Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Italien

CARBIS BAY - Am letzten Tag des G7-Gipfels im englischen Cornwall beschäftigen sich die Staats- und Regierungschefs am Sonntag hauptsächlich mit dem Thema Klimawandel.

13.06.2021 - 10:05:07

Endspurt bei G7-Gipfel: Kampf gegen den Klimawandel steht im Fokus. Gastgeber Großbritannien will die Konferenz nutzen, um die sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte auf ehrgeizige Klimaziele einzuschwören, die dann bei der UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow im November auf globaler Ebene vereinbart werden sollen. Zu den G7-Staaten gehören neben Großbritannien und den USA auch Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Kanada.

Großbritannien will den Gipfel in Cornwall nutzen, um die sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte auf ehrgeizige Klimaziele einzuschwören. Diese sollen dann bei der UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow im November auf globaler Ebene vereinbart werden. Zu den G7-Staaten gehören neben Großbritannien und den USA auch Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Kanada.

Bei der Konferenz hätten erstmals alle sieben Teilnehmerländer ein Bekenntnis zur Klimaneutralität bis spätestens 2050 abgelegt, teilte die britische Regierung weiter mit. Zudem sei eine Zusage zu einer knappen Halbierung der Treibhausgasausstöße bis 2030 im Vergleich zu 2010 zu erwarten. Damit sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur UN-Klimakonferenz in Glasgow im November erreicht worden. Zu den anvisierten Maßnahmen gehörten unter anderem der Ausstieg aus der Kohlekraft zum frühestmöglichen Zeitpunkt, ein Ende fast aller direkten staatlichen Förderung für fossilen Energieträger im Ausland und das schrittweise Aus für Autos mit Verbrennermotor.

Die Entwicklungsorganisation Oxfam kritisierte die Zielsetzungen als nicht ausreichend. Die Pariser Klimaziele könnten damit zwar erreicht werden, doch müssten die G7-Staaten "angesichts ihrer hohen Verantwortung für das Verursachen der Klimakrise und ihres im Weltmaßstab sensationellen Wohlstands (...) deutlich mehr und schneller reduzieren, um für ärmere Länder mehr Flexibilität bei ihrer klimafreundlichen Transformation zu schaffen", sagte Jörn Kalinski von Oxfam.

Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhitzt. Die fatalen Folgen: Je nach Region gibt es mehr Hitzewellen und Dürren sowie Starkregen, Stürme, Unwetter und Überschwemmungen.

An der mit Spannung erwarteten G7-Abschlusserklärung wird voraussichtlich bis zur letzten Minute gefeilt. Darin werden auch Vereinbarungen für den gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Erholung von der dadurch verursachten Wirtschaftskrise, sowie ein Fahrplan für den Umgang mit autoritären Staaten wie China und Russland erwartet. Am Nachmittag will sich der britische Premierminister Boris Johnson den Fragen von Journalisten stellen.

Im Kampf gegen die Pandemie wollen die G7-Staaten nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel ärmeren Ländern bis Ende nächsten Jahres mit 2,3 Milliarden Impfdosen helfen. Die G7-Gruppe habe eine globale Verantwortung, sagte Merkel am Samstag am Rande des Gipfels. Ein finaler Beschluss lag aber zunächst noch nicht vor.

Gastgeber Boris Johnson hatte bereits vor Beginn des Gipfels als Ziel ausgegeben, dass die Staatengruppe sich auf eine Spende von einer Milliarde Impfdosen einigen sollte. Ob es sich bei den von Merkel genannten 2,3 Milliarden Impfdosen nur um Spenden oder auch um Exporte oder die Finanzierung der internationalen Impfinitiative Covax handelt, blieb zunächst unklar.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte zuvor die von Johnson verkündete Milliarden-Spende als unzureichend kritisiert. "Eine Milliarde ist sehr willkommen. Aber offensichtlich benötigen wir mehr als das." Man sei "im Krieg mit dem Virus". Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind mindestens acht Milliarden Impfdosen notwendig, um für eine weitgehende Immunität von 80 Prozent der Bevölkerung in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen zu sorgen.

Die USA hatten kurz vor dem Gipfel angekündigt, 500 Millionen Dosen bereitstellen zu wollen - 280 Millionen davon sollen nach dpa-Informationen nun bereits bis Jahresende ausgeliefert werden. Großbritannien hat 100 Millionen Dosen bis Ende kommenden Jahres zugesagt. Diese beiden Länder hatten Impfstoffe bislang aber kaum exportiert.

Die EU war lange die einzige demokratische Region der Welt, die im großen Maßstab Corona-Impfstoff exportierte. Bislang wurden nach Angaben aus Brüssel rund 350 Millionen Dosen ausgeführt, was in etwa der Hälfte der Gesamtproduktionsmenge entspricht. Bis Ende des Jahres soll sich die Exportmenge Schätzungen zufolge auf 700 Millionen Dosen verdoppeln.

US-Präsident Joe Biden kam am Samstag am Rande des Gipfels unter anderem mit Kanzlerin Merkel, mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und mit dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi zusammen. Am Abend gab es zudem ein Treffen mit Johnson und dem australischen Premierminister Scott Morrison.

