Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Regierungen

BRÜSSEL / WIEN - Österreich und sieben weitere kleine EU-Staaten fordern bei der Reform der milliardenschweren Agrarpolitik einen stärkeren Schwerpunkt auf den langfristigen Umweltleistungen der Betriebe.

08.10.2020 - 06:49:28

Kleine EU-Länder: Mehr Gewicht auf Öko-Leistungen im Agrarbudget. Dazu stimmte sich die Wiener Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger mit Vertretern aus Finnland, Estland, Slowenien, Kroatien, Luxemburg, Malta und Zypern ab. Die Länder setzen sich dafür ein, dass bei den Verhandlungen unter der laufenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft ein deutlicheres Gewicht auf Öko-Leistungen der Bauern gelegt wird. Dies geht aus einem Brief an Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Klöckner leitet wegen des Ratsvorsitzes die Gespräche.

Für die sogenannte zweite Säule der gemeinsamen Agrarpolitik, in der es um nachhaltige Bewirtschaftung und die Entwicklung der ländlichen Räume geht, sind Leistungen von Landwirten für den Umwelt- und Klimaschutz als Voraussetzung für EU-Geld teils schon vorgesehen. Doch die acht Länder wünschen sich in diesem Bereich noch mehr, heißt es aus Wien. Vor allem sei eine auf mehrere Jahre orientierte Planung in Säule 2 besser möglich als in Säule 1, in der die klassischen Direktzahlungen an die Betriebe aus dem EU-Budget gebündelt sind.

Auch Klöckner hatte sich für verpflichtende Umweltschutzvorgaben ausgesprochen, die Landwirte erreichen müssen. Zudem sollten die EU-Staaten einen Mindestanteil der Direktzahlungen - des bisher mit Abstand größten Postens im Agrarbudget - an diese Öko-Regelungen koppeln. Die Umweltleistungen für den ländlichen Raum müssten aber noch stärker beachtet werden, schlägt die Achter-Gruppe vor. Österreich selbst hat bereits einen recht hohen Biobauern-Anteil.

"Wir sind überzeugt, dass sämtliche agrarökologischen Maßnahmen der gemeinsamen Agrarpolitik berücksichtigt werden müssen", schreiben die Vertreter der Länder - nicht nur der für Umweltleistungen eingeplante Anteil der Direktzahlungen in der ersten Säule. "Das Potenzial ehrgeiziger agrarökologischer Maßnahmen in der zweiten Säule darf nicht unterschätzt werden. Diese längerfristigen Verpflichtungen könnten womöglich sogar eine stärkere Nachhaltigkeit gewährleisten."

Die EU-Staaten verhandeln derzeit über die gemeinsame Agrarpolitik, für die die EU-Kommission 2018 eine umfangreiche Reform vorgeschlagen hatte. Bis Mitte Oktober will Klöckner eine Einigung erzielen, über die dann mit dem EU-Parlament verhandelt werden kann. Mit einem Anteil von rund 40 Prozent ist das Agrarbudget der größte Posten im EU-Haushalt. 58 Milliarden Euro fließen pro Jahr an die Betriebe.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Frankreich weitet Ausgangssperre aus: 46 Millionen Menschen betroffen. Insgesamt seien nun 54 Departements betroffen, in denen 46 Millionen Bürgerinnen und Bürger leben, sagte Frankreichs Premier Jean Castex am Donnerstag. Auch ein französischen Überseegebiet sei betroffen. "Die Situation ist ernst, sie ist ernst in Europa, sie ist ernst in Frankreich", warnte Castex. Der Monat November werde hart. PARIS - Frankreich dehnt die nächtliche Ausgangssperre auf zahlreiche weitere Départements aus. (Wirtschaft, 22.10.2020 - 17:29) weiterlesen...

Seehofer alarmiert wegen Corona-Zahlen: 'Es geht um Hunderttausende'. "Es geht nicht um wenige Tausend, es geht um Hunderttausende - auf den Monat gerechnet", sagte er am Donnerstag am Rand der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Potsdam. "Das wird jetzt sehr sichtbar, dass wir in einer wirklich ernsten, dramatischen Lage sind", sagte Seehofer. "Multiplizieren Sie einmal die Tageszahlen auf einen Monat, dann sehen Sie die ganze Dramatik der Situation." Die Gesundheitsämter hatten einen Rekordwert von 11 287 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. POTSDAM - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zeigt sich angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen alarmiert. (Boerse, 22.10.2020 - 17:17) weiterlesen...

Hennig-Wellsow für bundesweiten Mietendeckel. "Wenn wir das Virus nicht bald stoppen, wird es für manche Menschen um existenzielle Fragen gehen. Zum Beispiel, wie sie ihre Wohnung halten können", sagte die Thüringer Linke-Politikerin der "Welt". Möglicherweise könnte es bei einem Mietendeckel regionale Abstufungen geben. ERFURT - Die Kandidatin für den Linken-Vorsitz, Susanne Hennig-Wellsow, plädiert für einen bundesweiten Mietendeckel als Reaktion auf die Coronakrise. (Boerse, 22.10.2020 - 16:53) weiterlesen...

Wikipedia und WHO kooperieren bei Infos zu Corona. Eine entsprechende Kooperation haben die WHO und die Wikimedia Foundation, die gemeinnützige Organisation hinter der Wikipedia, am Donnerstag in Genf vereinbart, wie beide Organisationen mitteilten. GENF - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Onlinelexikon Wikipedia wollen den Zugang zu verlässlichen Informationen über das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 erleichtern. (Boerse, 22.10.2020 - 16:12) weiterlesen...

Toter bei Corona-Impfstoff-Studie von AstraZeneca in Brasilien. Dies bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Zuvor hatten brasilianische Medien darüber berichtet. Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Nach eigenen Angaben war die Anvisa bereits am Montag darüber informiert worden. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen. Der Fall werde derzeit geprüft, Daten über Freiwillige müssten vertraulich behandelt werden. BRASÍLIA - Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. (Boerse, 22.10.2020 - 16:02) weiterlesen...

Zweiter Lockdown: Tschechien und Irland ziehen die Notbremse. Auch in Irland sollen sich die Menschen nicht mehr mit Freunden treffen. Und in der Slowakei will die Regierung jetzt sogar die gesamte Bevölkerung auf das Coronavirus testen lassen. Wer nicht mitmacht, kommt in Quarantäne. PRAG/BRATISLAVA/DUBLIN - Die Rückkehr zur Normalität rückt in stark von Corona betroffenen EU-Ländern in weite Ferne: Tschechien hat am Donnerstag zum zweiten Mal seit dem Frühjahr Ausgangsbeschränkungen verhängt. (Wirtschaft, 22.10.2020 - 15:59) weiterlesen...