Japan, Deutschland

BUENOS AIRES - Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, hat nach dem Treffen der G20 die Staaten zur Vernunft bei der Zollpolitik aufgerufen.

01.12.2018 - 20:40:24

IWF-Chefin Lagarde sorgt sich um Weltwirtschaft. Der IWF gehe davon aus, dass das Wachstum der Weltwirtschaft um einen Dreiviertel-Prozentpunkt leide, sollten alle bis jetzt angekündigten oder schon in Kraft gesetzten Zölle in Kraft treten. Wenn stattdessen die bisherigen Handelsbeschränkungen um 15 Prozent reduziert würden, würde dies einen Wachstumssprung von 0,5 Prozent für die Weltwirtschaft auslösen. Das Wachstum derzeit sei noch immer stark, zeige aber erste Schwächen.

"Die richtige Politik zu wählen ist entscheidend, für einzelne Staaten, für die Weltwirtschaft und für Menschen überall auf der Welt", heißt es in einer nach Ende der Beratungen in Buenos Aires veröffentlichten Erklärung Lagardes. Die Französin hatte selbst an den Gesprächen teilgenommen. "Als Erstes, repariert den Handel", rief sie den G20 zu. Dies habe oberste Priorität, um Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer rief sie dazu auf, sich vor Überschuldung zu hüten und Kapitalpuffer aufzubauen. Lagarde sprach von einem "exzessiven Niveau der weltweiten Schulden", die nach einer Schätzung des IWF auf 182 Billionen Dollar angewachsen sind.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Autobauer Nissan senkt Gewinnprognose. TOKIO - Inmitten des Finanzskandals um Ex-Nissan -Chef Carlos Ghosn hat Japans zweitgrößter Autobauer seine Gewinnprognose deutlich nach unten korrigiert. Für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 hatte Nissan im Februar noch einen Betriebsgewinn von 450 Milliarden Yen (3,6 Mrd Euro) erwartet, nun senkte der Autobauer den Wert um fast 30 Prozent auf 318 Milliarden Yen (rund 2,5 Mrd Euro). Autobauer Nissan senkt Gewinnprognose (Boerse, 24.04.2019 - 11:49) weiterlesen...

Aktien Asien Schluss: Verluste trotz positiver Impulse aus den USA. Im späten Handel am Mittwoch überwogen am Ende die Verluste. So schloss der Nikkei 225 letztlich 0,27 Prozent tiefer bei 22 200,00 Punkten. TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI - Die gute Stimmung an der Wall Street hat die wichtigsten Börsen in Asien nur kurz gestützt. (Boerse, 24.04.2019 - 08:36) weiterlesen...

Kreise: Softbank erwägt Einstieg bei Wirecard. Es werde erwogen, über den Erwerb von Wandelanleihen die Option auf den Umtausch in einen Aktienanteil von fünf Prozent zu erhalten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Sollte ein entsprechende Vereinbarung erreicht werden, könnte das Geschäft noch in diesem Monat bekannt gegeben werden. NEW YORK - Der japanische Mischkonzern Softbank will Kreisen zufolge beim Zahlungsabwickler Wirecard einsteigen. (Boerse, 23.04.2019 - 21:28) weiterlesen...

Macron mischt sich in Fall von Automanager Carlos Ghosn ein. Die Rechte und die Unversehrtheit des französischen Staatsbürgers Ghosn müssten geachtet werden, berichteten Élyséekreise nach einem Treffen Macons mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe in Paris. "Es wurde daran erinnert, dass C. Ghosn Recht darauf hat, dass die Unschuldsvermutung respektiert wird (...)", hieß es weiter. Frankreich achte die Hoheit und der Unabhängigkeit der japanischen Justiz. PARIS - Nach der erneuten Verhaftung des Automanagers Carlos Ghosn in Japan hat sich Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron eingeschaltet. (Boerse, 23.04.2019 - 17:01) weiterlesen...

WDH: Nach Aus für Fujitsu-Computerwerk bleiben 350 Stellen erhalten (Tippfehler in der Überschrift behoben: Fujitsu) (Boerse, 23.04.2019 - 15:11) weiterlesen...

Nach Aus für Fijitsu-Computerwerk bleiben 350 Stellen erhalten. Die Rechner-Produktion soll im Herbst 2020 eingestellt, dann aber ein neuer Standort im Raum Augsburg gegründet werden, hieß es am Dienstag aus Kreisen des japanischen Technologiekonzerns. Von dort aus werde mit rund 350 Mitarbeitern vor allem die technische Unterstützung für Firmenkunden fortgeführt. Zuvor hatte die "Augsburger Allgemeine" darüber berichtet. AUGSBURG - Nach dem geplanten Ende für das letzten Computerwerk Europas, bei Fujitsu in Augsburg, sollen 350 Arbeitsplätze erhalten bleiben - deutlich mehr als zunächst geplant. (Boerse, 23.04.2019 - 15:07) weiterlesen...