtschaftliche Talsohle der Covid19-Krise scheint in Deutschland nach einem starken dritten Quartal durchschritten, auch wenn der 'Lockdown light' den Aufschwung pausieren lassen d?rfte und das Vorkrisen-Niveau noch in weiter Ferne liegt. So sieht Deloitte in der Herbstausgabe seines CFO Survey eine grunds?tzlich optimistische Grundeinstellung bei den Unternehmen. Die Finanzvorst?nde sch?tzen die wirtschaftspolitischen Ma?nahmen in der Krise positiv ein, vor allem das Kurzarbeitergeld halten die CFOs mehrheitlich f?r wirksam, die KfW-Kredite folgen auf dem zweiten Platz.

Um den positiven konjunkturellen Trend zu erhalten und trotz weiterer Ma?nahmen krisen- und zukunftssicher auszubauen, investieren CFOs vermehrt in Prozess- und Organisations-Optimierung und die Digitalisierung. Ebenso wollen sie zu einem betr?chtlichen Teil 'Remote Working' als dauerhafte Errungenschaft der Krise beibehalten. Auch die Aussichten f?r das krisenbedingt zur?ckgegangene M&A-Gesch?ft hellen sich wieder auf, was auch die j?ngsten Meldungen um gro?e Firmen?bernahmen und -zusammenschl?sse belegen.

"COVID-19 hat die deutsche Wirtschaft im Fr?hsommer zwar auf eine tiefe konjunkturelle Talfahrt geschickt", erkl?rt Dr. Alexander B?rsch, Chef?konom bei Deloitte. "Jedoch hatten sich die Gesch?ftsaussichten zum Zeitpunkt der Datenerhebung im September 2020 wieder eindrucksvoll erholt. Auch die generelle Investitionsbereitschaft hat sich im Herbst 2020 deutlich verbessert. Die deutschen Unternehmen sind auch im europ?ischen Vergleich deutlich optimistischer eingestellt, vor allem was die R?ckkehr auf das Vorkrisen-Niveau betrifft."

Mehr als drei Viertel der Unternehmen ?ber den Berg, auch dank Staatshilfe

Zum Befragungszeitraum waren nur noch weniger als ein Viertel der befragten Unternehmen im Krisenmodus. Demgegen?ber steht eine Mehrheit von Firmen, die sich in der Erholungsphase (39%) bzw. schon auf Wachstumskurs (38%) oder gar auf Vorkrisen-Niveau befinden. Daran nicht unschuldig d?rften die von der Bundesregierung getroffenen Ma?nahmen sein, die von den CFOs mehrheitlich begr??t werden. Besonders hohe Wirksamkeit bescheinigen die Finanzvorst?nde der staatlichen F?rderung durch Kurzarbeitergeld (54%), durch KfW-Kredite und staatliche Beteiligung an Refinanzierung (21%) sowie durch steuerliche Ma?nahmen (17%).

Zur?ck auf Wachstumskurs sind vor allem die Konsumg?terindustrie (60%) und die Immobilienbranche (61%). Hingegen stecken insbesondere Unternehmen aus den Sektoren Maschinenbau (43%), Handel (38%) und Automobilindustrie (33%) noch im Krisenmodus.

Europ?ischer Vergleich zeigt deutliche Unterschiede

Wie in der deutschen Ausgabe ?berwog auch im European CFO Survey zum Zeitpunkt der Befragung die positive Stimmung: Nahezu die H?lfte der Unternehmen sch?tzt die Gesch?ftslage insgesamt optimistischer ein als zur Jahresmitte, nur gut ein Viertel war pessimistischer. Betrachtet man jedoch die gro?en Mitgliedsl?nder der Eurozone, so zeigen sich deutliche Unterschiede: W?hrend Deutschland bereits im stark positiven Bereich (Indexwert 54%) liegt, verharren Italien (-5%) und Spanien (-25%) bei den Gesch?ftsaussichten der CFOs weiterhin im negativen Bereich.

Auch bei den Erwartungen auf eine R?ckkehr ihres Umsatzes auf Vorkrisenniveau zeigen sich die deutschen CFOs am optimistischsten. Fast die H?lfte der deutschen Firmen geht von einer Erholung bereits in diesem Jahr aus, wohingegen nur knapp 40 Prozent der Befragten in der gesamten Eurozone dies erwarten. Mit einer R?ckkehr auf Vorkrisenniveau rechnen in Italien und Spanien die meisten CFOs erst im Laufe des Jahres 2021, knapp ein Viertel sieht dies sogar fr?hestens f?r 2022.

