Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

CDU sahnt bei Großspenden ab - SPD und Linke gehen leer aus

30.12.2020 - 23:02:57

CDU sahnt bei Großspenden ab - SPD und Linke gehen leer aus. BERLIN - Die CDU hat im zu Ende gehenden Jahr einen Einnahmeboom durch Großspenden verzeichnet - fast alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien dagegen einen dramatischen Einbruch. Insgesamt flossen 1,1 Millionen Euro in die Parteikasse der CDU, wie die Veröffentlichung der Spenden von mehr als 50 000 Euro auf der Seite des Deutschen Bundestags (Stand: 29. Dezember) zeigt. Das war mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Jahr (475 002 Euro), in dem die Zuwendungen an die CDU allerdings auch drastisch gesunken waren. Der Koalitionspartner SPD ging nach der Veröffentlichung in diesem Jahr gänzlich leer aus, 2019 hatten die Sozialdemokraten noch 206 651 Euro eingenommen.

BERLIN - Die CDU hat im zu Ende gehenden Jahr einen Einnahmeboom durch Großspenden verzeichnet - fast alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien dagegen einen dramatischen Einbruch. Insgesamt flossen 1,1 Millionen Euro in die Parteikasse der CDU, wie die Veröffentlichung der Spenden von mehr als 50 000 Euro auf der Seite des Deutschen Bundestags (Stand: 30. Dezember) zeigt. Das war mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Jahr (475 002 Euro), in dem die Zuwendungen an die CDU allerdings auch drastisch gesunken waren. Der Koalitionspartner SPD musste sich nach der Veröffentlichung in diesem Jahr mit 50 001 Euro begnügen, 2019 hatten die Sozialdemokraten noch 206 651 Euro eingenommen.

Weitere 340 000 Euro (2019: 485 000) gingen an die CSU, so dass beide Unionsparteien zusammen im laufenden Jahr auf 1,44 Millionen Euro kamen. Die FDP nahm 101 001 Euro (2019: 360 000) durch zwei Großspenden ein, die AfD erhielt einmal 100 000 Euro (2019: 0), die Grünen wurden ebenfalls einmal bedacht - mit einer Summe von 51 000 Euro (2019: 335 001).

Insgesamt gaben Unternehmen, Verbände und Einzelpersonen 2020 rund 1,742 Millionen Euro für Großspenden an Parteien aus - nach gut 1,922 Millionen im Vorjahr. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 flossen noch fast 2,7 Millionen auf die Konten der Parteien. Gerade im kommenden Jahr werden Spenden für die Parteien ein wichtiger Baustein zur Finanzierung ihrer teuren Wahlkämpfe sein. Üblicherweise sprudelt diese Einnahmequelle in Wahljahren aber auch kräftiger.

Eine endgültige Aussage über das Gesamtjahr lässt sich noch nicht machen, weil zwischen dem Eingang der Gelder auf den Parteikonten, der Weitergabe der Daten an den Deutschen Bundestag und dann der Veröffentlichung auf dessen Internetseite oft einige Tage vergehen. In der Vergangenheit waren so manchmal einige wenige Spenden vom Jahresende erst Anfang Januar veröffentlicht worden.

Politische Parteien finanzieren sich in Deutschland vor allem durch Mitgliedsbeiträge, Geld vom Staat und Spenden. Einzelspenden über 50 000 Euro müssen die Parteien dem Bundestagspräsidenten sofort melden, der die Angaben "zeitnah" veröffentlichen muss. Zuwendungen, die im Jahr 10 000 Euro übersteigen, müssen mit Namen und Anschrift des Spenders sowie der Gesamtsumme im Rechenschaftsbericht verzeichnet werden. Er wird dem Bundestagspräsidenten zugeleitet.

Die Grünen sehen "Handlungsbedarf bei der Parteienfinanzierung". Britta Haßelmann, die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, sagte: "Wir brauchen strengere Veröffentlichungspflichten bei Spenden, mehr Transparenz und endlich eine klare gesetzliche Regelung für das Parteiensponsoring. Spenden an Parteien sollen begrenzt und auf natürliche Personen beschränkt werden." Union und SPD seien bislang aber nicht dazu bereit gewesen, hier aktiv zu werden.