Für Biden ist es seine erste Auslandsreise als Präsident. Am Sonntag wird er von Königin Elizabeth II. empfangen, bevor er zu Spitzengesprächen mit der Nato und der EU nach Brüssel weiterreist. Am Mittwoch steht in Genf ein mit Spannung erwarteter Gipfel Bidens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin an.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Johnson lehnt Einladung schottischer Regierungschefin Sturgeon ab. Das geht aus einem Brief Johnsons an Sturgeon hervor, der dem Sender Sky News vorliegt. Darin betont der konservative Politiker zwar, sich mit Schottland und den anderen Landesteilen in einem "strukturierten Forum" austauschen zu wollen, geht aber auf eine vorherige konkrete Einladung Sturgeons für diese Woche überhaupt nicht ein. Diese hatte den Premierminister am Vortag zu einem persönlichen Treffen eingeladen, da Johnson in den nächsten Tagen in dem nördlichsten britischen Landesteil erwartet wird. LONDON/EDINBURGH - Der britische Premier Boris Johnson hat eine Einladung der schottischen Regierungschefin Nicola Sturgeon abgelehnt. (Wirtschaft, 03.08.2021 - 20:50) weiterlesen...

Iran: Neuer Höchstwert an Corona-Infektionen. Als Ursache wird eine zunehmende Verbreitung der Delta-Variante angegeben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden binnen eines Tages 39 019 Neuinfektionen registriert. Am Vortag waren es 37 189 Fälle. Im selben Zeitraum starben 378 Patienten im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Iran liegt nun bei fast 4 Millionen, die der Corona-Toten bei über 91 000. TEHERAN - Der Iran hat einen neuen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. (Wirtschaft, 03.08.2021 - 19:39) weiterlesen...

POLITIK: Scholz erwartet mehr als sechs Milliarden Euro an Hochwasserschäden. In etwa diese Summe sei bisher für die Wiederaufbauarbeiten nach der letzten großen Hochwasserkatastrophe im Jahre 2013 ausgegeben worden, sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Dienstag bei einem Besuch im hart getroffenen Stolberg bei Aachen. Doch die Schäden in NRW und Rheinland-Pfalz überträfen wahrscheinlich das Ausmaß dessen, was damals in elf Bundesländern zu verzeichnen gewesen sei. STOLBERG - Bundesfinanzminister Olaf Scholz geht davon aus, dass der Wiederaufbau nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mehr als sechs Milliarden Euro kosten kann. (Wirtschaft, 03.08.2021 - 18:21) weiterlesen...

Rentner bekommen im Schnitt erneut länger Ruhebezüge. Die durchschnittliche Bezugsdauer aller Renten stieg 2020 auf 20,2 Jahre, wie die Deutsche Rentenversicherung am Dienstag mitteilte. Zehn Jahre zuvor waren es 18,5 Jahre gewesen. Bei Männern verlängerte sich die Rentenbezugsdauer demnach in dieser Zeitspanne von 16,2 auf durchschnittlich 18,5 Jahre - bei Frauen von 20,9 auf 22,0 Jahre. Im Jahr 2019 waren es bei Rentnern im Schnitt 18,2 Jahre und bei Rentnerinnen 21,7 Jahre gewesen. Ein wichtiger Grund für die Entwicklung sei die längere Lebenserwartung. BERLIN - Rentnerinnen und Rentner in Deutschland bekommen zusehends länger Ruhebezüge. (Boerse, 03.08.2021 - 18:20) weiterlesen...

Nato ermahnt Iran nach Drohnenangriff auf Öltanker. Die Bündnisstaaten Großbritannien, USA und Rumänien seien zu dem Schluss gekommen, dass der Iran höchstwahrscheinlich für den Vorfall verantwortlich sei, sagte ein Nato-Sprecher am Dienstag. Die Freiheit der Schifffahrt sei für alle Bündnispartner von entscheidender Bedeutung und müsse im Einklang mit dem Völkerrecht gewahrt werden. Die Verbündeten seien besorgt über das destabilisierende Handeln Irans in der Region. Man verurteile den Angriff aufs Schärfste. BRÜSSEL - Nach dem Drohnenangriff auf den Öltanker "Mercer Street" vor der Küste des Omans hat die Nato den Iran zur Einhaltung seiner internationalen Verpflichtungen aufgerufen. (Boerse, 03.08.2021 - 18:19) weiterlesen...

Mehr Impfgelegenheiten für Kinder geplant - Weiter Streit um Stiko. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verteidigte Pläne von Bund und Ländern, nun auch in Impfzentren flächendeckend Impfungen für 12- bis 17-Jährige anzubieten, wie es in Arztpraxen schon möglich ist. Es gehe um ein leichter verfügbares Angebot, weil genügend Impfstoff da sei, sich zu schützen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag im rbb-Inforadio. "Wer will, kann sich impfen lassen - keiner muss." Die Pläne stoßen aber weiter auch auf scharfe Kritik. BERLIN - Für Kinder und Jugendliche soll es mit Blick auf den Schulbeginn nach den Ferien mehr Corona-Impfmöglichkeiten geben. (Boerse, 03.08.2021 - 18:01) weiterlesen...