Deutschland, Volkswirtschaft

Bundesregierung will Mehrwertsteuer auf Gas senken

18.08.2022 - 17:24:31

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 18.08.2022 - 17.15 Uhr

BERLIN - Wegen der rapide gestiegenen Gaspreise will die Bundesregierung für einen befristeten Zeitraum die Mehrwertsteuer auf Erdgas senken. Der Steuersatz auf den Gasverbrauch solle von bisher 19 auf 7 Prozent fallen, kündigte Kanzler Olaf Scholz am Donnerstag an. "Mit diesem Schritt entlasten wir die Gaskunden insgesamt deutlich stärker, als die Mehrbelastung, die durch die Umlagen entsteht, beträgt", sagte der SPD-Politiker.

USA: Verkäufe bestehender Häuser fallen den sechsten Monat in Folge

WASHINGTON - In den USA sind im Juli die Verkäufe bestehender Häuser stärker als erwartet gesunken. Gegenüber dem Vormonat fiel die Zahl der Bestandsveräußerungen um 5,9 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Es war der sechste Rückgang in Folge. Analysten hatten ein geringeres Minus von 5,1 Prozent erwartet.

GESAMT-ROUNDUP: Krisendiplomatie - Erdogan und Selenskyj beginnen Gespräche

KIEW/LWIW - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan haben sich am Donnerstag zu gemeinsamen Gesprächen in der Ukraine getroffen. Die beiden seien im Potocki-Palast in Lwiw (Lemberg) zusammengetroffen, berichtete der staatliche türkische Nachrichtensender Anadolu. Für den Nachmittag war ein Dreier-Treffen mit UN-Generalsekretär António Guterres geplant.

IfW: Niedrigere Gas-Mehrwertsteuer droht Sparziel zu verwässern

KIEL - Durch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Erdgas droht das Energiesparen nach Ansicht des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) als eigentliches Ziel zu leiden. "Dieser Beschluss verwässert einen wesentlichen gewünschten Zweck der Gasumlage: Gas einzusparen", sagte IfW-Vizepräsident Stefan Kooths am Donnerstag. Denn dafür sei ein steigender Gaspreis ein wichtiges Signal.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlich niedriger als erwartet

WASHINGTON - Der Arbeitsmarkt in den USA hat sich in der vergangenen Woche besser als erwartet entwickelt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel um 2000 auf 250 000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 264 000 gerechnet.

USA: Philly-Fed-Index legt unerwartet deutlich zu

PHILADELPHIA - Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia hat sich im August überraschend stark aufgehellt. Der Indikator für die Industrie (Philly-Fed-Index) stieg um 18,5 Punkte auf plus 6,2 Zähler, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag in Philadelphia mitteilte. Zuvor war der Stimmungsindikator viermal in Folge gefallen.

ROUNDUP: Türkische Notenbank senkt Leitzins trotz extrem hoher Inflation

ANKARA - Die türkische Notenbank hat ihren Leitzins trotz der sehr hohen Inflation überraschend gesenkt. Der Leitzins falle um 1,0 Prozentpunkte auf 13,0 Prozent, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Ankara mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem unveränderten Leitzins von 14 Prozent gerechnet. Es ist die erste Zinssenkung seit Dezember, nachdem die Zentralbank im vergangenen Jahr mehrfach die Zinsen reduziert hatte.

ANALYSE/BayernLB: Goldpreis dürfte in US-Dollar Niveau halten

FRANKFURT - Ein ausgeglichenes Verhältnis von stützenden und belastenden Faktoren dürfte den Goldpreis einer Studie zufolge vorerst seitwärts bewegen. Eine Risikoaversion der Anleger und Käufe durch Zentralbanken könnten dem Preis Auftrieb geben, wie die Experten der BayernLB in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie schreiben. Weil mit einem Konjunktureinbruch aber vorerst nicht zu rechnen sei, dürfte es auch zukünftig Schwächephasen geben - und damit die Chance zum Einstieg.

ROUNDUP: USA und Taiwan kündigen formelle Handelsgespräche an - China warnt

PEKING/TAIPEH/WASHINGTON - Die Aufnahme formeller Handelsgespräche zwischen den USA und Taiwan sorgen für neue Verstimmungen im Verhältnis zu China. Die Regierungen in Washington und Taipeh kündigten am Donnerstag an, formelle Handelsgespräche im Rahmen einer neuen Initiative aufnehmen zu wollen. Die erste Runde solle im "frühen Herbst" stattfinden, teilte das Büro der US-Handelsbeauftragten Katherine Tai mit. Beide Seiten wollten die Handels- und Investitionsbeziehungen vertiefen.