M&A-Markt zieht an, Transaktionen wieder im Fokus

Legten die Unternehmen ihren Fokus in der Hochphase der Pandemie vor allem auf Liquidit?t und Cashflow und versuchten auf die Weise, ihre Schulden abzusichern und ihre Finanzierungsquellen zu diversifizieren, so sehen sich mittlerweile viele Firmen auf Wachstumskurs: ?ber 90 Prozent der Befragten sch?tzen ihre Bilanz als solide und mit ausreichend Liquidit?tsreserven ausgestattet ein. Damit werden auch Fusionen und ?bernahmen wieder wahrscheinlicher.

Drei Viertel der befragten CFOs sehen in ihrer Branche sehr wohl Wachstumschancen, und zwei Drittel sind zuversichtlich, ?ber ausreichende interne Ressourcen f?r potenzielle Fusionen und Akquisitionen sowie die anschlie?ende Transformation zu verf?gen. Entsprechend stellen die Unternehmen auch die strategische Neuausrichtung in den Vordergrund: Mehr als die H?lfte der Befragten plant die Einf?hrung neuer Produkte oder Dienstleistungen, ein Drittel der CFOs m?chte Wachstum ?ber Firmen?bernahmen oder -zuk?ufe forcieren. Ein Viertel der Unternehmen und damit 17 Prozent mehr als noch im Fr?hjahr will in neue M?rkte expandieren.

Strategische Allianzen und Synergiegewinne haben Priorit?t

Bei den M&A-Zielen fokussieren sich die CFOs besonders auf die Bildung strategischer Allianzen mit Partnerfirmen sowie Start-ups aus dem eigenen ?kosystem (62%), noch vor der Forcierung von Synergiegewinnen (51%). Die wesentlichen Herausforderungen bei M&A-Transaktionen bestehen daher f?r die CFOs weniger in der finanziellen Lage, sondern sind eher in regulatorischen sowie politischen H?rden begr?ndet. Akquisitionen sollen vor allem die Konsolidierung sowie das Vorantreiben ihrer Nachhaltigkeitsagenda und der eigenen digitalen Transformation beschleunigen. Die Automobilbranche legt ihren Fokus dabei vor allem auf die digitale Transformation, w?hrend in der Konsumg?terindustrie Nachhaltigkeit eine gr??ere Rolle bei der M&A-Zielsetzung spielt.

"Seit Beginn der Pandemie haben sich die strategischen Priorit?ten der befragten CFOs stark verschoben", sagt Markus Seeger, Director CFO Program. "Zwar liegt das Augenmerk weiterhin auf defensiven Strategien wie Kostensenkungen und der Erh?hung des operativen Cashflows, jedoch r?cken inzwischen auch offensivere Gesch?ftsstrategien f?r st?rkeres Wachstum wieder in den Vordergrund, etwa durch ?bernahmen und Zuk?ufe. W?hrend sich Automobilindustrie und Handel weiterhin auf defensive Strategien wie Kostensenkungen fokussieren, sehen wir in der Chemie- und der Konsumg?terindustrie eher einen ausgeglichenen Mix aus offensiven und defensiven Gesch?ftsstrategien. Diese setzen nicht nur auf Kostensenkungen, sondern auch auf die Einf?hrung neuer Produkte und die Erh?hung der Investitionsausgaben - sicherlich ein weiser Mittelweg."

Den kompletten CFO Survey Herbst 2020 finden Sie hier (https://www.deloitte.com/ de/cfosurvey?id=de:2el:3pr:eng_CFO%20Survey%20Herbst%202020:maso)

Inhaltlich verantwortlich f?r den CFO Survey sind die Deloitte-Experten Dr. Alexander B?rsch (Chef?konom und Director Research), Rolf Epstein (Partner CFO Program) und Markus Seeger (Director CFO Program).

?ber Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftspr?fung, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory und Consulting f?r Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 L?ndern verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und unterst?tzt Kunden bei der L?sung ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen. Making an impact that matters - f?r die rund 312.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsames Leitbild und individueller Anspruch zugleich.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited ("DTTL"), eine "private company limited by guarantee" (Gesellschaft mit beschr?nkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstst?ndig und unabh?ngig. DTTL (auch "Deloitte Global" genannt) erbringt selbst keine Leistungen gegen?ber Mandanten. Eine detailliertere Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf http://www.deloitte.com/de/UeberUns .

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