Vermischtes, Caritas international

Caritas international fordert Umdenken bei der Katastrophenhilfe

12.10.2018 - 17:16:38

Caritas international fordert Umdenken bei der Katastrophenhilfe. Freiburg - Anlässlich des Tages der Katastrophenvorsorge fordert Caritas international eine Neuausrichtung der weltweiten Katastrophenhilfe: "Extreme Wetterereignisse wie Hurrikans oder Erdbeben werden erst deshalb zu Katastrophen, weil es Menschen gibt, die diesen Phänomenen schutzlos ausgeliefert sind", betont Oliver Müller, der ...

Freiburg - Anlässlich des Tages der Katastrophenvorsorge fordert Caritas international eine Neuausrichtung der weltweiten Katastrophenhilfe: "Extreme Wetterereignisse wie Hurrikans oder Erdbeben werden erst deshalb zu Katastrophen, weil es Menschen gibt, die diesen Phänomenen schutzlos ausgeliefert sind", betont Oliver Müller, der Leiter des Hilfswerks des Deutschen Caritasverbandes. Die Betroffenen seien fast ausschließlich die Schwächsten und Verletzlichsten der betroffenen Gesellschaften - Kinder, Schwangere, alte Menschen und Menschen mit Behinderung.

"Nachhaltig ist Katastrophenhilfe nur, wenn sie die Ärmsten in die Lage versetzt, selbst Vorsorge zu treffen und sich wirksam vor Naturkatastrophen zu schützen", so Müller. Die Hilfe müsse bei den Betroffenen vor Ort ansetzen, deren Schutzmechanismen stärken und viel stärker als bisher auf Prävention ausgerichtet sein. "Katastrophenhilfe und soziale Entwicklung müssen Hand in Hand gehen". Nur so ließen sich die Folgen von Naturkatastrophen für die Bevölkerung wirksam verringern. Angesichts der - auch klimabedingten - Entwicklungen sei dies notwendiger denn je. So habe sich die Anzahl der Naturkatastrophen weltweit in den letzten zwanzig Jahren verdoppelt.

Ein Beispiel für lokal angepasste Strategien zum Schutz der armen Bevölkerung ist die Katastrophenprävention von Caritas international in El Salvador. Das Land steht auf dem Weltrisikoindex auf Platz 11 von 180. Jedes Jahr trifft es eine andere Naturkatastrophe. Allein sieben Vulkane sind auf engstem Raum aktiv. Auf eigene Initiative und mit Unterstützung der örtlichen Caritas lernen die Bewohner besonders betroffener Regionen, wie sie ihr Leben und ihr Eigentum mit eigenen Mitteln besser schützen können. Hierzu haben sie ein Katastrophenschutz-Komitee gegründet, mit dem sie viele kleine konkrete Vorsorgemaßnahmen wie Wasserableitungen an Steilhängen umsetzen. Ein Großteil der betroffenen Bevölkerung ist in das auf zwei Jahre angelegte Modellprojekt eingebunden und arbeitet mit großem Engagement und aus eigenem Interesse daran, sich besser vor künftigen Katastrophen zu schützen.

Nach diesem Muster betreibt Caritas international gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen inzwischen mehr als siebzig Projekte zur Katastrophenprävention weltweit.

Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 165 nationalen Mitgliedsverbänden.

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