Buschmann: Deutschland muss bei Infrastrukturvorhaben Tempo machen

BERLIN - Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) will dafür sorgen, dass wichtige Energie- und Infrastrukturprojekte künftig nicht mehr durch jahrelange Gerichtsverfahren blockiert werden. Einen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Beschleunigung von Verwaltungsgerichtsverfahren zum Ausbau von Straßenbahn-Netzen, Flughäfen, Bundeswasserstraßen, Windenergie-Anlagen, Hochspannungsleitungen und größeren Gasversorgungsleitungen hat sein Ministerium am Donnerstag zur Stellungnahme an Länder und Verbände verschickt.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

DAX-FLASH: Dax weiter auf Bodensuche - Italien-Wahl neuer Sorgenpunkt. Indikationen lassen den Leitindex, der auf seinem niedrigsten Niveau seit fast zwei Jahren angekommen ist, tiefer erwarten: Der Broker IG taxierte ihn zwei Stunden vor Xetra-Start 0,77 Prozent schwächer auf 12 189 Punkte. Ein neues Tief würde er damit aber zunächst noch nicht markieren: Am Freitag stand er im Verlauf noch etwas tiefer bei 12 180 Punkten. FRANKFURT - Der jüngste Kursrutsch beim Dax ist am Montag vermutlich noch nicht vorbei. (Boerse, 26.09.2022 - 07:27) weiterlesen...

EQS-News: Biotest AG: Biotest AG eröffnet 13. Plasmasammelzentrum in Tschechien Biotest AG: Biotest AG eröffnet 13. Plasmasammelzentrum in Tschechien (Boerse, 26.09.2022 - 07:04) weiterlesen...

EQS-News: Daldrup & Söhne AG erhält Bohrauftrag zur Erkundung eines Aquiferspeichers von Hamburger Energiewerke GmbH Daldrup & Söhne AG erhält Bohrauftrag zur Erkundung eines Aquiferspeichers von Hamburger Energiewerke GmbH (Boerse, 26.09.2022 - 06:54) weiterlesen...

VWN bei Software 'intensiv eingebunden' - weitere Gespräche mit Ford. Die Marke aus Hannover, die etwa mit dem autonomen Fahren Kernthemen auch für den gesamten Konzern bearbeitet, sei in die Diskussionen über verschiedene und teils widerstreitende Entwicklungswege "intensiv eingebunden", sagte Vorstandschef Carsten Intra der Deutschen Presse-Agentur. Auf die Elektronik-Ausstattung der aktuellen Modelle habe die Frage der künftigen IT-Architektur noch keinen direkten Einfluss. HANNOVER - Volkswagen will den schwierigen Anlauf eigener Software bei seinen leichten Nutzfahrzeugen (VWN) bis zur nächsten Modellgeneration nach dem neuen ID.Buzz fertig umgesetzt haben. (Boerse, 26.09.2022 - 06:41) weiterlesen...

Stadtwerke und Bundesregierung verhandeln über Schutzschirm. "Wir sind in Gesprächen mit der Bundesregierung, welche Maßnahmen notwendig sind, um Stadtwerke vor den Risiken zu schützen, die wir sehen und die zum Teil schon akut sind, sagte Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), der Deutschen Presse-Agentur. BERLIN - Die Stadtwerke und die Bundesregierung verhandeln in der Energiekrise über einen milliardenschweren Schutzschirm. (Wirtschaft, 26.09.2022 - 06:00) weiterlesen...

Unwetter auf Kanarischen Inseln - Mehr als 250 Flugausfälle. Am Sonntag seien auf den Inseln wegen des tropischen Wirbelsturms "Hermine" 252 Flüge ausgefallen, 38 weitere seien umgeleitet worden, meldete der Flughafenbetreiber Aena auf Twitter. Darüber hinaus kam es auf den Inseln infolge des starken Regens und des Sturms Medienberichten zufolge zu Erdrutschen. Wegen umgestürzter Bäume mussten Straßen gesperrt werden. Verletzte infolge des Wirbelsturms seien aber bislang nicht registriert worden. Das Unwetter werde voraussichtlich erst am Montagvormittag vorbei sein. Auf den Inseln Gran Canaria, Teneriffa und La Gomera, La Palma und Hierro wurden Niederschläge von jeweils mehr als 100 Litern pro Quadratmeter registriert. Die meisten Flugausfälle mit mehr als 100 gab es auf Teneriffa. MADRID - Die Kanarischen Inseln sind von einem Unwetter heimgesucht worden. (Boerse, 26.09.2022 - 05:58) weiterlesen...