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Vermischtes, CARE Deutschland e.V.

CARE zum Tag der Hebamme: Pandemie vernichtet Fortschritte im Kampf gegen M?ttersterblichkeit / Mehr M?tter in Entwicklungsl?ndern sterben, Todesf?lle teilweise um bis zu 30 Prozent gestiegen

04.05.2021 - 11:08:05

CARE zum Tag der Hebamme: Pandemie vernichtet Fortschritte im Kampf gegen M?ttersterblichkeit / Mehr M?tter in Entwicklungsl?ndern sterben, Todesf?lle teilweise um bis zu 30 Prozent gestiegen. Berlin - Knapp 300.000 Frauen weltweit sterben jedes Jahr an Komplikationen w?hrend der Schwangerschaft oder Geburt. Durch die Pandemie droht diese sehr hohe Zahl dramatisch zu steigen, warnt die Hilfsorganisation CARE Deutschland anl?sslich des Tags der Hebamme, der weltweit am 5. Mai begangen wird. ...

Berlin - Knapp 300.000 Frauen weltweit sterben jedes Jahr an Komplikationen w?hrend der Schwangerschaft oder Geburt. Durch die Pandemie droht diese sehr hohe Zahl dramatisch zu steigen, warnt die Hilfsorganisation CARE Deutschland anl?sslich des Tags der Hebamme, der weltweit am 5. Mai begangen wird. Daten aus L?ndern wie Bangladesch, Nigeria und S?dafrika zeigen bei der Sterblichkeit von M?ttern und Neugeborenen bereits einen Anstieg von bis zu 30 Prozent auf.

"In ?rmeren L?ndern sind Kliniken teilweise stark ?berlastet und k?nnen nur noch Personen mit COVID-19-Symptomen behandeln", erkl?rt Karl-Otto Zentel, Generalsekret?r von CARE Deutschland. "Vielerorts weisen Krankenh?user geb?rende Frauen ab, weil das medizinische Personal keine Schutzkleidung hat und f?rchtet, sich mit COVID-19 anzustecken. In Simbabwe etwa k?nnen nur noch die H?lfte aller Schwangeren vorgeburtliche Untersuchungen wahrnehmen. Die Zahl der Frauen, die in simbabwischen Kliniken geb?ren, hat sich um zwei Drittel reduziert."

In der Sahelzone ist die M?ttersterblichkeitsrate besonders hoch. Im S?dsudan sterben rund 1.150 Frauen pro 100.000 Geburten. In Sierra Leone stirbt jede 17. Frau w?hrend der Schwangerschaft oder Geburt - das ist mehr als in den meisten anderen L?ndern der Welt. Neben der medizinischen Grundversorgung fehlt es im Notfall auch an Blutkonserven. Die 21-j?hrige Kadiatu Jalloh litt nach der Geburt ihres Sohnes an starken Blutungen, die in einer kleinen lokalen Krankenstation nicht gestoppt werden konnten. Ihre Mutter Isatu war bei ihr. "Mama, komm und nimm mein Baby, ich sterbe", sagte Kadiatu kurz vor ihrem Tod.

Es sind die indirekten Auswirkungen von COVID-19, die zu einer erh?hten Sterblichkeit von Frauen f?hren. Die Bek?mpfung der Pandemie schr?nkt die Gesundheitsversorgung rund um Geburten stark ein. Behandelbare Komplikationen wie Blutungen, Infektionen und Bluthochdruck verursachen die ?berwiegende Mehrheit der Todesf?lle bei M?ttern. Es fehlt auch an medizinischem Personal. Viele Mitarbeitende des Gesundheitswesens, einschlie?lich erfahrener Hebammen, werden aktuell auf COVID-Stationen gebraucht.

Durch die Pandemie werden Fortschritte im Kampf gegen M?ttersterblichkeit weltweit vernichtet. Laut des norwegischen Forschungsinstituts CMI warfen massiv eingeschr?nkte Gesundheitsdienste die Erfolge des Landes Peru bei der Senkung der M?ttersterblichkeit um mindestens f?nf Jahre zur?ck. Die M?glichkeiten, Schwangerschaftsvorsorge und Familienplanungen in Anspruch zu nehmen, sind weltweit durch Lockdowns reduziert. Schulschlie?ungen und wirtschaftliche N?te f?hren zudem zu mehr Teenagerschwangerschaften gerade in ?rmeren L?ndern.

Gemeinsam mit lokalen Organisationen setzt CARE sich daf?r ein, grundlegende Gesundheitsdienste f?r Frauen auch in Krisenzeiten anzubieten. Entscheidend daf?r ist, dass mehr Frauen in lokale Corona-Krisenst?be aufgenommen werden, um die Ma?nahmen zur Bew?ltigung der Pandemie aktiv politisch mitgestalten zu k?nnen. Entscheidungstr?ger:innen im Gesundheitswesen m?ssen dringend Strategien entwickeln und umsetzen, die eine sichere Versorgung von Schwangeren auch w?hrend einer Pandemie gew?hrleisten.

Unterst?tzen Sie gemeinsam mit CARE Hebammen, M?tter und Neugeborene weltweit:

Sparkasse K?lnBonn

IBAN: DE93 3705 0198 0000 0440 40

BIC: COLSDE33

https://www.care.de/spenden/online-spenden

Hintergrundinformationen f?r Redaktionen:

- International Journal for Equity in Health: The effect of COVID-19 on maternal newborn and child health (MNCH) services in Bangladesh, Nigeria and South Africa: call for a contextualised pandemic response in LMICs (https://equityhealthj.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12939-021-01414-5) . - CMI Brief, January 2021: Reverting five years of progress: Impact of COVID-19 on maternal mortality in Peru (https://www.cmi.no/publications/7445-reverting- five-years-of-progress-impact-of-covid-19-on-maternal-mortality-in-peru) . - US National Library of Medicine National Institutes of Health: The impact of the COVID-19 pandemic on maternal and perinatal health: a scoping review (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7812564/) . - The Lancet, Global Health: Effects of the COVID-19 pandemic on maternal and perinatal outcomes: a systematic review and meta-analysis (https://www.thelanc et.com/journals/langlo/article/PIIS2214-109X(21)00079-6/fulltext) . - Bill and Melinda Gates Foundation: Maternal mortality (https://www.gatesfounda tion.org/goalkeepers/report/2020-report/progress-indicators/maternal-mortality /) . - Reuters: Teenage pregnancies rise in parts of Kenya as lockdown shuts schools (https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-teenage-pregnancie-idUS KBN27W11H) .

Pressekontakt:

R?ckfragen bitte an: CARE Deutschland e.V. Ninja Taprogge Telefon: 030 / 76 90 16 99 Mobil: 0151 / 701 674 97 E-Mail: taprogge@care.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6745/4905857 CARE Deutschland e.V.

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