Erfolgreich bei Großspenden war auch eine nicht im Bundestag vertretene Partei: Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands, kurz MLPD, kam durch zwei Zuwendungen auf insgesamt 110 031 Euro. Damit hielt sie fast auf den Euro genau ihr Vorjahresniveau.

Eine Sonderrolle spielt der Südschleswigsche Wählerverband (SSW). Die Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein erhält regelmäßig Zuweisungen vom Kulturministerium in Kopenhagen. 2020 waren es gut 496 000 Euro - rund 4000 mehr als im Vorjahr.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Hunderte Linke demonstrieren gegen Corona-Politik und -Leugner HAMBURG - Hunderte Linke sind am Sonntag in Hamburg gegen die Corona-Politik und gegen Corona-Leugner auf die Straße gegangen. (Wirtschaft, 17.01.2021 - 16:53) weiterlesen...

Epidemiologe: Lockdown noch mindestens mehrere Wochen nötig. Entscheidend für seine Dauer sind nach Ansicht des Bremer Professors Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie eine Trendwende mit deutlich sinkenden Corona-Zahlen, gleichzeitig intensives Testen und besonders die breite Akzeptanz sowie erfolgreiche Durchführung der Impfung, wie er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte. BERLIN - Ein Stück weit sind die Corona-Zahlen seit Weihnachten schon gesunken, doch nach Experteneinschätzung wird der Lockdown noch mindestens mehrere Wochen nötig sein. (Wirtschaft, 17.01.2021 - 16:52) weiterlesen...

'Recht schräg' - Kritik an Merz wird lauter. Vor allem sein Vorstoß, sofort als Wirtschaftsminister ins Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einzutreten, stößt auf Unverständnis - auch im Kreis bisheriger Unterstützer. BERLIN - In der CDU wird deutliche Kritik am Vorgehen von Friedrich Merz nach seiner Niederlage im Kampf um den Parteivorsitz laut. (Wirtschaft, 17.01.2021 - 16:47) weiterlesen...

Kremlgegner Nawalny aus Berlin abgeflogen - Festnahme in Moskau droht. Das Flugzeug der russischen Gesellschaft Pobeda hob am Nachmittag vom Berliner Flughafen BER ab. Die Maschine mit der Nummer DP 936 sollte um 17.20 Uhr MEZ (19.20 Uhr Ortszeit) am Moskauer Flughafen Wnukowo landen. Der 44-Jährige wird unter anderem von seiner Ehefrau Julia Nawalnaja und seinen Mitarbeitern begleitet, wie auf einen Foto in den sozialen Netzwerken zu sehen war. MOSKAU - Fünf Monate nach seiner Vergiftung hat der Kremlkritiker Alexej Nawalny seine Heimreise von Deutschland nach Russland angetreten. (Wirtschaft, 17.01.2021 - 15:56) weiterlesen...

Corona-Ausbruch mit mutierter Variante in Belgien. In dem Heim "De Groene Verte" in Merkem im Westen Flanderns seien 75 Menschen - zwei Drittel aller Bewohner - positiv auf den neuen Virustyp getestet worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga am Sonntag. BRÜSSELS - In einem Altenheim Belgien sind zahlreiche Bewohner mit dem zuerst in England entdeckten mutierten Coronavirus infiziert worden. (Wirtschaft, 17.01.2021 - 15:54) weiterlesen...

Kontrolle über die Gewässer? Britische Fischer beklagen Brexit-Hürden. "Wir können derzeit nicht in der Barentssee fischen", sagte ein Sprecher des Unternehmens UK Fisheries der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe seit dem Brexit noch kein verbindliches Abkommen mit Norwegen über Fischereiquoten. Derzeit liefen Verhandlungen zwischen Großbritannien, Norwegen und der EU über die künftigen Anteile. Der Hightech-Trawler "Kirkella" liege im Hafen fest und mache kein Geschäft. "Seine Crew hat keine Arbeit", sagte der Sprecher. HULL/PETERHEAD - Entgegen der Versprechen der Regierung in London über Brexit-Vorteile berichten britische Fischer an vielen Fronten über Schwierigkeiten und Finanzsorgen. (Wirtschaft, 17.01.2021 - 15:54) weiterlesen...